Brügg

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Brügg
Wappen von Brügg
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton BernKanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Biel/Biennew
BFS-Nr.: 0733i1f3f4
Postleitzahl: 2555
Koordinaten: 587911 / 219257Koordinaten: 47° 7′ 27″ N, 7° 16′ 46″ O; CH1903: 587911 / 219257
Höhe: 436 m ü. M.
Höhenbereich: 425–500 m ü. M.
Fläche: 5,00 km²
Einwohner: 4390 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 878 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Marc Meichtry (Brügg4you)
Website: www.bruegg.ch
Lage der Gemeinde
BielerseeKanton NeuenburgKanton SolothurnKanton SolothurnVerwaltungskreis Bern-MittellandVerwaltungskreis Berner JuraVerwaltungskreis SeelandAegertenBellmundBiel/BienneBrüggIpsachLengnau BEEvilardLigerzMeinisbergMörigenNidauOrpundPieterlenPort BESafnernScheuren BESchwadernauSutz-LattrigenTwann-TüscherzKarte von Brügg
Über dieses Bild
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Brügg (in einheimischer Mundart [ˈb̥ɾʏk])[2] ist ein Dorf und eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Biel/Bienne des Schweizer Kantons Bern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden von Brügg im Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Orpund, Schwadernau, Aegerten, Nidau und Biel/Bienne. Die südliche Gemeindegrenze bildet die Aare im Nidau-Büren-Kanal. Mit dem Regulierwehr Port wird der Seespiegel von Bielersee, Neuenburgersee und Murtensee geregelt, in einer Schleuse können Schiffe passieren. Das Kraftwerk Brügg produziert seit 1995 Strom.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1764 240
1850 451
1900 1092
1950 1537
1990 4264
2000 4011
2010 4156

Brügg ist zu 82,85 % eine deutschsprachige Gemeinde. 7,3 % sind französischsprachig.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Legislative der Gemeinde ist die zwei Mal jährlich stattfindende Gemeindeversammlung.

Als Exekutive fungiert der siebenköpfige Gemeinderat, dem auch der Gemeindepräsident angehört. Er wird von den Stimmberechtigten alle vier Jahre im Proporz gewählt. Seit der Wahl vom 30. Oktober 2016 setzt er sich wie folgt zusammen: 3 Brügg4you, 2 SP, 1 SVP, 1 Ortsvereinigung.[3] Gemeindepräsident ist Marc Meichtry (Brügg4you).

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2019 betrugen: SVP 23,9 %, SP 23,0 %, GPS 16,7 %, glp 9,8 %, BDP 9,0 %, FDP 4,8 %, EVP 3,5 %, CVP 2,2 %, Capaul 1,6 %, Die Unabhängigen 1,0 %.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stahleisenbahnbrücke über die Aare zwischen Brügg und Aegerten

Seit 1864 besitzt Brügg einen Bahnhof an der Linie Biel–Bern. Eine alte Fachwerkbrücke aus Stahl führt die Bahn über den Nidau-Büren-Kanal Richtung Aegerten. In der Nähe dieser Brücke befindet sich eine Landestelle der Bielersee-Schiffahrts-Gesellschaft, eine andere bei der Schleuse Port.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich Grabhügel aus der Hallstattzeit. Eine Brücke über die Zihl ist für das 4. Jahrhundert nachgewiesen, die das Motiv für den 1260 erstmals als Bruchga erwähnten Ortsnamen vorgab, im Laufe der Zeit aber verfiel und im Mittelalter durch eine Fähre ersetzt wurde.

1834 wurde eine Holzbrücke nach Aegerten geschlagen. Die heute bestehende Betonbrücke entstand 1969. Ihre Vorgängerin war aus Eisen konstruiert und datierte aus dem Jahr 1868. Zwischen 1868 und 1878 wurden die Juragewässer zum ersten Mal korrigiert. Überschwemmungen und Versumpfung wurden unter der Leitung des in Brügg heimatberechtigten Johann Rudolf Schneider erfolgreich bekämpft. Schneider ging als «Hauptförderer der Seelandentsumpfung» in die Geschichte ein.

Die Bahnlinie zwischen Biel und Bern wurde 1865 in Betrieb genommen. Die Einwohnerzahl der Gemeinde stieg zwischen 1800 und 1950 von 325 auf 1537 an. Danach entwickelte sich Brügg mit der Ansiedlung verschiedener Industriebetriebe und dem Ausbau der Gewerbezone rasant.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Brügg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung aus STAT-TAB des BfS, Gemeinden siehe auch Regionalporträts 2020 auf bfs.admin.ch, Zugriff am 29. Mai 2020
  2. Gabrielle Schmid: Brügg BE (Nidau). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 191. Angegebene Lautschrift: [ˈbrʏk]
  3. Ergebnisse der Urnenwahlen Gemeinderat vom 30. Oktober 2016. (PDF) Gemeinde Brügg, 30. Oktober 2016, abgerufen am 30. Oktober 2016.
  4. Wahlen 2019: Resultate der Gemeinde Brügg Kanton Bern, abgerufen am 30. November 2019