Borek Strzeliński

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Borek Strzeliński
Wappen fehlt
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Borek Strzeliński (Polen)
Borek Strzeliński
Borek Strzeliński
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Strzelin
Geographische Lage: 50° 52′ N, 17° 4′ OKoordinaten: 50° 52′ 0″ N, 17° 4′ 0″ O
Einwohner: 960 ([1])
Postleitzahl: 57-110
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DST
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Flughafen Breslau



Herrenhaus in Großburg

Borek Strzeliński (deutsch Großburg) ist ein polnisches Dorf in Schlesien. Es ist ein Ortsteil von Strzelin und liegt zehn Kilometer nördlich der Stadt. Administratorisch gehört es dem Powiat Strzeliński in der Woiwodschaft Niederschlesien an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1155 erstmals als juxta Borech erwähnt. Weitere Bezeichnungen waren Boreck, Borck, Bork, Borek, Borkum, Grossburg und Großburg.

Spätestens 1232 schenkte Herzog Heinrich der Bärtige den Ort mit weiteren Orten Krentsch, Schweinbraten, Klein Lauden und Ottwitz dem Bischof von Lebus.[2] Dieser Besitz wurde 1552 vom letzten katholischen Lebuser Bischof Johann von Horneburg an den Hauptmann von Sommerfeld (Lubsko) Gottfried von Kanitz auf Porschwitz (Parszowice) verkauft und als Lehnsbesitz verliehen. Der Lehnbrief wurde erst am 28. März 1553, nach der Genehmigung durch das Lebuser Domkapitel zu Fürstenwalde, ausgestellt.[3] Bischof und Domkapitel behielten die Lehnsoberhoheit, die nach der Säkularisation des Bistums an die Kurfürsten von Brandenburg überging. Hierdurch entstand die Besonderheit, dass Großburg kein Teil des Habsburger Besitzes in Schlesien war, sondern eine Exklave der Markgrafschaft Brandenburg. Nachdem 1742 Schlesien preußisch geworden war, wurde die Exklave Großburg eingegliedert.

1910 erhielt Großburg einen Eisenbahnanschluss. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten 834 Einwohner (1939) in dem Dorf. Zwischen 1818 und 1945 war dem Landkreis Strehlen zugehörig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.borow.ug.gov.pl/index.php?Bor%F3w
  2. Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichte des ehemaligen Bisthums Lebus und des Landes dieses Nahmens. Band 1, Befrlin 1829, S: 88-90.
  3. Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichte des ehemaligen Bisthums Lebus und des Landes dieses Nahmens. Band 2, Berlin 1829, S. 404–405.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]