Borstenmäuler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Borstenmäuler
Gonostoma elongatum

Gonostoma elongatum

Systematik
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überkohorte: Clupeocephala
Kohorte: Euteleosteomorpha
Unterkohorte: Stomiatii
Ordnung: Maulstachler (Stomiiformes)
Familie: Borstenmäuler
Wissenschaftlicher Name
Gonostomatidae
Gill, 1893

Die Borstenmäuler (Gonostomatidae, Syn.: Diplophidae) sind Bewohner der Tiefsee. Die Familie besteht aus etwa 30 Arten in acht Gattungen. Sie leben im Atlantik, im Pazifik und im Indischen Ozean, Cyclothone auch im Südpolarmeer. Neben der Leuchtfischgattung Vinciguerria gilt Cyclothone als eine der beiden individuenreichsten Wirbeltiergattungen der Welt.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Borstenmäuler haben ein bizarres Aussehen, Leuchtorgane, die grünes oder rotes Licht abgeben, an der Unterseite des Körpers und Fangzähne in großen, tief gespaltenen Mäulern. Sie haben langgestreckte aber niemals stark abgeflachte Körper. Ihre Länge bleibt mit 2,9 bis 20 Zentimetern eher klein. Die Anzahl der Wirbel liegt bei 29 bis 94. Eine Fettflosse kann vorhanden sein oder fehlen. Die Afterflosse ist langgestreckt und wird von 16 bis 69 Flossenstrahlen gestützt. Die Anzahl der Branchiostegalstrahlen liegt bei 12 bis 16.

Die Cyclothonen haben nur kleine Zähne und schnappen Planktonkrebse (zum Beispiel Copepoden) auf oder seihen sie (bei entsprechender Dichte) aus dem Wasser. Oft haben die schwarzen Tiere keine Schuppen.

Fossilien von Fischen aus der Familie Gonostomatidae fand man in Schichten aus dem Miozän.

Gattungen und Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph S. Nelson, Terry C. Grande, Mark V. H. Wilson: Fishes of the World. John Wiley & Sons, 2016, ISBN 978-1-118-34233-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Borstenmäuler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien