Bormio

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Bormio
Wappen
Bormio (Italien)
Bormio
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Sondrio (SO)
Lokale Bezeichnung Bórm
Koordinaten 46° 28′ N, 10° 22′ OKoordinaten: 46° 27′ 54″ N, 10° 22′ 23″ O
Höhe 1225 m s.l.m.
Fläche 41 km²
Einwohner 4.121 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 101 Einw./km²
Postleitzahl 23032
Vorwahl 0342
ISTAT-Nummer 014009
Schutzpatron Gervasius und Protasius (7. April)
Website Bormio

Bormio (veraltete deutsche Bezeichnung: Worms im Veltlin[2], rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Buorm?/i) ist eine Gemeinde in der norditalienischen Provinz Sondrio (Region Lombardei).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bormio ist der Hauptort des oberen Veltlins. Er befindet sich auf 1225 m s.l.m. und bedeckt eine Fläche von 41 km². In dem Ort leben 4121 Einwohner (Stand 31. Dezember 2015).

Zu erreichen ist Bormio z. B. aus dem Trentino über den Tonalepass und Gaviapass, vom Comersee durch das Veltlin sowie von Livigno über den Foscagno-Pass. Diese Routen sind ganzjährig befahrbar. Im Sommer ist Bormio auch vom schweizerischen Münstertal aus über den Umbrailpass und vom Vinschgau in Südtirol aus über das Stilfser Joch erreichbar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grafschaft Bormio, an deren Spitze die Bündner einen Podestà mit zweijähriger Amtsdauer stellten, hatte eine äußerst interessante Organisation in gerichtlicher, legislativer und administrativer Hinsicht. Bormio genoss mehr Freiheiten als der untere Teil des Veltlins und litt weniger unter der Verwaltung der Bündner. Seine Schwefelthermen (schon von Plinius dem Jüngeren und Cassiodor erwähnt) und die Frühlingsbadefahrten nach Bormio haben im 16. und 17. Jahrhundert in der Schweiz großen Anklang gefunden. Während der Bündner Wirren litt es stark unter den militärischen Operationen, da die Wiedereroberungsversuche der Bündner meist mit einem Angriff auf Bormio begannen (Zug der Berner und Zürcher 1620, Wormserzug 1621, Eroberung des Veltlins durch Henri II. de Rohan 1635).[3][4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International bekannt ist Bormio als Thermalzentrum und Wintersportort. 1985 und 2005 fand hier die Alpine Skiweltmeisterschaft statt, jährlich gastiert auf der Pista Stelvio der Alpine Skiweltcup. Insgesamt gibt es 50 km präparierte Skipisten mit 16 Ski-Liften. Die längste Abfahrt ist 6 km lang.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bormio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Martin Bundi: Bormio In: Historisches Lexikon der Schweiz
  3. Bormio auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 29. Juni 2017).
  4. Martin Bundi: Bormio. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  5. Abbondio Canclino auf archive.org/stream (abgerufen am 31. Dezember 2016).
  6. Antonio Canclino auf archive.org/stream (abgerufen am 31. Dezember 2016).
  7. Gioachimo Alberti auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 9. Mai 2017).
  8. Carlo Marni. In: Sikart , abgerufen 20. Januar 2016.
  9. Bianchi, Cesare. In: Sikart , Zugriff am 18. August 2015