Bouygues

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Dieser Artikel behandelt eine französische Unternehmensgruppe. Zum französischen Unternehmer siehe Olivier Bouygues.
Bouygues
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN FR0000120503
Gründung 1952
Sitz Paris, FrankreichFrankreich Frankreich
Leitung Martin Bouygues[1]
Mitarbeiter 120.254[2]
Umsatz 32,428 Mrd Euro[2]
Branche Bau, Immobilien, Infrastrukturbetrieb, Telekommunikation, Medien
Website www.bouygues.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Die französische Unternehmensgruppe Bouygues SA [bujɡ] mit Sitz in Paris ist die fünftgrößte europäische Baugesellschaft.[3] Sie wurde im Jahr 1952 von Francis Bouygues gegründet und wird seit 1989 von seinem Sohn Martin Bouygues geleitet.

Unternehmensbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Bouygues unterteilt sich in fünf Unternehmensbereiche (2013):

  • Bouygues Construction (100 %) - umfasst die Sektoren Hoch- und Tiefbau und Elektrizität (Bouygues Energies & Services). Das Unternehmen verwirklichte mehrere Großprojekte, wie zum Beispiel das Stade de France, die Pont de Normandie, den Sports Hub in Singapur, die Pont de Baluarte, den Immobilienkomplex QP District in Doha, das Stade Vélodrome in Marseille und den höchsten Turm Frankreichs, Tour First im Viertel La Défense
  • Bouygues Immobilier (100 %) - Diese Sparte wurde 1956 gegründet und umfasst das Immobiliengeschäft der Gruppe. Mietobjekte, Bürobauten und Einkaufszentren sowie der Innenausbau innerstädtischer Objekte werden hier realisiert, darunter Ginko in Bordeaux, das GreenOffice in Meudon oder das intelligente Stromnetz IssyGrid in Issy-les-Moulineaux
  • Colas (96,6 %) - Die 1929 gegründete Tochtergesellschaft wurde 1986 in den Konzern eingegliedert. Die Sparte kümmert sich um die Konstruktion und die Wartung von Verkehrsinfrastruktur und ist weltweiter Marktführer. Mit dem Tochterunternehmen Colas Rail ist die Gruppe auch im Schienenausbau tätig. Weitere Gesellschaften übernehmen diese Tätigkeiten in Übersee und in Marokko
  • TF1 (43,5 %) - Die TF1-Gruppe umfasst die Fernsehsender TF1, LCI, NT1, Stylia, Histroire, eine 80%ige Beteiligung an TMC und TV Breizh, 50 % Beteiligung an TF6 und Série Club, 49 % an Eurosport und das Printerzeugnis Métronews
  • Bouygues Telecom (90,5 %) - Bouygues Telecom wurde 1994 nach der Ersteigerung der Mobilfunklizenz gegründet. Das Unternehmen bietet, Festnetztelefonie, Fernsehen und Internet. 2014, nach dem Markteintritt von Free auf dem französischen Markt, gliederte das Unternehmen seine Schwestermarke B&YOU ein. Laut Untersuchungen gilt der festnetzbasierte Internetzugang von Bouygues als Qualitätsführer
  • Alstom (29,3 %) - Im April 2006 erwarb Bouygues die Beteiligung von 21,03 % an Alstom vom französischen Staat und wurde Hauptanteilseigner. Ende 2006 wurde dieser Handel von den Wettbewerbsbehörden genehmigt. Die Haupttätigkeit erstreckt sich auf den Markt hydroeletrischer Anlagen und die Umsetzung intelligenter Stromnetze.

Das Unternehmen Bouygues ist an der NYSE Euronext gelistet. Im Dezember 2013 waren 128.067 Mitarbeiter in über 80 Ländern bei dem Unternehmen beschäftigt.[4]

Der Ökonom der Vereinten Nationen Yves Ekoué Amaïzo schreibt Bouygues in der Zeitschrift Le Monde diplomatique wesentliche Mitverantwortung für die Krise an der Elfenbeinküste zu.[5]

Aktionärsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anteil zum 31. Dezember 2015 (%)[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Board of Directors
  2. a b 2015 Registration Document
  3. European Powers of Construction (Memento vom 15. Januar 2014 im Internet Archive), S. 4 (englisch)
  4. 2013 Registration Document
  5. Yves Ekoué Amaïzo: Frankreich und die Krise in der Elfenbeinküste. Le Monde diplomatique, 17. Januar 2003
  6. Ownership structure

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]