Boris Kerenski

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Boris Kerenski (* 1971 in Stuttgart als Boris Feesenmayr) ist ein deutscher bildender Künstler, Journalist und Herausgeber.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boris Kerenski studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Joan Jonas.[1]

Beruflich war er u. a. als Redakteur bei verschiedenen Print- und Onlinemedien sowie als Dozent am Literaturhaus Stuttgart tätig, wo er auch die Zeitschrift Literatur machen betreute.[2][3]

In seiner Tätigkeit als Herausgeber beschäftigt Kerenski sich insbesondere mit deutschsprachiger Untergrund-, Slam- und Pop-Literatur[4]. Größere Aufmerksamkeit erlangte seine 1999 zusammen mit Sergiu Stefanescu herausgegebene Anthologie Kaltland-Beat, die Prosa und Lyrik des literarischen Untergrunds versammelt und durch Essays und journalistischer Beiträge ergänzt (u. a. von Björn Kuhligk, Markus Orths, Tanja Dückers, Enno Stahl, Marc Degens, Jaromir Konecny und Benno Käsmayr). Martin Büsser bezeichnete das Buch als „die beste deutschsprachige Anthologie zum Thema, eine die alle anderen glatt ersetzt“.[5] Für 2020 ist eine überarbeitete Neuausgabe im Verbrecher Verlag geplant.[6]

Auch das 2005 gemeinsam mit Florian Vetsch herausgegebene Tanger Telegramm, eine Text- und Bildsammlung über die marokkanische Stadt Tanger, stieß auf durchweg positive Resonanz. Manfred Papst nannte das Buch „[e]ine herrliche Anthologie, so üppig bunt, berauschend und verwirrend wir ihr Thema“.[7] Die Neue Zürcher Zeitung urteilte: „Zum sinnlichen Lesegenuss wird das überaus sorgfältig gestaltete Werk aber nicht zuletzt durch die zahlreichen Collagen, alten Fotografien, Skizzen, Kalligraphien“.[8]

Derzeit lebt Boris Kerenski in Gingen an der Fils und arbeitet als Gymnasiallehrer.[9]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Hrsg. mit Florian Vetsch: Tanger Telegramm. Reise durch die Literaturen einer legendären marokkanischen Stadt. Zürich: bilgerverlag 2004 (überarbeite Neuauflage 2017), ISBN 978-3-03762-061-8
  • als Hrsg. mit Svenja Eckert: Sauber & Sexy (Lautsprecher Band 5). Stuttgart: Lautsprecher Verlag 2001, ISBN 3-932902-25-4
  • als Hrsg. mit Sergiu Stefanescu: Kaltland Beat. Neue deutsche Szene. Mit einem Vorwort von Peter O. Chotjewitz. Stuttgart: Ithaka Verlag 1999, ISBN 3933545072
  • als Hrsg. mit Sergiu Stefanescu: Es gibt. Social Beat / Slam Poetry. Texte der 90er. Stuttgart: Ithaka Verlag 1998, ISBN 393354503X
  • als Hrsg. mit Michael Schönauer: Was ist Social Beat? Publikation zur Mailart-Aktion von Boris Kerenski. Asperg: Killroy media Verlag 1998, ISBN 3-931140-32-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Boris Kerenski. Abgerufen am 7. September 2018.
  2. Tilman Rau: Viel Raum für Gedanken und Worte. "Literatur machen" - so heißt die neue Jugendliteraturzeitschrift des Literaturhauses Stuttgart. In: Stuttgarter Zeitung. 29. Mai 2002.
  3. Boris Kerenski. Abgerufen am 7. September 2018.
  4. Boris Kerenski. Abgerufen am 7. September 2018.
  5. Martin Büsser: Der von Zuweisungen befreite Mensch. Der Autor Hubert Fichte. In: testcard #7: Pop und Literatur.
  6. Boris Kerenski. Abgerufen am 7. September 2018.
  7. eZ Systems: Florian Vetsch / Boris Kerenski (Hsg.): Tanger Telegramm / Bücher / Home - bilgerverlag. Abgerufen am 7. September 2018 (deutsch).
  8. eZ Systems: Florian Vetsch / Boris Kerenski (Hsg.): Tanger Telegramm / Bücher / Home - bilgerverlag. Abgerufen am 7. September 2018 (deutsch).
  9. Boris Kerenski. Abgerufen am 7. September 2018.