Brélidy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Brélidy
Brelidi
Brélidy (Frankreich)
Brélidy
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Guingamp
Kanton Bégard
Gemeindeverband Guingamp Paimpol Armor Argoat Agglomération
Koordinaten 48° 40′ N, 3° 13′ WKoordinaten: 48° 40′ N, 3° 13′ W
Höhe 35–111 m
Fläche 8,14 km2
Einwohner 299 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km2
Postleitzahl 22140
INSEE-Code
Website http://www.brelidy.fr/

der ehemalige Bahnhof von Brélidy (Bahnstrecke Guingamp–Paimpol)

Brélidy (bretonisch: Brelidi) ist eine französische Gemeinde mit 299 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Guingamp und zum Kanton Bégard. Die Bewohner nennen sich Brélidiens/Brélidiennes.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brélidy liegt rund 12 km (Luftlinie) nordnordwestlich von Guingamp im zentralen Norden der Bretagne. Die westliche Gemeindegrenze bildet über weite Strecken der Fluss Jaudy, die östliche Gemeindegrenze sein Zufluss Théoulas.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde belegen die menschliche Anwesenheit seit der Bronzezeit. Auch Überreste aus gallo-römischer Zeit wurden gefunden. Von 1342 bis 1560 gehörte Brélidy zur Grafschaft Penthièvre. Im Jahr 1330 wird die Gemeinde unter dem Namen Breledy erstmals erwähnt. Bis zur Französischen Revolution verwalteten verschiedene Adelsgeschlechter das Gebiet der heutigen Gemeinde. Von 1793 bis 1801 ist Brélidy ein Teil des Distrikts Pontrieux. Von 1793 bis 2015 gehört der Ort zudem zum Kanton Pontrieux. Verwaltungstechnisch ist Brélidy zudem seit 1801 Teil des Arrondissements Guingamp. Am 11. Juni 1847 wurde das Dorf Kerhadic von der Gemeinde Coatascorn abgetrennt und kam zu Brélidy.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1800 1806 1821 1846 1876 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 778 570 824 736 824 780 634 543 402 357 316 336 325 335 309 303
Quellen: Cassini und INSEE

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und die zahlreichen Toten des Ersten Weltkriegs führten zu einem Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefststände in der Gegenwart.

Sehenswürdigkeiten[1][2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Überreste einer Motte aus dem 12. Jahrhundert in Ty-ar-Bonniec
  • Schloss Château de Noblance (auch Château de Brélidy) in Ty-ar-Bonniec (Bauten aus der Zeit zwischen 1346 und 1560)
  • Herrenhaus Manoir de Kerveziou in Kerveziou; 17. Jahrhundert
  • Herrenhaus Manoir de Lezuel (Bauten aus dem 15. Jahrhundert, teilweise auch von 1792)
  • Dorfkirche Saint-Colomban (erbaut 1882–1884)
  • Kapelle Saint-Tugdual (auch Saint-Pabu) in Kerbiguet aus dem Jahr 1841
  • Schlosskapelle Sacré Coeur en Noblance aus dem Jahr 1878 in Ty-ar-Bonniec
  • alte Häuser in Kerouano (1727) und Saint-Tugdual (1767)
  • Kreuz Croas Lezuel aus dem 18. Jahrhundert
  • das Kreuz von Saint-Pabu aus dem 16. Jahrhundert auf dem Dorffriedhof
  • Ziehbrunnen von Kerveziou aus dem 16. Jahrhundert
  • Dorfbrunnen Saint-Vincent in Plouec aus dem Jahr 1746

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 1089–1091.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liste der Kulturgüter von Brélidy (französisch)
  2. Übersicht der Sehenswürdigkeiten (französisch) (Memento des Originals vom 18. Juli 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.topic-topos.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brélidy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien