Borkwalde

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Borkwalde führt kein Wappen
Borkwalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Borkwalde hervorgehoben
52.2512.83305555555662Koordinaten: 52° 15′ N, 12° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Brück
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 4,89 km²
Einwohner: 1487 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 304 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14822
Vorwahl: 033845
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 056
Adresse der Amtsverwaltung: Ernst-Thälmann-Str. 59
14822 Brück
Webpräsenz: www.borkwalde.de
Bürgermeister: Renate Krüger (Die Linke)
Lage der Gemeinde Borkwalde im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig Beelitz Beetzsee Beetzseeheide Bensdorf Borkheide Borkwalde Brück Buckautal Golzow Görzke Gräben Havelsee Kleinmachnow Kloster Lehnin Linthe Linthe Michendorf Mühlenfließ Niemegk Nuthetal Päwesin Planebruch Planetal Rabenstein/Fläming Rosenau (Brandenburg) Roskow Schwielowsee Seddiner See Stahnsdorf Teltow Treuenbrietzen Wenzlow Werder (Havel) Wiesenburg/Mark Wollin Wusterwitz Ziesar Groß Kreutz BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Borkwalde ist wie seine Nachbargemeinde Borkheide eine relativ junge Waldgemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg und Teil des Amtes Brück und gleichzeitig die jüngste Ortschaft in diesem Amt.

Der Ort liegt südwestlich des Berliner Ringes zwischen Beelitz und Kloster Lehnin. Im Westen und Süden wird Borkwalde vom Truppenübungsplatz Lehnin und im Osten von einem 100 Hektar großen „Vorsorgestandort für großflächige gewerblich-industrielle Vorhaben“ eingeschlossen.

Die Besiedlung von Borkwalde[Bearbeiten]

Noch bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bestand das heutige Borkwalde nur aus Wald. Borkwalde entstand aus dem Verkauf von Wäldern, die Kaniner und Busendorfer Großbauern gehörten. Es gibt dabei keinen Zusammenhang mit der Entstehung der Gemeinde Borkheide. Als erster Besitzer der Kolonie Borkwalde wird der Justizrat Bredereck aus Berlin genannt. Er platzierte im Jahr 1912 in sehr kurzer Zeit 150 Morgen Waldterrain. Immer mehr Berliner bauten in der ruhigen Waldlandschaft Häuser und Lauben; vor allem für die Wochenenden. So entstand der heute Alt-Borkwalde genannte Siedlungsteil.

In den 1920er Jahren setzte wiederum ein großer Besiedlungsboom ein und das Gebiet wurde um die Kolonie Saalberg erweitert. Am 19. April 1928 gründeten die Siedler den Grundbesitzerverein Siedlung Wochenende, der 1932 seinen Namen in Grundbesitzverein Borkwalde änderte. Das Jahr dieser Namensänderung betrachten die Borkwalder als ihr Gründungsjahr. Obwohl amtlich nur wenige Einwohner registriert waren, hielten sich an den Wochenenden teilweise bis zu 3000 Menschen in der Waldsiedlung auf. Die Deutsche Reichsbahn warb sogar mit einer Siedlerkarte; wer weniger als 30 m² Wohnfläche besaß, konnte am Wochenende für 60 Pfennige von Berlin nach Bork fahren.

Auch in neuerer Zeit entstanden auf einer Fläche von 35 Hektar zahlreiche Eigenheime und Mehrfamilienhäuser – fast ausschließlich als farbenfrohe Holzhäuser („Schwedensiedlung“). Es handelt sich dabei um die deutschlandweit größte zusammenhängende Holzhaussiedlung.

Erste urkundliche Erwähnung[Bearbeiten]

Obwohl Borkwalde eine sehr junge Gemeinde ist, birgt seine Entstehungsgeschichte bereits viele Unsicherheiten. Entgegen der Annahme vieler Einwohner besteht – bis auf die Wahl des Ortsnamens – nur indirekt ein Zusammenhang mit der Entstehung des Nachbarortes Borkheide. Geht man davon aus, dass die erste urkundliche Erwähnung mit Archivierung der Nachweise das Gründungsjahr datiert, stimmt das bisherige Gründungsdatum im Jahr 1932 wohl nicht. Vielmehr geht die Gemeindevertretung nach neuesten Funden der Ortschronistin nun davon aus, dass die Gründung bereits im Jahr 1912 erfolgte. Entsprechende Akten einer Baugenehmigung wurden beim Amtsgericht Charlottenburg gefunden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1946 763
1950 569
1964 580
1971 481
1981 394
1985 375
1989 379
1990 391
1991 392
Jahr Einwohner
1992 395
1993 432
1994 698
1995 1068
1996 1239
1997 1330
1998 1315
1999 1287
2000 1351
Jahr Einwohner
2001 1389
2002 1362
2003 1397
2004 1472
2005 1529
2006 1544
2007 1548
2008 1576
2009 1569
Jahr Einwohner
2010 1564
2011 1480
2012 1455
2013 1459
2014 1487

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[2][3] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem Bürgermeister.

  • Die Linke: 3 Sitze
  • Borkwalder Notgemeinschaft: 3 Sitze
  • Wir in Borkwalde: 2 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ortszentrum befindet sich ein denkmalgeschützter Gedenkstein für Ernst Thälmann sowie eine als Bodendenkmal ausgewiesene Grenzmarkierung.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Borkwalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 14–17
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  4. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  5. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Potsdam-Mittelmark (PDF; 377 kB)