Boris von Poser

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Boris von Poser (* 1967 in München) ist ein deutscher Theaterregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Heidelberg aufgewachsen, studierte von Poser zunächst Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien. Er entstammt der Familie von Poser und Groß-Naedlitz. Zwischen 1990 und 1992 war er Regieassistent bei Peter Zadek am Wiener Akademietheater sowie an den Münchner Kammerspielen.[1][2] Anschließend nahm er Engagements an verschiedenen Theaterbühnen wahr, unter anderem am Theater der Stadt Heidelberg, dem Schauspiel Leipzig und den Münchner Kammerspielen.

Seine Inszenierung von Gesine Danckwarts Girlsnightout in den Sophiensaelen (Berlin) wurde 2002 für den Friedrich-Luft-Preis nominiert; die Zeitschrift Theater heute nominierte von Poser im Jahr darauf in der Kategorie „Nachwuchsregisseur des Jahres“.[1][2]

Von Poser arbeitet sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater. Seit 2008 nimmt er Lehraufträge an verschiedenen Schauspielschulen wahr und ist Autor des Buches „Traumberuf Regisseur“.[1]

Inszenierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Korbes, Tankred Dorst, Pfalztheater Kaiserslautern
  • 1996 Die Nächte der Schwestern Brontë, Susanne Schneider, Theater der Stadt Heidelberg
  • 1998 Das Fest des Lamms, Leonora Carrington, Theater K., Aachen
  • 1999 Ippolit hat sein Sterben auf übermorgen verschoben, um sich mit Ihnen zu treffen, nach F. M. Dostojewski, Sophiensaele, Berlin (Gastspiele am Schauspiel Hannover und dem Schauspielhaus Zürich, von 2001 bis 2005 im Repertoire der Münchner Kammerspiele)
  • 2001 Kupsch, Tankred Dorst, Deutsches Theater Göttingen (Uraufführung)
  • 2002 GIRLSNIGHTOUT, Gesine Danckwart, Sophiensaele, Berlin
  • 2003 Spinnen, Sabine Wen-Ching Wang, Kammerspiele München (Autorentage)
  • 2003 Der Verlorene, nach Hans Ulrich Treichel, Sophiensaele, Berlin
  • 2003 Gier, Sarah Kane, Schauspiel Leipzig
  • 2004 Vorher/Nachher, Roland Schimmelpfennig, Schauspiel Leipzig
  • 2004 Licht, Oper nach Dea Loher, Neuköllner Oper, Berlin
  • 2004 Blaubart, Ludwig Tieck, Schauspiel Leipzig
  • 2005 Wilde/Mann mit traurigen Augen, Händl Klaus, Kammerspiele München
  • 2005 Ein Mond für die Beladenen, Eugene O`Neill, Schauspiel Leipzig
  • 2006 Down Below - Unten, nach Leonora Carrington, Staatstheater Karlsruhe
  • 2007 Zweifel, John Patrick Shanley, Staatstheater Karlsruhe (deutsche Erstaufführung)
  • 2008 Das Jahr magischen Denkens, Joan Didion, Ernst Deutsch Theater, Hamburg (deutsche Erstaufführung)
  • 2010 Lunatics, ein Musiktheaterprojekt mit Werken von Arnold Schönberg, Peter Maxwell Davies und Luigi Nono, Kunstfest Weimar pèlerinages
  • 2013 Die Kontrakte des Kaufmanns, Elfriede Jelinek, Stiftung Neuhardenberg
  • 2014 Das Hörrohr, nach Leonora Carrington, Renaissancetheater Berlin
  • 2015 Amphitryon, Heinrich von Kleist, Anhaltisches Theater Dessau
  • 2016 Ein Bild von Ivan, nach Paula Fox, Schauburg München

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Boris von Poser. Lehnschulzen Hofbühne Viesen; abgerufen am 4. Januar 2013.
  2. a b Boris von Poser. Münchner Kammerspiele; abgerufen am 4. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Website von Boris von Poser [1]