Borgwedel
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Schleswig-Flensburg | |
| Amt: | Haddeby | |
| Höhe: | 4 m ü. NHN | |
| Fläche: | 9,96 km2 | |
| Einwohner: | 686 (31. Dez. 2015)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 69 Einwohner je km2 | |
| Postleitzahl: | 24857 | |
| Vorwahlen: | 04621 und 04354 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SL | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 59 012 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Rendsburger Straße 54c 24866 Busdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Holger Weiß (ABW) | |
| Lage der Gemeinde Borgwedel im Kreis Schleswig-Flensburg | ||
Borgwedel (dänisch: Borgvedel) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Sie besteht aus den Ortsteilen Borgwedel und Stexwig (Stegsvig) und liegt am Südufer der Schlei rund acht Kilometer östlich von Schleswig.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Name Borgwedel wurde zum ersten Mal 1575/76 auf einer Rechnung im Klosterarchiv St. Johannis urkundlich erwähnt. Der Name könnte „Auf dem Weg zu einer Burg“ oder „… Stadt“ bedeuten, wobei nicht auszumachen ist, was mit Burg gemeint ist, da die Stadt Schleswig eigentlich nicht so genannt wird.[2] Der Name des zweiten Ortsteils Stexwig steht für „Bucht und das Wasser vor dem Ort“. Der Name wird 1412 zum ersten Male urkundlich erwähnt.[3]
Wikingerzeitliche Befestigungsanlage in der Schlei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In jüngerer Zeit wurden bei Ausgrabungen in der Bucht von Stexwig Wehranlagen aus der Wikingerzeit entdeckt. Zunächst wurden bei einer Vertiefung der Schlei 1925 zahlreiche Holzbalken ausgegraben. Untersuchungen ab den 1990er Jahren ergaben ein 900 m langes Sperrwerk zwischen der Halbinsel Reesholm und einer 1925 abgebaggerten Spitze der Untiefe Kockbarg, bestehend aus quadratischen Holzkonstruktionen von fast 5 m Seitenlänge. Die Hölzer, außer Eiche auch Birke und Weide, wurden im Winter 737 geschlagen, so dass eine genaue Datierung des Bauwerks möglich ist.[4] Das Bauwerk reichte ursprünglich bis über die Wasseroberfläche und ist auch auf alten Karten abgebildet.[5] Die Anlage diente vermutlich als Teil des Danewerks dem Schutz der Wikingersiedlung von Füsing.
Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Seit der Kommunalwahl 2013 haben die SPD und die Wählergemeinschaft ABW je vier Sitze in der Gemeindevertretung, die CDU zwei Sitze.
Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Blasonierung: „Auf Gold eine erhöhte, eingebogene und oben verstutzte blaue Spitze, belegt mit zwei dem Bogen folgenden silbernen Pfahlreihen, unten ein silbernes Großsegel mit Spinnaker.“[6]
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Borgwedel ist eine Wohngemeinde mit starker Orientierung zur Kreisstadt Schleswig. In den 1970er Jahren entstanden mehrere Wochenendhausgebiete für Hamburger. Die Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung verloren. Die nächste Einkaufsmöglichkeit befindet sich im vier Kilometer entfernten Fahrdorf. Dort befindet sich auch die Grundschule für die Borgwedler Kinder. Arbeitgeber in der Gemeinde sind die Jugendherberge an der Schlei und zwei Seniorenheime.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
- ↑ siehe auch Wolfgang Laur, Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein
- ↑ Schleswig-Holsteinisches Landesarchiv, Urkundsabtl. 16.1,7, „De Villa Stexwyg“
- ↑ Das Seesperrwerk des Danewerks
- ↑ Jürgen Griese: Historische Häfen an der inneren Schlei
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein