Bowling Green (Kentucky)

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Bowling Green
Fountain Square  in der Innenstadt von Bowling Green
Fountain Square in der Innenstadt von Bowling Green
Lage in Kentucky
KYMap-doton-BowlingGreen.PNG
Basisdaten
Gründung: 1798
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Kentucky
County:

Warren County

Koordinaten: 36° 59′ N, 86° 27′ WKoordinaten: 36° 59′ N, 86° 27′ W
Zeitzone: Central (UTC−6/−5)
Einwohner:
– Metropolregion:
58.067 (Stand: 2010)
120.595
Bevölkerungsdichte: 630,5 Einwohner je km2
Fläche: 92,1 km2 (ca. 36 mi2)
Höhe: 166,7 m
Postleitzahlen: 42101–42104
Vorwahl: +1 270, 364
FIPS: 21-08902
GNIS-ID: 0487744
Website: www.bgky.orgVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Bürgermeister: Bruce Wilkerson[1]

Bowling Green ist die drittgrößte Stadt im US-Bundesstaat Kentucky.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bowling Geen liegt am Barren River und hat eine Gesamtfläche von 92,1 km2, wovon 91,7 km2 auf Land und 0,5 km2 (= 0,45 %) auf Gewässer entfallen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bowling Green wurde 1798 gegründet. Die Lage der Stadt an der Nashville mit Louisville verbindenden Eisenbahn machte Bowling Green beim Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs für die Konföderierten zu einem strategisch wichtigen Punkt. Die Stadt wurde stark befestigt und im September 1861 von General Buckner mit 25.000 Mann besetzt. Nach dem Fall des Forts Henry (4. Februar 1862) sah sich Buckner genötigt, Bowling Green zu räumen und Kriegsmaterialien von bedeutendem Wert zu zerstören. Gegen Ende 1862 war es der Hauptoperationspunkt des Generals Rosecrans gegen den General Bragg.

Erfundener Terroranschlag „Bowling Green Massacre“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Februar 2017 rechtfertigte Kellyanne Conway, Beraterin von US-Präsident Donald Trump, die von ihm erlassene Executive Order 13769, durch die Menschen aus sieben mehrheitlich muslimisch geprägten Nationen die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert wurde, in einem Interview von Chris Matthews mit dem „Bowling Green Massaker“, welches laut Conway 2011 durch zwei Iraker durchgeführt worden sein soll. Dieses fand jedoch nie statt. Zwar wurden 2011 in Bowling Green zwei Iraker festgenommen und 2013 wegen „umfangreicher terroristischer Aktivitäten gegen US-Soldaten im Irak“ zu Haftstrafen verurteilt, einen Terroranschlag in Bowling Green verübten sie jedoch nicht.[2][3][4]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bowling Green ist der Sitz der Western Kentucky University.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen zwei Städtepartnerschaften, die von der Organisation Sister Cities International designiert wurden. Zum einen gibt es eine Partnerschaft mit der Stadt Kawanishi in der Präfektur Hyōgo in Japan; zum anderen mit der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt.[5]

Im Jahre 2003 wurde die Bowling Green Metropolitan Area geschaffen, zu der die Stadt und ihre Umgebung gehört. Auf einer Fläche von 548 square miles, rund 1.420 km2 leben hier mit Stand 2014 geschätzte 165.732 Menschen, was die Bowling Green Metropolitan Area zur 248. größten Metropolregion der Vereinigten Staaten macht.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

General Motors betreibt am Ort eine Fabrikationsstätte (Bowling Green Assembly Plant) für Y-body-Sportwagen, Chevrolet Corvette und historisch Cadillac XLR. Nur wenige hundert Meter davon entfernt befindet sich unweit der Interstate 65 auch das 1994 eröffnete National Corvette Museum. In der Stadt haben unter anderem die folgenden Wirtschaftsunternehmen ihren Sitz: Fruit of the Loom, Houchens Industries, Holley Performance Products und Camping World.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sleeper Agent, Rockband Thomas Lilbourne Anderson (1808–1885), Politiker
Ben Bailey (* 1970), Comedian und TV-Host Gary Barnidge (* 1985), Footballspieler
Sam Bush (* 1952), Bluegrass-Musiker Athena Cage (* 1969), Musikerin
Cage the Elephant, Rockband Chris Carmichael (* 1962), Musiker
John Carpenter (* 1948), Filmschaffender Rex Chapman (* 1967), Basketballspieler
Cord of 3, christliche Rockband Roger Davis, Schauspieler
David F. Duncan (* 1947), Epidemiologe Frances Fowler (1864–1943), Maler
Foxhole, Post-Rock-Band Dorothy Grider (1915–2012), Künstlerin und Illustratorin
Henry Grider (1796–1866), Politiker Brett Guthrie (* 1964), Politiker
Mordecai Ham (1877–1961), Pastor Corey Hart (* 1982), Baseballspieler
Duncan Hines (1880–1959), Restaurantkritiker und Kochbuchautor Hillbilly Jim (* 1952), Wrestler und Radiomoderator
Ben Keith (1937–2010), Musiker und Musikproduzent Paul Kilgus (* 1962), Baseballspieler
John D. Minton junior (* 1952), Oberster Richter von Kentucky Doug Moseley (* 1928), Geistlicher, Autor und Politiker
Thomas Nicholson, Universitätsprofessor, Gesundheitserzieher und Experte in der Drogenpolitik Rand Paul (* 1963), Arzt und Politiker
George Pierce (* 1941), Politiker und Geschäftsmann Deborah Renshaw (* 1975), Rennfahrerin (NASCAR)
Robert Reynolds (* 1981), Footballspieler Jody Richards (* 1938), Politiker
Nappy Roots, Hip-Hop- und Rap-Gruppe Lisa Sparks (* 1977), Pornodarstellerin und -regisseurin
Zachary Stevens (* 1966), Sänger Morning Teleportation, Rockband
Ann-Blair Thornton (* 1989), Miss Kentucky Chris Turner (* 1969), Baseballspieler

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bowling Green, Kentucky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.bgky.org Mayor Bruce Wilkerson. Aufgerufen am 19. Juni 2011.
  2. Kellyanne Conway erfindet Bowling Green Massacre. In: spiegel.de, abgerufen am 3. Februar 2017.
  3. Conway cites bowling green massacre that never happened to defend travel ban. In: washingtonpost.com, abgerufen am 3. Februar 2017.
  4. Trump-Beraterin erfindet Massaker, um Einreisestopp zu verteidigen. In: stern.de
  5. Sister City Program. In: bgky.org, abgerufen am 19. Juni 2011.