Boule-d’Amont

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Boule-d’Amont
Bula d’Amunt
Boule-d’Amont (Frankreich)
Boule-d’Amont
Region Okzitanien
Département Pyrénées-Orientales
Arrondissement Prades
Kanton Le Canigou
Gemeindeverband Communauté de communes Roussillon-Conflent
Koordinaten 42° 35′ N, 2° 37′ OKoordinaten: 42° 35′ N, 2° 37′ O
Höhe 234–1.348 m
Fläche 23,22 km2
Einwohner 62 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 3 Einw./km2
Postleitzahl 66130
INSEE-Code

Die Kirche Saint-Saturnin

Boule-d’Amont (auf Katalanisch Bula d’Amunt) ist eine französische Gemeinde mit 62 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Pyrénées-Orientales in der Region Okzitanien. Sie gehört zum Gemeindeverband Roussillon-Conflent.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boule-d’Amont liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Perpignan und 20 Kilometer nördlich der Grenze zu Spanien in den Aspres. Der Boulès fließt durch das Gemeindegebiet. Zur Gemeinde gehören mehrere Mas, zum Beispiel das Mas de l’Aiguader und das Mas d’Arçós.[1]

Karte von Boule-d'Amont

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster Serrabonne gehörte im 11. Jahrhundert den Augustiner-Chorherren, die die Klosterkirche 1151 vergrößern ließen. Im Jahre 1592 übergab Philipp II. von Spanien das Kloster dem Domkapitel von Solsona. Im Zuge des Pyrenäenfriedens wurde das inzwischen verfallene Kloster 1659 an Frankreich zurückgegeben. 1822 wurde der Weiler Serrabona eingemeindet.[1] Restaurierungsarbeiten am Kloster begannen erst 1947.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 3 Kilometer nördlich des Ortskerns steht die romanische Klosterkirche Serrabone aus dem 11. Jahrhundert, die als Monument historique (‚historisches Denkmal‘) klassifiziert ist und außerdem zu den Sites inscrits (‚eingetragene Orte‘) gehört.

Im Ortskern steht die Pfarrkirche Saint-Saturnin,[2] die ebenfalls aus dem 11. Jahrhundert stammt, sie wurde 1972 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques eingetragen.[3] Die Riegel am Eingangsportal stammen aus dem 13. Jahrhundert. In der Kirche befinden sich mehrere als Monument historique eingestufte Objekte, zum Beispiel ein Altarretabel und vier Statuen aus dem 18. Jahrhundert.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweige in Boule-d’Amont sind Weinbau und Obstbau. Lokale Produkte sind Pilze, Oliven und Baumheide zur Herstellung von Pfeifen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Boule d’Amont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Boule-d’Amont auf der Seite der Comcom Roussillon Conflent (französisch) Abgerufen am 3. November 2009
  2. Boule-d’Amont. In: Structurae
  3. Boule d’Amont in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 3. November 2009
  4. Boule-d’Amont in der base Palissy (französisch) Abgerufen am 3. November 2009
  5. Boule-d’Amont auf aoc-igp.fr (französisch).