Bouxwiller (Bas-Rhin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bouxwiller
Wappen von Bouxwiller
Bouxwiller (Frankreich)
Bouxwiller
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Bouxwiller
Koordinaten 48° 50′ N, 7° 29′ O48.8252777777787.4830555555556221Koordinaten: 48° 50′ N, 7° 29′ O
Höhe 177–322 m
Fläche 25,59 km²
Einwohner 4.037 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 158 Einw./km²
Postleitzahl 67330
INSEE-Code
Website www.commune-bouxwiller.fr

Bouxwiller
Die ehemalige Synagoge beherbergt heute das Musée judéo-alsacien
Hinweis in Babenhausen auf die Partnerstadt

Bouxwiller (dt. Buchsweiler) ist eine französische Gemeinde mit 4037 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Bas-Rhin in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Umgebung von Bouxwiller lassen sich Siedlungsreste aus der Römerzeit nachweisen. Schon im 18. Jahrhundert wurden Reste eines römischen Bades gefunden.

Das erste Mal schriftlich erwähnt wird Bouxwiller in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 724, als Güter in Puxuwilare dem Kloster Weißenburg geschenkt wurden.

Bouxwiller war neben der Burg Lichtenberg das Zentrum der Herrschaft Lichtenberg, nach dem Übergang an Hanau-Lichtenberg 1480 einer der Hauptorte der Grafschaft. In der Folge blühte Bouxwiller auf und wurde zur Stadt erhoben. So wurde 1528 ein Krankenhaus errichtet und 1612 die Lateinschule. 1545 wurde Bouxwiller reformiert. Während der Französischen Revolution wurden zahlreiche Gebäude zerstört. Ein mittelalterliches Residenzschloss wurde 1808 zerstört. Sein Kanzleibau, 1659 - 1663 im Auftrag von Graf Friedrich Casimir von Hanau - Lichtenberg durch den gräflichen Werkmeister Hans Weibel errichtet, dient heute als Rathaus der Stadt.[1] Vom 19. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in der Nachbarschaft Bergbau betrieben, was der Stadt einen bescheidenen Wohlstand brachte.

Bouxwiller ist durch die Vielzahl seiner Fachwerkbauten, zum Teil noch aus dem 17. Jahrhundert, einer der malerischsten Orte des Elsass.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1973 fusionierte Bouxwiller mit der Gemeinde Imbsheim. Dieser Ort hat den Charakter eines Runddorfes, obwohl Rundlinge im Elsass nicht üblich sind. Die Rue de Fossé ist eine Kreisstraße, die als Zufahrt dient. Durch den Dorfkern führt die Departementsstraße D6.

Auch die Dörfer Riedheim und Griesbach, die wie Imbsheim im Süden der Gemeinde liegen, fusionierten zum gleichen Datum mit Bouxwiller.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2012
Einwohner 3665 3717 3706 3655 3693 3683 4009 3994 4017

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Bouxwiller (Bas-Rhin)

  • Musée de Bouxwiller et du Pays de Hanau
  • Das jüdisch-elsässische Museum (Musée judéo-alsacien) in der ehemaligen Synagoge Bouxwiller (Hier wird auch an den Dialekt „elsässer Jiddisch“ erinnert.)
  • Die Silbermann-Orgel aus dem Jahr 1778 in der lutherischen Kirche von Bouxwiller[2]
  • Haus Pflüger, Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert (Monument historique)
  • Haus Siegler, Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert (Monument historique)

Partnerschaft[Bearbeiten]

Bouxwiller pflegt eine Städtepartnerschaft mit Babenhausen in Hessen; daran erinnert eine Straße in Bouxwiller und ein Straßenwegweiser in Babenhausen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerhard Bott: Schlösser und öffentliche Bauten in der Grafschaft Hanau-Lichtenberg im 17. und 18. Jahrhundert. In: Hanauer Geschichtsverein: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2015, S. 35ff. (hier bes. S. 40f.).
  2. Hörbeispiel (YouTube video)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bouxwiller (Bas-Rhin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien