Borsigplatz

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Borsigplatz
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 31′ 24″ N, 7° 28′ 54″ O
Höhe: ca. 80 m ü. NN
Fläche: 6,55 km²
Einwohner: 12.917 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.971 Einwohner/km²
Postleitzahl: 44145
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 06
Stadtbezirk AplerbeckStadtbezirk BrackelStadtbezirk EvingStadtbezirk HombruchStadtbezirk HördeStadtbezirk HuckardeStadtbezirk Innenstadt-NordStadtbezirk Innenstadt-OstStadtbezirk Innenstadt-WestStadtbezirk LütgendortmundStadtbezirk MengedeStadtbezirk ScharnhorstKarte
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Lage von Borsigplatz in Dortmund
Gebäude am Borsigplatz

Der Borsigplatz in Dortmund liegt nordöstlich der Innenstadt im östlichen Bereich der Dortmunder Nordstadt. Der Borsigplatz ist eine kreisförmige Verkehrsführung mit sechs sternförmig angeordneten Zufahrtsstraßen. Rechtlich gesehen ist er, entgegen der weit verbreiteten Meinung, kein Kreisverkehr, da vor den Zufahrten keine Kreisverkehrsschilder aufgestellt sind. Die begrünte Innenfläche ist von Bäumen umstanden und wird von einer Stadtbahnlinie durchquert. Der Platz ist Namensgeber für den umliegenden Statistischen Bezirk des Stadtbezirkes Innenstadt-Nord.

Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benennung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dortmund Borsigplatz Kreisverkehr
Dortmund Borsigplatz Eckgebäude
Dortmund Borsigplatz Eckgebäude
Dortmund Borsigplatz Eckgebäude
Meisterfeier auf dem Borsigplatz 2012

Benannt ist der Borsigplatz nach Albert Borsig (1829–1878), der als Leiter der von seinem Vater August Borsig gegründeten Borsigwerke 1872 die in unmittelbarer Nähe an der Borsigstraße gelegene Maschinenfabrik Deutschland (MFD) mitbegründete.

Bekannt wurde der Borsigplatz durch seine Nähe zum Haupteingang der ehemaligen Westfalenhütte der Hoesch AG, vor allem aber durch den Fußballverein Borussia Dortmund (BVB). Dieser wurde in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes gegründet und war bis in die 1950er Jahre tief im Borsigplatzviertel verwurzelt. An der Stelle des heutigen Hoeschparks befand sich auch das erste Stadion des Vereins, die Weiße Wiese. Um den Park bauen zu können, enteigneten die Nationalsozialisten den Fußballverein in den 1930er Jahren ohne Entschädigung, die Spiele mussten fortan im Stadion Rote Erde des bürgerlichen Südens ausgetragen werden. Damit begann auch die langsame Entfremdung von der alten Heimat. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren am Borsigplatz mehrere Kinos beheimatet.

Nach größeren Titelgewinnen der Borussia finden auf dem Platz oft Feierlichkeiten der Fans und oft auch der Mannschaft einschließlich eines Autokorsos statt. Der Ausspruch den Borsigplatz schwarz-gelb streichen ist unter Anhängern des BVB ein geflügeltes Wort für entsprechende Feierlichkeiten und beruht auf einer wahren Begebenheit nach dem Erringen des Europapokals der Pokalsieger 1966 durch Borussia Dortmund. In der Bundesliga-Saison 2007/2008 fand ein neues Lied namens Am Borsigplatz geboren schnell Eingang ins Gesangsrepertoire der Dortmunder Fans.

Baudenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Borsigplatz ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistischer Bezirk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Niedergang der Montanindustrie im Ruhrgebiet hat auch das Stadtviertel um den Borsigplatz in Mitleidenschaft gezogen. Die Arbeitslosigkeit in der Dortmunder Nordstadt ist besonders hoch, da hier traditionellerweise die Arbeiter der örtlichen Schwerindustrie siedelten. Aber die äußerlichen Zeichen des Verfalls werden weniger, da Gebäude renoviert und Fassaden verschönert werden.[3]

Jahr Einw.
1987 11.304
2003 11.059
2008 11.106
2013 11.650
2015 12.596

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2015 lebten 12.596 Einwohner im Bezirk Borsigplatz. Strukturdaten der Bevölkerung im Bezirk Borsigplatz: Minderjährigenquote: 27,8 % (Dortmunder Durchschnitt: 19,4 %), Altenquote: 13,7 % (Dortmunder Durchschnitt 30,0 %), Ausländeranteil: 50,9 % (Dortmunder Durchschnitt 16,3 %), Arbeitslosenquote: 24,9 % (Dortmunder Durchschnitt 12,3 %). Das Durchschnittseinkommen liegt ca. 45 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht Dortmunder Statistik 2017 – Bevölkerung (PDF-Datei)
  2. Nr. A 0296. Denkmalliste des Stadtbezirks Innenstadt-Nord. In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014; abgerufen am 6. Mai 2014 (PDF, Größe: 46,4 kB).
  3. Borsigplatz – Tonaufnahme vom berühmtesten Kreisverkehr in Dortmund

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Borsigplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Der Borsigplatz 2008