Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

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Botanischer Garten mit Blick auf das Schloss Trauttmansdorff
Botanischer Garten
Botanischer Garten mit Blick auf das Schloss Trauttmansdorff

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff liegen am östlichen Stadtrand von Meran in Südtirol/Italien. Der nach seinem Wahrzeichen – Schloss Trauttmansdorff – benannte botanische Garten der Kurstadt Meran nimmt eine Fläche von rund zwölf Hektar ein. Natur- und Kulturlandschaften aus aller Welt, botanische Raritäten, Themengärten sowie lokale Vegetationsbilder des Landes Südtirols bilden die Schwerpunkte in der Gartengestaltung. Im Vergleich zu einem klassischen Botanischen Garten, dessen Bepflanzung sich vorwiegend auf ebenen Flächen gestaltet, erstrecken sich die Gärten rund um das Schloss über einen Höhenunterschied von rund 100 Metern. Mit ca. 400.000 Besuchern pro Jahr steht der 2001 eröffnete botanische Garten an der Spitze der meistbesuchten Freizeiteinrichtungen Südtirols. Im Schloss selbst ist das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus, das Touriseum, untergebracht.

Gartenwelten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kurstadt Meran mit ihrem ausgesprochen milden Herbst und Winter pflegt seit mehr als 150 Jahren die Tradition des Experimentierens mit exotischen Gehölzen. Somit prägen Palmengewächse, Magnolien, Ginkgo u.v.m. schon traditionell das Stadtbild. Die Hanglage – die landschaftliche Einbettung der Gärten erinnert an ein Amphitheater – eröffnet zudem weitere gestalterische Dimensionen: Exemplarisch seien die „blühenden Lehmwände“ genannt, ein nahezu senkrecht angelegtes Blumenbeet an einem aufwendig befestigten Lehmsteilhang. Um bereits der ersten Besuchergeneration einen botanischen Garten mit der Qualität einer Erholungsstätte zu bieten, wurden die Gärten von Schloss Trauttmansdorff mit weitgehend „erwachsenen“ Pflanzen ausgestattet.

Die Waldgärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Waldgärten nördlich des Schlosses zeigen vorwiegend Naturlandschaften aus Gebieten unserer Erde, die ähnliche klimatische Bedingungen wie Meran aufweisen. Sie wachsen hier in Form kleinteiliger Wälder, in denen typische Bäume und Sträucher der jeweiligen Herkunftsregion zusammengefasst sind: So finden sich beispielsweise Immergrüne Laubwälder – sogenannte Lorbeerwälder – aus Ostasien und Florida, sommergrüne Laubwälder aus dem östlichen Nordamerika, aus Südamerika sowie aus China, Nadelwälder mit Berg- und Küstenmammutbäumen aus dem Westen Nordamerikas sowie ein Sumpfzypressenwald aus dem Mississippi-Gebiet. Neben diesen Naturlandschaften stellen die Waldgärten Kulturlandschaften vor, etwa asiatische Reis- und Teefelder, einen amerikanischen Nutzgarten, einen Japanischen Garten und ein urzeitliches Tal mit „lebenden Fossilien“ wie Farn, Ginkgo u. v. a., aber auch Themengärten mit Rhododendren, Pfingstrosen, Zierkirschen.

Die Sonnengärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Schwerpunkt der Sonnengärten bilden Natur- und Kulturlandschaften der Mittelmeerländer. Auf dem sonnigen Südhang unterhalb von Schloss Trauttmansdorff wachsen Kork- und Steineichen als Beispiele für die ursprüngliche Vegetation des Mittelmeergebiets. Heute dominieren Hartlaubgewächse die Degradationsformen dieser Naturlandschaften: In den gestrüppartigen Landschaften der Macchia und Garigue gedeihen Erdbeerbaum, Pistazie, Immergrüner Schneeball, Zistrose und aromatische Zwergsträucher wie Oregano, Rosmarin, Salbei oder Bohnenkraut. Von den vielfältigen Kulturpflanzen der Mittelmeerregion zeigen die Gärten eine Limonaia mit diversen Zitrusarten, den nördlichsten Olivenhain Italiens, eine Salbeisammlung mit mehr als 150 Arten und Sorten, Reben, Granatapfel-, Maulbeer- und Feigenbäume sowie eine Sukkulentensammlung mit Kakteen, Aloen und Agaven.

Die Wasser- und Terrassengärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasser- und Terrassengärten präsentieren Beispiele europäischer Gartenarchitektur. Streng geometrisch angeordnete Beete, kugelförmig oder rechteckig geschnittene Buchsbäume und ein Irrgarten sind Merkmale eines Italienischen Gartens der Renaissance. Der Englische Staudengarten orientiert sich ebenfalls an geometrischen Formen. Blühende Sträucher und Stauden im Wandel der Jahreszeiten lockern im Cottage-Garten die starren Formen jedoch auf. Im Sinnesgarten gedeihen aromatische Zwergsträucher in Hochbeeten, die den Besuchern ermöglichen, die Pflanzen zu ertasten und an ihnen zu riechen. Am Fuße der formalen Gärten liegt ein Teich mit Seerosen und Lotosblumen, den am gegenüberliegenden Ufer ein Palmenwald säumt. In Themengärten zusammengefasst finden sich Duftrosen, Passionsblumen, Clematis und Staudenpfingstrosen.

Die Landschaften Südtirols[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein natürlich gewachsener Flaumeichenwald säumt die Hänge der Landschaften Südtirols; in ihm ließ Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn bei ihrem Aufenthalt in Meran Spazierwege anlegen – diese sind übrigens bis heute weitgehend erhalten. Unterhalb des Waldes zeigt ein Auwald die ursprüngliche Vegetation des Etschtals. Als traditionelle Kulturlandschaften präsentiert der botanische Garten hier eine Streuobstanlage mit alten, heute kaum noch kultivierten Sorten, auf „Pergl“ gezogene Weinreben mit autochthonen Sorten sowie einen typischen, von einem geflochtenen Speltenzaun eingefassten Südtiroler Bauerngarten mit Gemüse, Kräutern und Zierpflanzen.

Botanische Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den mehr als 80 Gartenlandschaften aus aller Welt, die sich auf die vier Gartenwelten verteilen, legen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff großes Augenmerk auf den Erhalt und die Pflege alter Arten und Sorten. Beispiele für botanische Raritäten sind u. a.:

  • Wollemie (Wollemia nobilis): 1994 entdeckte ein australischer Wildhüter diese ausgestorben geglaubte Konifere, die sich seit der Urzeit genetisch so gut wie nicht verändert hat. Ein Exemplar dieses urzeitlichen Nadelbaums ist seit 2006 in den Waldgärten zu besichtigen.
  • 700 Jahre alter Olivenbaum: Der Olivenbaum ist einer der langlebigsten Kulturpflanzen der Welt. Ein 700 Jahre altes und knapp sechs Tonnen schweres Exemplar mit einem Durchmesser von knapp einem Meter wurde in die Sonnengärten unterhalb des Schlosses gepflanzt.
  • Versoaln – die größte und vermutlich älteste Rebe der Welt: Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff haben die Patenschaft für diese 350 Jahre alte autochthone Rebe übernommen. Das Blätterdach des Weinstocks, der bei Schloss Katzenzungen im nahen Prissian/Tisens wächst, hat eine Fläche von rund 350 m².
  • Zeugen uralter Weinbaugeschichte: Georgien, das älteste Weinbauland der Welt, übergab an Südtirol, dass älteste Weinbaugebiet im deutschen Sprachraum, ein Gold-Replikat eines 7000 Jahre alten Traubenkerns. Die Gärten stellen dieses Replikat sowie 2400 Jahre alte Traubenkerne aus, die vor wenigen Jahren nahe der Laimburg im Südtiroler Unterland gefunden wurden.
  • Blütenhöhepunkte: Unter den Pflanzen, die den Gärten die gesamte Saison über einen stetig wechselnden Anstrich verleihen, findet sich auch eine eigens in Holland kreierte Züchtung, die Tulpe ‘Trauttmansdorff‘.

Sissi – Kaiserin Elisabeth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büste im Garten

Meran und im Besonderen Schloss Trauttmansdorff zählten zu den bevorzugten Destinationen der reisefreudigen Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn. Zweimal – 1870 und 1889 – weilte die Kaiserin, allgemein liebevoll Sissi genannt, dort auf Winterkur. In demselben Jahr erlebte Meran seinen ersten, vergleichsweise großen Ansturm an Wintergästen: Es begann der Aufstieg Merans zum Kurort von europäischem Rang. Durch den natürlich gewachsenen Flaumeichenwald ließ Kaiserin Elisabeth einen Weg anlegen. Bei Errichtung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff wurde dieser Weg als Sissi-Promenade revitalisiert; einige der seinerzeit zur Verschönerung der Wege gesetzten Pflanzen, eine bronzene Sissi-Büste und die Sissi-Räume im Touriseum erinnern an den Aufenthalt der Monarchin. Ein Sissi-Weg führt zudem von den Gärten von Schloss Trauttmansdorff in das Zentrum der Stadt Meran. Die Gärten sind Teil der sogenannten Sisi-Straße, einer europäischen Kulturroute zu Schlössern und Städten, die im Leben der Monarchin eine besondere Rolle spielten. Baron von Deuster, ehemaliger Besitzer von Schloss Trauttmansdorff, ließ zu Ehren Kaiserin Elisabeths eine Bank aus Marmor errichten, die heute auf einer Marmortreppe vor dem Schloss steht.

Kunst und Erlebnis in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff präsentieren sich als junger, innovativer botanischer Garten. Im Gegensatz zu gewachsenen botanischen Gärten, die sich u. a. durch jahrhundertealte Baumbestände auszeichnen, pflegen die jungen Gärten von Schloss Trauttmansdorff eine alternative Herangehensweise: einerseits mit dem Konzept eines botanischen Gartens als Erholungs- und Erlebnisort andererseits mit der didaktischen Vermittlung von Wissenswertem aus der Welt der Pflanzen.

Die zehn Künstlerpavillons[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pavillon 5
Pavillon 6
Pavillon 9
Pavillon 10

Der botanische Garten als Ort des Innehaltens und der Kontemplation pflegt seit jeher auch eine enge Zwiesprache mit der Kunst. In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff manifestiert sich dies in den Künstlerpavillons, die nicht nur ihren ursprünglichen Zweck als Rückzugsort und Ruhepol erfüllen, sondern auf ästhetisch-verspielte und lehrreiche Weise Vorgänge in der Natur interpretieren.

  • Pavillon 1: Zierpflanzen aus aller Welt
    • Masten, Segel und Kisten stehen für die historischen Schiffsreisen, von denen sogenannte Pflanzenjäger exotische Gehölze nach Europa mitbrachten.
  • Pavillon 2: Sommergrüne Laubwälder in Amerika und Asien
    • Ein Dach aus Metallblättchen, die sich im Wind bewegen, erinnert an das Licht-Schatten-Spiel in sommerlichen Laubwäldern.
  • Pavillon 3: Duftorgel
    • In an Orgelpfeifen erinnernden Metallrohren verbergen sich mediterrane Düfte, die es zu erraten gilt.
  • Pavillon 4: Pflanzen aus Ländern mit mediterranem Klima
    • Ein weißes Gebäude vermittelt, wie Häuser und Pflanzen sich nach ähnlichen Prinzipien vor großer Hitze schützen.
  • Pavillon 5: Flaumeichenwald
    • Ein Gittergerüst aus Baustahl zwängt Stämme der krummwüchsigen Flaumeiche in eine strenge Form.
  • Pavillon 6: Sukkulente Pflanzen
    • Ein begehbarer Kugelkaktus aus Stahl demonstriert das feuchte Innere von Sukkulenten.
  • Pavillon 7: Pflanzen im Wasser
    • Im Seegrund verwurzelte Wasserpflanzen ähneln auf den Kopf gestellten Booten mit Masten.
  • Pavillon 8: Kulturlandschaft ersetzt Naturlandschaft
    • Spalierobst und auf „Pergln“ gezogene Reben symbolisieren die heimische Kulturlandschaft.
  • Pavillon 9: Pflanzen im Frühling
    • Farbige, biegsame Stangen, an denen Glöckchen befestigt sind, „läuten“ den Frühling ein.
  • Pavillon 10: Pflanzen im Herbst
    • Eine begehbare rostige Stahlkuppel, an der Plexiglasplättchen in den Farben des Herbstes schimmern, erinnert an einen Laubhaufen.

Temporäre Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verflechtung zwischen Botanik und Kunst zeigt sich auch in den Sonderausstellungen, die alle zwei Jahre in der Remise des Schlosses und an diversen Schauplätzen im Garten stattfinden. Die Gestaltung der Ausstellungen erfolgt in Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden. Ziel der Ausstellungen mit dem Fokus auf eine ästhetisch anspruchsvolle Annäherung an botanische Themen ist die Informationsvermittlung bei gleichzeitig hohem Erlebniswert.

  • 2006 Mythos Ginkgo: Botanische und kulturelle Besonderheiten eines „lebenden Fossils“, das heute zahlreiche Alleen der Stadt Meran ziert.
  • 2008 Alles Palme!: Die Palme ist eine der vielfältigsten Pflanzen der Welt, sie bietet Millionen von Menschen eine Lebensgrundlage. In Meran ist die Hanfpalme vor verschneiten Bergspitzen ein beliebtes Fotomotiv.
  • 2010 Himmlische Düfte und Höllengestank!: Weshalb geben Pflanzen Düfte und Gerüche ab und welche Rolle spielen ätherische Öle, Harze und Balsame von der Antike bis heute?
  • 2012 Wurzel, Knolle & Co. – die verborgene Wunderwelt: Erstaunliche Tricks und Strategien der Pflanzen, die ihnen tief verwurzelt ihr Überleben sichern. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Verwertung von Wurzeln und Knollen durch den Menschen.
  • 2014 Blümchensex? Eine botanische Aufklärung: Die Ausstellung zeigt wie Blüten verführen, täuschen und mit der Fauna im Team arbeiten, um ihre Art zu erhalten.

Erlebnisstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

4 Matteo Thun’sche Gucker
6 Bienenhaus

Ein weiteres Element zur Attraktivitätssteigerung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind sogenannte Erlebnisstationen, die über die gesamte Gartenanlage verteilt sind.

  • 1 Die Grotte mit Multimediashow
    • Eine zwölfminütige Multimediashow erzählt von der Entstehung der Erde und des ersten Lebens.
  • 2 Die Voliere
    • Am höchsten Punkt der Waldgärten führt ein Panorama-Steg aus Metallgittern durch eine Papageien-Voliere.
  • 3 Der Summfelsen
    • Kegelförmige Öffnungen im Porphyrfelsen demonstrieren, dass der Fels akustische Reize verzögert zurückgibt.
  • 4 Der Matteo Thun’sche Gucker
    • Architekt Matteo Thun errichtete 2005 in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff eine binokelförmige Aussichtsplattform, von der aus der Großteil der Gärten zu überblicken ist.
  • 5 Das Schaufenster Alpenzoo Innsbruck
  • 6 Das Bienenhaus
    • Ein großer begehbarer Bienenkorb beinhaltet einen Bienenstock; durch Glasscheiben kann man den Bienen bei der Arbeit zusehen.
  • 7 Die Libellenuhr
    • Eine kreisförmige Uhr zeigt die Flugperioden verschiedener heimischer Libellenarten an.
  • 8 Die Abenteuerbrücke
    • Hängebrücken führen durch die ursprünglichen Auwälder Südtirols.
  • 9 Das geologische Mosaik
    • Auf einer begehbaren Landkarte sind Muster der verschiedenen Gesteinsarten Nord- und Südtirols und des Trentino positioniert.
  • 10 Tiere im Garten
    • Als zusätzliche Attraktion, insbesondere für Familien, leben in den Gärten unter anderem Kaninchen, Pfaue, Papageien, Zackelschafe, Schlangen, Chinesische Enten, Japanische Karpfen.
  • 11 Die botanische Unterwelt
    • Ein 200 m langer Erlebnisparcours führt in den Berghang und durch multisensoriale Stationen, die das unterirdischen pflanzlichen Leben auf unterhaltsame und anschauliche Weise erzählen.
  • 12 Das Glashaus
    • Das Glashaus beherbergt ein Gewächshaus mit tropischen Nutzpflanzen und ein Terrarium mit Kleinsttieren aus aller Welt.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der botanische Garten bietet aufgrund seiner Größe und der Vielfalt seiner Angebote die Möglichkeit zur Austragung diverser Veranstaltungen: Neben den temporären Ausstellungen haben sich im Laufe der Jahre folgende Veranstaltungszyklen etabliert, die sich großen Besucherzustroms erfreuen.

  • Gartennächte
    • Die Bühne auf dem Seerosenteich wird jeden Sommer zum Austragungsort des mittlerweile größten World-Music-Festivals in Norditalien.
  • Trauttmansdorff nach Feierabend
    • Ebenfalls am Seerosenteich veranstalten die Gärten freitags von Juli bis August einen langen Aperitif mit Neuer Südtiroler Musik und speziellen Abendführungen.
  • Sissi-Frühstück
    • An mehreren Sonntagen im Juni gibt es auf der Sissi-Terrasse die Möglichkeit, ein imperiales Frühstück, begleitet von klassischer Musik, zu genießen.
  • Libellenführung
    • In den stehenden Gewässern der Gärten von Schloss Trauttmansdorff ist eine ganze Reihe von Libellenarten heimisch geworden. Monatliche Führungen informieren über das Leben dieser größten und schnellsten Insekten der Welt.
  • Erlebnispaket Gärten & Wein
    • Als traditionsreiches Weinland weist Südtirol eine Reihe autochthoner Sorten auf, die teilweise heute noch angebaut werden. Die entsprechenden von Spätsommer bis Herbst angebotenen Führungen beinhalten die Besichtigung der „Versoaln“-Rebe bei Schloss Katzenzungen sowie einen geführten Rundgang durch die Gärten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die besonderen klimatischen Bedingungen Merans und die mikroklimatische Vielfalt des Areals legten die Errichtung eines botanischen Gartens nahe. Der ehemalige Hof Trauttmansdorff war – nach Enteignung zur Zeit des Faschismus und nach Restitution – in den Besitz der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol übergegangen, die die Verwaltung ihrer Liegenschaften dem Land- und Forstwirtschaftliche Versuchszentrum Laimburg übertrug. 1989 fiel der Beschluss, das Versuchszentrum mit der Errichtung der Gärten zu beauftragen, sechs Jahre später sollte die Durchführung des Projektes in Angriff genommen werden. Nach sieben Jahren des intensiven Bauens und Bepflanzens eröffneten die Gärten von Schloss Trauttmansdorff ihre Pforten. Seither haben mehr als drei Millionen Menschen – Stand August 2010 – die Gärten besucht.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff werden von der Gutsverwaltung Laimburg unter Aufsicht der Südtiroler Landesverwaltung geführt. Präsident der Gärten ist der Landesrat Arnold Schuler, Direktor ist Daniel Bedin. In der Gartensaison beschäftigen die Gärten rund 100 Mitarbeiter.

Partnerschaften, Auszeichnungen und Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff pflegen eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Meran, Tourismusbetrieben und -vereinigungen etc. und sie stehen im Austausch mit botanischen Gärten und Vereinigungen aus aller Welt, darunter mit den Grandi Giardini Italiani. Unter mehreren Nennungen und Auszeichnungen wurden die Gärten für ihren „einzigartigen Innovationsgeist“ zum „schönsten Garten Italiens 2005“ gekürt, ein Jahr später zu „Europas Garten Nr. 6 2006“. Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens haben die Gärten von Schloss Trauttmansdorff 2006 den Bildband Trauttmansdorff. Die Gärten – I Giardini – The Gardens mit Bildern von Udo Bernhard und Texten von Ulrike Dubis herausgegeben. 2008 erschienen weiters ein Leporello sowie eine Kompaktversion des Bildbandes. Am 19. März 2013 wurden die Gärten von Schloss Trauttmansdorff zum Internationalen Garten des Jahres 2013 gewählt.[1]

Quellen und Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ... und der Garten-Oscar geht an: die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. In: provinz.bz.it. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, 20. März 2013, abgerufen am 12. Mai 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Botanischer Garten Meran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 46° 39′ 37″ N, 11° 11′ 8″ O