Boris Reitschuster

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Boris Reitschuster (2016)

Boris Reitschuster (* 12. Mai 1971 in Augsburg) ist ein deutscher Journalist und Sachbuchautor. Reitschuster gilt als Osteuropa-Experte[1] und wurde bekannt durch seine Bücher über das zeitgenössische Russland. Er war von 1999 bis zum August 2015 Leiter des Moskauer Büros von Focus.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium bei St. Stephan in Augsburg im Jahr 1990 legte Reitschuster am Wissenschaftlichen Zentrum der Moskauer Ökonomisch-Statistischen Hochschule die Prüfung als Dolmetscher ab. Von 1992 bis 1994 war er Moskau-Korrespondent für das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt, das Darmstädter Echo und die Thüringer Allgemeine. Nach einem Volontariat bei der Augsburger Allgemeinen Zeitung von 1995 bis 1997 arbeitete er zunächst für die Nachrichtenagenturen dpa und AFP in Augsburg und München. Von November 1999 bis August 2015 war er Leiter des Moskauer Büros des Nachrichtenmagazins Focus. Reitschuster setzt sich in seinen Büchern und Artikeln kritisch mit dem politischen System Russlands auseinander, insbesondere ist er ein Kritiker des Präsidenten Wladimir Putin (vgl. Russlandberichterstattung in Deutschland). 2008 wurde er für seinen "hohen persönlichen Einsatz für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit und damit für die Wahrung von Bürger- und Menschenrechten" in Russland mit der Theodor-Heuss-Medaille geehrt.[3]

Reitschuster gab mehrfach an, im Rahmen seiner journalistischen Arbeit in Russland Morddrohungen erhalten zu haben. Aus diesem Grund sei er 2011 gezwungen gewesen, nach Deutschland zurückzukehren.[4][5][6] Bis zur Schließung des Korrespondentenbüros im August 2015 blieb er Büroleiter des Focus in Moskau.[7] Seither ist Reitschuster als Autor und Journalist für verschiedene Medien tätig;[8] beim rechtsliberalen Blog Tichys Einblick hat er u. a. die Kolumne Frontbericht aus Charlottengrad.[9] Darüber hinaus ist Reitschuster auch auf Twitter aktiv.[10]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boris Reitschuster beschreibt in seinen Sachbüchern das zeitgenössische Russland. Bislang sind von ihm erschienen:

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit tagesschau.de
  2. focus.de: Boris Reitschuster
  3. FOCUS Online: FOCUS-Korrespondent geehrt. Abgerufen am 23. Juli 2019.
  4. Deutschlandfunk: Putins geheime Online-Armee.
  5. Webseite von Arte-TV vom 19. Februar 2014. (Memento des Originals vom 29. Mai 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.arte.tv
  6. FOCUS-Online-Autor Boris Reitschuster. Lebenslauf auf FOCUS-Online. Abgerufen am 5. März 2015.
  7. Timo Niemeier: "Focus" trennt sich von Boris Reitschuster, dwdl.de vom 25. Februar 2014.
  8. Website von Boris Reitschuster
  9. Boris Reitschuster. Abgerufen am 27. Mai 2019.
  10. Wenn Boris Reitschuster über den Frankfurter Hauptbahnhof twittert. In: Frankfurter Rundschau. Abgerufen am 5. August 2019.