Bourauel

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Bourauel
Gemeinde Eitorf
Koordinaten: 50° 46′ 45″ N, 7° 25′ 35″ O
Höhe: ca. 84 m ü. NHN
Einwohner: 250 (2014)[1]
Postleitzahl: 53783
Vorwahl: 02243
Bourauel (Nordrhein-Westfalen)
Bourauel

Lage von Bourauel in Nordrhein-Westfalen

Blick von der Küpp auf Bourauel
Blick von der Küpp auf Bourauel

Bourauel ist ein zur Gemeinde Eitorf in Nordrhein-Westfalen gehörendes ehemaliges Kapellendorf mit bergischen Fachwerkhäusern. Es liegt zwischen dem Nutscheid und der Sieg.

Die Ortschaft war bis zum 1. Januar 1935 Teil der Gemeinde Merten.[2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkreuz an einem Fachwerkhaus

Das Dorf wurde erstmals 1261 urkundlich erwähnt. Bourauel gehörte zur Honschaft Irlenbach. Früher war Bourauel Zentralort am Nordufer der Sieg für die Weiler

  • Bücherhof oder Bog, erstmals erwähnt 1656, ein untergegangener Halfenhof der Herren von Scheidt genannt Weschpfennig an der Sieg hinter Lützgenauel
  • Lützgenauel, erstmals erwähnt 1645 und noch selbstständig
  • Menghof, 1585 erstmals erwähnt, zwischen Bourauel und Lützgenauel gelegen und auch untergegangen
  • Brasshof, im östlichen Bourauel gelegen
  • Hombacher Mühle, am Schmelzbach (Sieg) gelegen, untergegangen
  • Hombach, 927 erstmals urkundlich erwähnt, heute ebenfalls ein Teil des Ortes Eitorf.

Dazu kamen vielleicht noch Weierhof und Bonnhof, die als Flurbezeichnungen erhalten blieben.

Oberhalb von Bourauel in der Nutscheid lagen

  • Thielenbach, erstmals 1436 erwähnt und Mittelpunkt einer eigenen Honschaft, aber auch untergegangen
  • Uhlersharth, 1656 erstmals erwähnt und nach 1843 untergegangen
  • Forsthaus Storch, untergegangen

und eventuell noch nahe der Römerstraße ein Brölerhof, auf den Flurnamen hindeuten.

Der heute noch oberhalb der Quelle des Mengbachs liegende Baumhof existierte im Mittelalter noch nicht.

Heute erinnert nur noch eine Straßenbezeichnung an den früher eigenständigen Ort Bourauel.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1821 hatte der Ort 137 Bewohner.[4]

1845 hatte Bourauel 185 Einwohner.[5]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Flurbezeichnungen gab es früher einen Weinanbau: Im Weinberg, Unterm Weinberg, Oben am Proffgarten und im alten Weingarten.

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen eigenen Karnevalsverein, einen Veedelszoch und einen Kapellenverein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gabriel Busch: Merten (Sieg). Verlag Reckingen & Co., Siegburg 1978.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde Eitorf, abgerufen am 22. Februar 2014 (Memento des Originals vom 9. November 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eitorf.de
  2. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Siegkreis. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2001).
  3. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII. Provinz Rheinland. Verlag des Königlichen statistischen Bureaus, Berlin 1888, S. 117 (online [PDF; 1,5 MB; abgerufen am 17. Dezember 2015]).
  4. Wörterbuch des preussischen Staats
  5. Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften…, Reg.-Bez. Köln, 1845