Brüntrup

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Brüntrup
Stadt Blomberg
Koordinaten: 51° 56′ 31″ N, 8° 59′ 45″ O
Höhe: 177 m
Fläche: 4,6 km²
Einwohner: 582 (2000)
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 32825
Vorwahl: 05236
Karte
Lage von Brüntrup in Blomberg
Dorfmitte in Brüntrup

Brüntrup ist seit 1970 eine der 19 Ortschaften der Stadt Blomberg im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Die Ortschaft liegt rund 8 km westlich der Kernstadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brüntrup liegt am Westrand des Blomberger Beckens. Dieses Becken ist ein offenes und hügeliges Gelände, das durch Flusserosion ausgeräumt ist. Auf dem fruchtbaren Boden können besonders Weizen und Zuckerrüben ertragreich angebaut werden. Die meisten Ländereien um Brüntrup, die auch vereinzelt von kleinen Waldinseln bedeckt sind, werden für die Landwirtschaft genutzt. [1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie viele Ortschaften westlich von Blomberg trägt auch Brüntrup die Endung „-trup“ in seinem Namen. Diese Endung bedeutet nichts weiter als „Dorf“. Im Jahre 1363 wird Brüntrup unter dem Namen Bruninctorpe erstmals urkundlich erwähnt. Hier ist der Namensursprung noch gut erkennbar, er bedeutet Dorf der Bruninger. Die Endung "trup" im Namen lässt auf die Anfänge Brüntrups im 6. oder 7. Jahrhundert n.Chr. schließen. Die Gegend wurde vermutlich durch von Norden her eingewanderte Sachsen besiedelt. Da erst gut zweihundert Jahre später lippische Ortsnamen urkundlich erfasst wurden und Brüntrup selbst in dieser Zeit noch keine Erwähnung fand, kam es zur relativ späten Ersterwähnung im Jahre 1363. Brüntrup war zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon fünf, wenn nicht schon sieben oder acht Jahrhunderte alt.

Obwohl die Brüntruper durch die gute landwirtschaftliche Lage hohe Ernteerträge einfahren konnten, spielte ebenfalls das Gewerbe eine, wenn auch nicht große, Rolle. Mitte des 17. Jahrhunderts gab es einen kleinen Händler und sogar einen Krug, der jedoch seinen Alkohol nicht selbst herstellen durfte, sondern aus Horn beziehen musste.[1]

Am 1. Januar 1970 wurde Brüntrup in die Stadt Blomberg eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis des Blomberger Ortsteils Brüntrup bei der Kommunalwahl 2014:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Stimmen
2014
%
2009
Stimmen
2009
%
2004
Stimmen
2004
%
1999
Stimmen
1999
FDP Freie Demokratische Partei 10,9 60 11,8 68 40,9 114 44,1 113
FBvB Freie Bürger von Blomberg 6,3 35 6,1 35 32,2 90 12,9 33
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 26,1 144 40,0 230 13,6 38 17,2 44
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,2 222 28,5 164 9,7 27 18,8 48
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 16,5 91 9,7 56 3,6 10 7,0 18
Gesamt 100,0 552 96,11 575 100,0 279 100,0 256
Wahlbeteiligung in % 64,9 66,4 62,9 57,9

1Die restlichen 3,9 % haben Die Linke gewählt.

Stand: Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014. Die Ortsvorsteherin ist Susanne Kleemann (CDU).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitten durch Brüntrup führt die Kreisstraße 78, die die Verbindung von Blomberg zum Osten Detmolds darstellt. Auch müssen die Brüntruper in den letzten Jahren mit immer mehr Verkehrsaufkommen zurechtkommen, denn seit die Straße von Barntrup nach Großenmarpe ausgebaut wurde, fahren 50 Prozent der Barntruper auf ihrem Weg nach Detmold durch Brüntrup.

Im Straßenpersonennahverkehr ist Brüntrup über ein Regionalbusnetz des Unternehmens Busverkehr Ostwestfalen GmbH mit der Region verbunden. An der Brüntruper Bushaltestelle verkehrt die Linie 777 (Blomberg–Detmold) regelmäßig im 60- bzw. 120-Minuten-Takt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brüntrup ist ein Dorf, das durch die Landwirtschaft geprägt wird. Es sind zwei größere Landwirtschaftsbetriebe ansässig. Weiterhin gibt es in Brüntrup ein Dorfgemeinschaftshaus, einen Friedhof, zwei Spielplätze, einen Kindergarten und einen Sportplatz.[1]

Zwischen Brüntrup und Valhausen liegt an der Straße ein kleiner verlassener Märchenwald oder Miniaturpark. Noch heute kann man die relativ guterhaltenen Gebäude, wie Kirchen, Schlösser, schöne Häuser oder Tempeln erkennen. Jedoch sind schon einige der Bauwerke durch die Zeit verfallen oder mutwillig demoliert worden.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportverein „Schwarz-Weiß“ Brüntrup
  • Gemeinsam Für Brüntrup
  • Chorgemeinschaft Brüntrup
  • Seniorentreff Brüntrup/Cappel
  • Dorfausschuss
  • Jagdgenossenschaft

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dankward von Reden: Brüntrup - Ein Dorf im Blomberger Becken, 1999.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c brüntrup: Brüntrup. Abgerufen am 30. März 2014.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 104.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]