Brabanter Straße

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Die Brabanter Straße, Köln-Leipziger Straße oder Lütticher Straße ist eine Altstraße und war im Mittelalter und der Frühen Neuzeit eine der bedeutendsten kontinentalen West-Ost-orientierten Heer- und Handelsstraßen. Sie führte vom namensgebenden Herzogtum Brabant nach Leipzig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße verband u. a. die beiden großen Nord-Süd-Verbindungen, die Rheinstraße am Osthang des Rheintales und die Weinstraße, die am Westhang der Wetterau von Frankfurt am Main nach Norden führte.[Anm 1] Bereits in der Vor- und Frühgeschichte könnte sie von Bedeutung gewesen sein. Als Höhenweg (streckenweise Höhen-Hohlweg) vermied die Straße sumpfige Täler und Flussquerungen und den dabei erhobenen Brückenzoll.

Im 16. Jahrhundert wird eine Straße als „Kölner Straße“ bezeichnet, die in die fränkische Eroberungszeit zurück reicht und dabei als Leitlinie für das Vordringen der beiden hessischen Klöster Fulda und Hersfeld gelten kann. Im Anschluß an diese Phase kommt ihr beim Versuch der Salier, im Harz und in Sachsen die Reichsgüter zu vermehren, eine wichtige Aufgabe zu. Schließlich haben die staufischen Herrscher den Ringgau mit der Boyneburg zu einem Reichsland machen wollen und setzten auf die Unterstützung der thüringischen Landgrafen, wozu diese Straße ebenso wichtig wurde wie für die Verwaltung der mainzischen Territorien in Thüringen. Nicht zuletzt bedeutete sie in der Verkehrspolitik der Stadt Erfurt so viel, daß sie Eingang in die Erfurter Meilenscheibe und die Interiarien des 17. Jahrhunderts findet.[1]

Die Straße verlief außerhalb der Städte weitgehend siedlungsfern auf den längeren ost-westlichen Wasserscheiden auf deren Kamm oder hangparallel. Außer in den Städten und an Brücken hatte sie keine befestigte Trasse, sie war eine „Naturstraße“ und entsprechend war ihr Zustand. War eine Spur ausgefahren, fuhr man daneben. So entstanden fächerartige und mäandernde Wegverläufe. Schlechte unbefestigte Wege waren außerdem eine Einnahmequelle für den jeweiligen Grundherren, da gemäß Gewohnheitsrecht (Grundruhrrecht) alle Waren, die bei einem Rad-/Achsenbruch, beim Sturz eines Zugtiers oder wegen einer schlechten Wegstrecke den Boden berührten, ihm gehörten. Mit der Gründung der Hansen versuchten die Kaufleute diesem Anspruch entgegenzuwirken.

Bereits 1255 wurde sie als strata publica (= öffentliche Straße) genannt. 1265 beauftragte die Landgräfin Sophie die Burgmannen ihrer Burg Blankenstein (Gladenbach) ausdrücklich mit dem Schutz dieser öffentlichen Straße in ihrem Einflussbereich. Die Straße verband das ehemalige Herzogtum Brabant im heutigen Belgien über Köln, Siegen, Angelburg, Marburg, Eisenach, Erfurt und Naumburg mit Leipzig. Auf dieser mittelalterlichen Straße, die wichtige Messeplätze miteinander verband, wurden ein Großteil des Ost-West-Handels, vor allem mit Getreide, Textilprodukten aus den flandrischen und niederdeutschen Textilzentren, Färberwaid aus Thüringen, osteuropäischen Pelzwaren (zentraler Handelsplatz war Leipzig) sowie mit Eisenwaren aus dem nordwestlichen Lahn-Dill-Gebiet (Dietzhölzetal),[2] dem Siegerland, dem Thüringer Wald.[Anm 2] Zeitweise war der Viehhandel (Pferde und Rinder) bedeutsam. Ein Transportnetz für Heringe und Stockfisch hatte sich bereits zur Hansezeit etabliert. Als gewinnbringende Handelswaren wurden auch Hopfen und Bier geschätzt. Die Beschaffung von speziellen Bausteinen (Sinterkalksteine für etwa 130 Kapitelle am Palas) aus der Eifelregion ist für die Wartburg im 12. Jahrhundert belegt.[3] Über die Straße wurde auch der alljährliche Anmarsch von Heeren und der Pilger- und Reiseverkehr abgewickelt. Die Brabanter Straße ist heute Teil der "Europäischen Kulturstraße VIA REGIA", die die historischen Straßen Brabanter Straße, den Jakobsweg und die eigentliche Via Regia bündelt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trasse der Brabanter Straße variierte teilweise aufgrund von klimatischen, politischen und anderen Gegebenheiten (z. B. in unsicheren Kriegszeiten, Meidung von Pestgebieten), es gab für einzelne Abschnitte andere Verläufe und Parallelwege. Manche Kaufleute versuchten auch, die Zölle zu umfahren.[4] Ihre lokalen Zubringer kamen ihr auf den kürzeren Wasserscheiden entgegen.

Vielerorts bewahren alte Straßen- und Flurnamen (zum Beispiel Schlag → Zollschlag, Wegsperre mit Schlagbaum) die Erinnerung an historische Streckenführungen, Zollanlagen oder Grenzbefestigungen, wobei der moderne Straßenverlauf nicht immer exakt der Trasse der Altstraße entspricht.

Lüttich-Aachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt Brabant-Aachen entspricht ungefähr dem Verlauf der heutigen Nationalstraße 3 in Belgien.

Pont des Arches (im Hintergrund): Beginn der Brabanter Straße in Lüttich, Jan van Eyck, Madonna des Kanzlers Nicholas Rolin (Detail), 1435

Grenze zum Herzogtum Limburg

Grenze zur Freien Reichsstadt Aachen bzw. zum Aachener Reich; heute Staatsgrenze zwischen Belgien und Deutschland auf dem Moresneter Weg (Verlängerung des Preußweg) parallel zur Bundesstraße 264

Aachen-Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt Aachen-Köln entspricht ungefähr dem Verlauf der heutigen Bundesstraßen 258 (bis Kornelimünster) und 264 (ab Düren).

Grenze zum Münsterländchen der Reichsabtei Kornelimünster

Grenze zum Herzogtum Niederlothringen, ab 1435 zum Herzogtum Jülich

Grenze zum Herzogtum Jülich (bis 1435)

  • Schevenhütte (heute Stadtteil von Stolberg); Brücke über den Wehebach
  • Langerwehe
  • Birkesdorf (heute Stadtteil von Düren), Brücke über die Rur (1592 „Melatenbrücke“), 1288 Zollstelle belegt, Straßenname Zollhausstraße
  • Düren, Stadttor Philippspforte nach Birkesdorf im Norden, Rurtor zur Aachener Straße nach Monschau über die Johannesbrücke (1747/48 erbaut) über die Rur im Osten, Kölntor zur Kölner Landstraße Richtung Kerpen im Osten

Grenze zum Herzogtum Brabant, ab 1522 zu den Spanischen Niederlanden

Grenze zum Erzstift Köln

Grenze zur Freien Reichsstadt Köln

Eine alternative Route führte von Aachen aus dem Kölntor über Haaren, Weiden nach Langerwehe und Birkesdorf bei Düren und von dort über Jülich (Zollstelle an der Rurbrücke der Aachener Straße), Bergheim (Erftbrücke der Aachener Straße; jülichsche Zollstelle, Straßenname Kölner bzw. Köln-Aachener Straße; heute Bundesstraße 55) und Königsdorf (kurkölnischer Zoll) nach Köln.

Köln-Siegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt Köln-Siegen war die Brüderstraße oder Siegener Landstraße, ein hochmittelalterlicher Höhenweg in nahezu geradlinigem Verlauf bei nur wenigen Talquerungen.

  • Köln; Fähre über den Rhein 1428 erstmals erwähnt, 1674 an Seilen verankerte Gierseilfähre, 1822 dauerhafte Schiffsbrücke
Rhein zwischen Köln und Deutz, Stich aus dem 17. Jh. nach Wenzel Hollar, 1636

Grenze zum Erzstift Köln

  • Deutz (heute Ortsteil von Köln); Zollstation

Grenze zum Herzogtum Berg

  • Brück (heute Ortsteil von Köln); Brücke über den Flehbach; Zollstation 1411 erstmals erwähnt; Knotenpunkt zum Mauspfad
  • Bensberg (heute Stadtteil von Bergisch Gladbach), Straßenname Brüderstraße im Ortsteil Frankenforst
  • Untereschbach (heute Ortsteil von Overath), Straßenname Brüderstraße
  • Steinenbrück, auch Altenbrück (heute Ortsteil von Overath); 1486 (Brücken-)Zoll erwähnt, 1586 steinerne Brücke über die Sülz, sogenanntes Altes Zollhaus von 1675, Straßenname Zöllnerstraße
  • Overath; Brücke über die Agger, Abzweig zur Straße nach Olpe
  • Marialinden (heute Ortsteil von Overath), Straßenname Pilgerstraße und Alte Römerstraße
  • Federath (heute Ortsteil von Overath), Straßenname Brüderstraße

Grenze zur Reichsherrschaft Homburg

Grenze zum Herzogtum Berg

Grenze zur Reichsherrschaft Wildenburg; heute Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf der Landstraße 351 (Crottdorfer Straße)

Grenze zur Grafschaft Nassau-Dillenburg beziehungsweise (1606 bis 1734) Nassau-Siegen; heute Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf der Straße Zur Hammerhöhe bei Friesenhagen-Hammerhöhe

Siegen mit der Brücke über die Sieg um 1646/55, Stich von Matthäus Merian aus der Topographia Hassiae

Eine alternative Strecke von Köln nach Marburg[8] führte durch den Westerwald (Weller Weg): Köln-Siegburg-Weyerbusch-Altenkirchen (bis hierher identisch mit der Köln-Frankfurter Straße, die über Limburg an der Lahn nach Frankfurt am Main weiterführte) IngelbachMüschenbachHachenburgKirburgHofSalzburgDriedorfRoth (hier Anschluss an die Brabanter Straße).

Siegen-Marburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke[9] führte über die Höhen, auf denen sich heute keine Trassen von Bundesstraßen befinden.

Hessisches Hinterland, Trasse der Brabanter Straße

Die Brabanter Straße wurde in diesem Bereich auch Siegener Landstraße und streckenweise Schelderwald Straße und Hohe Straße genannt.

Der Abschnitt Gladenbach-Marburg entspricht grob dem Verlauf der heutigen Bundesstraße 255.

Grenze zur Grafschaft Nassau-Dillenburg (1606 bis 1734); heute Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen auf der Landstraße 729

  • Varianten der Streckenführung:
    • Die ältere Trasse war deckungsgleich mit der Eisenstraße entlang der heutigen Landesgrenze bis Roth zum Staffelböll, wo sie sich wieder mit der südlichen Spange traf. Am Staffelböll betrat Philipp I. nach seiner Gefangenschaft in den Niederlanden 1552 wieder hessischen Boden.
    • Südliche Spange über Straß-Ewersbach (heute Ortsteil von Dietzhölztal) und Steinbrücken (heute Ortsteil von Dietzhölztal); Brücken über die Dietzhölze
Reste einer Landwehr als Bodendenkmal: Wall vor dem Gebück der Mittelhessischen Innenheege bei Wommelshausen (Bad Endbach)

Grenze zur Landgrafschaft Hessen(-Marburg) bzw. später Landgrafschaft Hessen-Darmstadt[10]

Abweichend von der alten Nordroute durch den Schelderwald und von der neueren Südroute im Aartal wird 1591 von Arnoldus Buchelius auch eine Zwischeroute beschrieben, die auf dem Marburg-Dillenburger-Amtsweg von Marburg über Gladenbach nach Dillenburg verlief.

Neue südliche Route durch das Aartal ab Ende des 14. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine alternative Route (ab Ende des 14. Jahrhunderts, nach dem Ende der Dernbacher Fehde) führte von Niederdielfen über Haiger, Dillenburg, den Dillübergang bei Herborn, durch das Aartal, Herbornseelbach, Bicken, Niederweidbach (heute Ortsteil von Bischoffen) über Rollshausen, Altenvers und Damm (Etzelmühle) (heute Ortsteile von Lohra) nach Marburg.

Marburg-Melsungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amöneburg mit der Brücke über den Ohm und Blick auf Kirchhain, Stich von Matthäus Merian aus der Topographia Hassiae um 1646/55

Der Abschnitt Marburg-Melsungen entspricht grob dem Verlauf der heutigen Bundesstraßen 62, 454 und 254 (bis Homberg). Ab Kirchhain (bzw. ab den Lahnbergen östlich von Marburg) ist er Teil der Straße „durch die langen Hessen“.

Grenze zur Grafschaft Ziegenhain (bis 1450), dann Teil der Landgrafschaft Hessen

Grenze zum Erzstift Mainz

Grenze zur Grafschaft Ziegenhain (bis 1450), dann Grenze zur Landgrafschaft Hessen

  • Wiera (heute Ortsteil von Schwalmstadt); Straßenname Zur alten Hege (= Grenze); Knotenpunkt zur Heerstraße vom Vogelsberg nach Westfalen
  • Treysa (heute Ortsteil von Schwalmstadt); Brücke über die Wiera (und Steintorbrücke über die Schwalm Richtung Norden mit Zollstation)
  • Ziegenhain (heute Ortsteil von Schwalmstadt); Brücke über die Schwalm; 1420 Zoll- und Geleitsprivileg
Zollstation Spießturm, erbaut 1430 von Ludwig I. von Hessen (1402–1458)

Grenze zur Landgrafschaft Hessen; gilt heute als Grenze zwischen Ober- und Mittelhessen auf der Kreisstraße 127

  • Spießturm; 1430 hessische Zollstation
  • Spieskappel (heute Ortsteil von Frielendorf)
  • Homberg; Brücke über die Efze
  • Ostheim (heute Ortsteil von Malsfeld)
  • Dagobertshausen (heute Ortsteil von Malsfeld)
  • Melsungen. 1438 Jahrmärkte zu Kantate und 8. (Mariä Geburt), später 29. September (Michaelis), ab 1566 zusätzlich Nicolai-Jahrmarkt am Sonntag nach dem 6. Dezember; 1595/96 nach Vorgängerbau steinerne Bartenwetzerbrücke über die Fulda, Knotenpunkt zur Nürnberger Straße (Nord-Süd); die Brabanter Straße heißt hier Sälzerweg, weil über sie das Salz aus Sooden transportiert wurde
    • Eine südliche Variante umging Melsungen von Ostheim über die Fulda-Fähre beziehungsweise Furt bei der heutigen Domäne Fahre (Ortsteil von Melsungen-Adelshausen; dort Anschluss an die Nürnberger Straße) nach Mörshausen (heute Ortsteil von Spangenberg) oder weiter südlich über Morschen (hölzerne Brücke über die Fulda).

Der Abschnitt von Kirchhain nach Treysa wurde im 17. Jahrhundert als Teil der Niederrheinischen Straße (heute noch Straßenname in Kirchhain, Stadtallendorf, Schwalmstadt-Wiera, Treysa, Neukirchen und Oberaula; „Chausseegeldstelle“ in Bürgeln) vom Köln über Biedenkopf nach Hersfeld als Poststraße ausgebaut und 1831 bis 1842 gepflastert.

Melsungen-Eisenach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt Melsungen-Eisenach entspricht grob dem Verlauf der heutigen Bundesstraßen 487 (bis Spangenberg) beziehungsweise 27 (ab Sontra-Wichmannshausen), 254, Landstraße 3227 und Bundesstraße 7 und war ein Teilstück der Straße Durch die langen Hessen.

Hohlweg bei Waldkappel, Stich von Matthäus Merian aus der Topographia Hassiae um 1646/55
Creuzburg: Werrabrücke, Eisenacher Tor und Zollhof um 1700

Grenze zum Wettinischen Gebiet; heute Landesgrenze zwischen Hessen und Thüringen auf der Bundesstraße 7

  • Ifta; Straßenname Heerweg; Wachturm auf der Wartekuppe
  • Creuzburg, ab 1223 wurde die steinerne Brücke über die Werra errichtet (vermutlich um 1225 fertiggestellt). Die Creuzburg diente den Thüringer Landgrafen als Geleitburg, das Creuzburger Geleit reichte bis an den Kamm des Hainichs und im Süden bis zur Hörsel. Der Creuzburger Zollhof lag nahe dem Werraufer, denn man fertigte auch die Reisenden auf der Werra (Boote und Flöße) ab. An der Brücke war zudem noch Brückenzoll in Höhe von drei Pfennig fällig; er sollte dem Brückenunterhalt und Straßenbau dienen. Am Brückenberg lag das Siechenhaus der Stadt. An der Creuzburger Werrabrücke mündete die Langensalzaer Straße ein, sie führte in Richtung der Landgrafenburgen von Thamsbrück und Weißensee.
  • Eisenach, Georgentor und Nadeltor im Westen und Nordwesten; das Nikolaitor im Osten der Stadt. Mit der Nürnberger Straße (über Meiningen und Coburg), der Salzunger Straße, der Fuldaer Straße, der Mühlhäuser Straße und der Langensalzaer Straße kreuzten sich hier die wichtigsten Heer- und Handelsstraßen Westthüringens. Mehrere Siechenhöfe im Umkreis der Stadt sollten die Einschleppung von Seuchen verhindern. Beim heutigen Bahnhof blickte man auf das Hochgericht.

Eine alternative Route führte von Kirchhain über Lehrbach (heute Ortsteil von Kirtorf), Kirtorf, Ohmes (heute Ortsteil von Antrifttal) und Hersfeld (grob entsprechend dem Verlauf der heutigen Bundesstraßen 62 und 84) nach Eisenach.

Eisenach-Erfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenach, Nikolaitor, um 1170

Der Abschnitt Eisenach-Leipzig, ein Teil der sogenannten Via Regia, entspricht grob dem Verlauf der heutigen Bundesstraßen 7 und 87. Die Strecke vom Rhein oder von Frankfurt am Main wurde zum Beispiel durch ein kursächsisches Mandat vom 24. Februar 1653 festgelegt.[15] Zwischen Eisenach und Erfurt standen mehrere Routen zur Verfügung:

  1. Die älteste Trasse führte über Stockhausen, Großenlupnitz, den Kindel, Großenbehringen nach Langensalza (Straßenname Hohe Straße) und von dort über Burgtonna nach Erfurt.
  2. Eine alternative Trasse führte durch das Nessetal über Großenlupnitz (Hauptort der Mark Lupnitz), den Kindel, Haina (königliche Raststation), Sonneborn nach Gotha.
  3. Die jüngste Trasse führte beiderseits der Hörsel über Eichrodt beziehungsweise Kahlenberg und Kälberfeld nach Sättelstädt (heute Ortsteil von Hörselberg-Hainich, Alte Zollscheune) und zog auf der Wasserscheide vom Hörsel- und Nessetal über Ebenheim zur alten Trasse nach Sonneborn oder über Mechterstädt, Teutleben und Trügleben direkt nach Gotha.
  4. Die Creuzburger Straße verband Sättelstädt über Hötzelsroda, Neukirchen und Ütteroda mit der Creuzburger Werrabrücke. Diese Abkürzung ersparte den Umweg über Eisenach.
  • Gotha, Brühler Tor. Seit 1529 Jahrmarkt am Mittwoch vor Kantate und „Kalter Jahrmarkt“ am Mittwoch vor Allerheiligen, ab 1591 zusätzlich Butter- und Käsemarkt am Mittwoch nach Margarethe (20. Juli); Straßenname Hohe Straße (Umgehung der Stadt); Ausfahrt durch das Erfurter Tor über den Hohen Sand in die Erfurter Landstraße

Grenze zum Erzstift Mainz bzw. Grafschaft Gleichen bzw. Erfurter Stadtgebiet

  • Zoll- und Geleitstelle Gleichenhof bei Grabsleben (heute Ortsteil von Drei Gleichen)
  • Möbisburg (heute Ortsteil von Erfurt), Straßenname Hohe Straße
  • Erfurt, Brühler Tor. Pfingst- und ab 11. November St. Martins-Messe in Erfurt (bis Anfang des 16. Jh.), am Sonntag nach Michaelis (29. September) Kirchweihfest der Universitätskirche, der Legende nach seit 1310 dreitägiges Fest zum „Walperzug“ am Walburgistag (25. Februar); 805 Stapelrecht; 1331 Messeprivileg, 1379 Universitätsstadt

Erfurt-Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brabanter Straße hieß in der Gegend von Naumburg auch Flämische Landstraße[16] (vielleicht nach dem Naumburger Vorort Flemmingen).

Krämerbrücke mit Tor durch die Brückenkopfkirche St. Ägidien in Erfurt, Aufnahme 1956

Grenze zum Wettinischen Gebiet beziehungsweise Grafschaft Weimar bzw. Landgrafschaft Thüringen

Grenze zum Hochstift Naumburg

  • Kösen; hölzerne Brücke über die Saale 1393 zerstört, 1454 steinerne Saalebrücke, Zollhaus für den Brückenzoll (und den Flößereizoll)
  • Naumburg. Ab 29. Juni Petri-Pauli-Messe in Naumburg; schon 1278 erwähnt, Zollrechte gehen 1379 vom Stift auf die Stadt über, Messeprivileg 1514, Ausgang durch das Marientor

Grenze zum Wettinischen Gebiet

Reiseberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brabanter Straße nutzte Herzog Heinrich II. von Brabant (1207–1248), als er 1239 seine zweite Frau, Sophie (1224–1275) heiratete. Sie war eine Tochter von Landgraf Ludwig IV. von Thüringen (1200–1227) und der Hl. Elisabeth von Ungarn (1207–1231) und eine Hauptfigur im späteren Thüringischen Erbfolgekrieg.

Ein Bericht von 1235 erwähnt einen Bauern aus der Diözese Utrecht, der auf seinem Pilgerweg zum Grab der hl. Elisabeth in Marburg durch den Schelder Wald gekommen sei. Das zeigt den Schelder Wald als ein Gebiet alter Wege. Ihn querte u. a. die hochmittelalterliche Fernstraße von Antwerpen über Köln, Siegen, Marburg und Erfurt nach Leipzig, auch Brabanter Straße genannt.[17]

Nach einem festen Zeremoniell zogen die deutschen Könige und Kaiser im Mittelalter und der Frühen Neuzeit bis 1531 direkt nach ihrer Krönung in Aachen auf der Brabanter Straße nach Köln durch das Hahnentor, um den Heiligen Drei Königen zu huldigen.

Ludwig I. von Hessen reiste im Mai 1431 von Kassel nach Saint-Josse bei Montreuil-sur-Mer und zurück teilweise über die Brabanter Straße.[18]

Die Brabanter Straße wurde auch von Martin Luther (1483–1546) benutzt, als er im April/Mai 1512 von Wittenberg zum Ordenskapitel der Augustiner-Eremiten in Köln reiste und im September/Oktober 1529 auf seiner Reise zum Marburger Religionsgespräch.[19] Aus seinem Briefwechsel ergibt sich das Itinerar einer Reise Philipp Melanchthons (1497–1560), der ebenfalls die Brabanter Straße mehrfach nutzte, im Jahre 1536.[20]

Im Jahr 1552 zog Philipp I. von Hessen (1504–1567) nach seiner Freilassung in Löwen in den Spanischen Niederlanden über diesen Weg von Jülich zurück nach Marburg.

Joachim II. von Brandenburg (1505–1571), August von Sachsen (1526–1586) und Christian III. von Dänemark (1503–1559) zogen 1558 über die „Brabanter Straße“ zur Kaiserwahl nach Frankfurt am Main.[21]

1591 berichtet Arnoldus Buchelius (1565–1641) in seinem Tagebuch detailliert über die Stationen von Treysa bis Köln.[22]

Den Weg zur Schlacht von Lützen, in der er fiel, nahm Gustav II. Adolph von Schweden (1594–1632) 1632 von Erfurt über die Brabanter Straße.[23]

Jakobsweg und Elisabethpfad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakobspilger, Holzschnitt von Jost Amman, 1568

Auch der mittelalterliche Jakobsweg aus Mitteldeutschland nach Santiago de Compostela folgte der Brabanter Straße, in deren Verlauf das Grab der Heiligen Elisabeth in der Marburger Elisabethkirche, die Reliquien der Gebeine der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom, die Reliquien im Aachener Dom (Windeln und Lendentuch Christi, Marienkleid, Enthauptungstuch Johannes des Täufers) und das Grab des Heiligen Lambertus in der St. Lambertuskathedrale (heute zerstört) in Lüttich besucht werden konnten.

Ein Bericht von 1235 erwähnt einen Bauern aus der Diözese Utrecht, der auf seinem Pilgerweg zum Grab der Hl. Elisabeth in Marburg auf der Brabanter Straße durch den Schelder Wald gekommen sei.[24]

Kartographische Darstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitt mit dem Verlauf der Straße von Torgau bis Maasdriel / Lüttich - Huy aus der Europakarte von Martin Waldseemüller, 1520

Die Romwegkarte von Erhard Etzlaub (um 1460–1532) aus dem Jahr 1501 sowie die daran angelehnte Karte des europäischen Verkehrsnetzes („Carta itineraria europae“) 1520 von Martin Waldseemüller (um 1470–1520) führen die wichtigsten Stationen der Brabanter Straße auf und orientieren sich an ihrer Streckenführung, deutlich etwa von Treysa nach Köln. Auch die Karte des Oberbergischen von Arnold Mercator (1537–1587) aus dem Jahre 1575 zeigt den Verlauf der „Landstraiß uff Siegen“.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erfurter Geleitsordnung des Hartung Cammermeister 1441. In: Herbert Helbig (Hrsg.): Quellen zur älteren Wirtschaftsgeschichte Mitteldeutschlands. Bd. II. Hermann Böhlaus Nachf., Weimar 1952, Nr. 174, S. 145–153. (Quellen zur mitteldeutschen Landes- und Volksgeschichte 2)
  • Geleitsregelungen im Zeitzer Vertrag von 1567 (Nr. 133–140) zwischen den Kurfürsten und Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Weimar (1530–1573). In: Carl Friedrich Göschel: Chronik der Stadt Langensalza in Thüringen. Bd. II. Friedrich Spithen, Berlin 1818. (Reprint: Rockstuhl, Bad Langensalza 2007, ISBN 978-3-86777-000-2), S. 208–221

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottfried August Benedict Wolff: Chronik des Klosters Pforta nach urkundlichen Nachrichten, Bd. I. Friedrich Christian Wilhelm Vogel, Leipzig 1843, bes. S. 80–82.
  • Georg Landau: Beiträge zur Geschichte der Alten Herr- und Handelsstraßen in Deutschland I-II/2. In: Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte. 1 (1856), S. 483–505 [falsche Paginierung], 575–591 und 639–665 (Online-Ressource, aufgerufen am 15. August 2011)
  • Armin Weber (Text); Willi Görich (Karte): Landstraßen und Chausseebau vom 16. bis 19. Jahrhundert. „Landstraßen 16.-18. Jahrhundert“. Geschichtlicher Atlas von Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). und „Chausseebau etwa 1750-1834“„Chausseebau etwa 1750-1834“. Geschichtlicher Atlas von Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  • Ulrich Reuling (Text), Friedrich Uhlhorn (Karte): Hessen im Jahre 1789. „Hessen im Jahre 1789“. Geschichtlicher Atlas von Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  • Hugo Weczerka: Hansische Handelsstraßen. Bd. I-III (Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte 13/1-3), Böhlau, Köln / Wien 1962/67/68.
  • Hermann Böttger, Wilhelm Weyer: Alte Straßen und Wege. In: Hermann Böttger, Wilhelm Weyer, Alfred Lück: Geschichte des Netpherlandes. Selbstverlag des Amtes Netphen, Netphen 1967, S. 47–60, bes. S. 54f.
  • Hans Hitzer: Die Straßen vom Mittelalter bis zum Absolutismus. In: Die Straße. Vom Trampelpfad zur Autobahn. Lebensadern von der Urzeit bis heute. G.D.W. Callwey, München 1971, ISBN 3-7667-0201-7, S. 129–130.
  • Gerd Bergmann: Straßen und Burgen um Eisenach. Eisenach 1993, S. 97.
  • Wolfgang Eberhardt: Alte Straßen und Wege von Hessen und Franken nach und durch Thüringen. In: Zur Geschichte des Landes an der Werra. III (1/1). Eigenverlag, Bruchsal 1994, S. 108.
  • Friedrich Pfeiffer: Rheinische Transitzölle im Mittelalter. Akademie Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-05-003177-8. (diss. phil. Trier 1996)
  • Michel Margue: Entstehung und Entwicklung der brabantischen Städte und die Straße Flandern-Köln (11.–13. Jahrhundert). In: Monika Escher, Alfred Haverkamp, Frank G. Hirschmann: Städtelandschaft – Städtenetz – zentralörtliches Gefüge. Philipp von Zabern, Mainz 2000, S. 383–406. (Trierer Historische Forschungen 43)
  • Herbert Nicke: Vergessene Wege. Das historische Fernwegenetz zwischen Rhein, Weser, Hellweg und Westerwald; seine Schutzanlagen und Knotenpunkte. Martina Galunder, Nümbrecht 2001, ISBN 3-931251-80-2. (Land und Geschichte zwischen Berg, Wildenburg und Südwestfalen 9)
  • Wolfgang Eberhardt: Thüringer Altstraßen und Wege im Mittelalter zwischen Eisenach - Gotha - Bad Langensalza - Großvargula. In: Zur Geschichte des Landes an der Werra. III (1/3). Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2003, ISBN 3-936030-86-3, S. 207.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hellweg: Die zweite große Verbindung vom Rhein zur Weichsel zog sich von Köln herauf über Magdeburg nach Danzig. Hier entwickelte sich der mittelalterliche Fernhandelsweg auf dem alten germanischen Hellweg von Duisburg über Dortmund, Paderborn, Hildesheim, Braunschweig und Magdeburg, auf dem schon Drusus mit seinen Legionen an die Elbe vorgerückt war. An den genannten Orten entstanden berühmte Pfalzen und Bischofssitze. Nach der Eroberung des unteren Weichselraumes durch den Deutschen Orden wurde diese Ost-West-Straße von hier aus über Frankfurt/Oder, Gnesen und Thorn verlängert. Hans Hitzer (1971)
  2. Eisen und Waffen: Suhl und Schmalkalden – galten neben Nürnberg als Zentren mittelalterlicher Rüstungs- und Waffenfertigung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Eberhardt: Thüringer Altstraßen und Wege im Mittelalter zwischen Eisenach - Gotha - Bad Langensalza - Großvargula. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2003, ISBN 3-936030-86-3, Kölner Straße von Großenlupnitz über Haina nach Sonneborn, Wangenheimer Heerstraße zur Fahner Höhe, Eisenacher Straße von Sonneborn über Ernstdorf und Trenkelhof, S. 54.
  2. Albrecht Jockenhövel, Christoph Willms: Das Dietzhölzetal-Projekt, Archäometallurgische Untersuchungen zur Geschichte und Struktur der mittelalterlichen Eisenerzeugung im Lahn-Dill-Gebiet (Hessen), Münstersche Beiträge zur Ur- und frühgeschichtlichen Archäologie, Band I, Verlag Marie Leidorf, Rahden Westf. 2005, ISBN 3-89646-279-2, ISSN 1861-3942
  3. Michael Jacobs: Zur romanischen Kapitellplastik des Palas der Wartburg. In: Wartburgjahrbuch. Regensburg/Eisenach 1992, S. 63–73.
  4. Vgl. z. B. Akte Umfahrung der Zölle durch die Kaufleute 1492, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Jülich-Berg I, 1392).
  5. „Mietrath, ein Dorf, woselbst ein brabantischer Zoll bezahlet wird“; Anton Friedrich Büsching: Neuer Erdbeschreibung dritten Theils erster Band, 5. Aufl. Hamburg: Johann Carl Bohn 1771, S. 1004.
  6. Nach dem Siegburger Vergleich von 1604 endgültig homburgisch.
  7. Grob entsprechend dem Verlauf der heutigen Landstraßen 342 (Siegener Straße, Kölner Straße), 512 (Freudenberger Straße) und 564 (Siegener Straße).
  8. Straßennamen Köln-Leipziger Straße in Norken, Kirburg und Salzburg, Kölner Straße (Bundesstraßen 8 und 414) von Weyerbusch bis Hachenburg, Hochstraße in Nieder-Ingelbach und Altenkirchen, Hohe Straße (Bundesstraße 8) in Gieleroth, Leipziger Straße in Hachenburg, Alte Leipziger Straße (Bundesstraße 414) bei Hof u. ä.
  9. Brabanter Straße, Geschichte „er-fahren“, Fahrbericht über die Strecke Siegen-Leipzig, Die Hinterländer Mountainbiker, 35719 Angelburg-Gönnern 1998
  10. Die Territorialgeschichte des hessischen Hinterlandes (ehem. Landkrs. Biedenkopf), Ulrich Lennarz, Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte, Hrsg. Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde, Band 1, Elwert’sche Verlagsbuchhandlung Marburg 1973, ISBN 3-7708-0491-0, Seiten 1–8 und Karte 6 Alte Straßen
  11. Ursprünglich Gebiete des Stiftes Wetzlar und des Deutschen Ordens, später Kondominium der Landgrafschaft Hessen und der Herren von Fleckenbühl, dann hessisch.
  12. 1245 ziegenhainische Vogtei des Klosters Fulda.
  13. 1245 ziegenhainische Vogtei des Klosters Fulda.
  14. Ziegenhainische Gründung, 1294 mainzisch, 1463/64 hessisch, 1549 wieder mainzisch.
  15. Vgl. Johann Gottfried Hunger: Denkwürdigkeiten zur Finanzgeschichte von Sachsen. Oder neubearbeitete Geschichte der Abgaben in den Chursächsischen Staaten, Leipzig: Weygand 1790, S. 31 (Online-Ressource, abgerufen am 17. August 2011).
  16. Vgl. Gottfried August Benedict Wolff: Chronik des Klosters Pforta nach urkundlichen Nachrichten, Bd. I. Friedrich Christian Wilhelm Vogel, Leipzig 1843, S. 80f.
  17. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Band 4 Hessen, unveränd. Nachdruck der 3. Auflage, Kröner Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-520-27403-5
  18. Landgrafen-Regesten online Nr. 8995. Regesten der Landgrafen von Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hinreise: Kassel (2.5.), Homberg, Spieskappel, Kirchhain, Burg Blankenstein, Montabaur, Linz am Rhein (5.5.); Rückreise: Aachen (24.5.), Burtscheid (24./25.5.), Aachen (26.5.), Jülich, Bergheim, Königsdorf, Köln (27./28.5.), Brück (Dorf bei Brügge) (Mittag), Burg Denklingen (28./29.5.), Siegen, Marburg (30.5.).
  19. Vgl. Günter E. Th. Bezzenberger: Luthers Reise zum Religionsgespräch 1529. In: ders. / Karl Dienst (Hrsg.): Luther in Hessen. Verlag Evangelischer Presseverband, Kassel / Frankfurt am Main 1983, S. 50–69. Luther reiste über Netra, Röhrda, Waldkappel (27.9.), Friemen, Bischofferode, Pfieffe, Spangenberg, Homberg, Spieskappel (28.9.), Treysa, Speckswinkel, Erksdorf, Langenstein und Kirchhain (29.9) nach Marburg (30.9.).
  20. Gotha (6.9.), Eisenach (7.9.), Creuzburg (7.9.), Waldkappel (8.9.), Spieskappel (9.9.), Kirchhain (9.9.), Marburg (10.9.); vgl. Walter Thüringer / Heinz Scheible: Philipp Melanchthon: Briefwechsel. Regesten, Bd. 10 Orte A–Z und Itinerar. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1998, S. 454.
  21. Vgl. G. Landau: Beiträge zur Geschichte der Alten Herr- und Handelsstraßen in Deutschland I-II/2. In: Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte. 1 (1856), S. 659f.
  22. Treysa (11.6.), Kirchhain, Marburg, Gladenbach (12.6.), Dillenburg (13.6., Abreise 15.6.), Haiger, Siegen (16.6.), Denklingen, Overath, Deutz (17.6.) und Köln (17.6.); vgl. Hermann Keussen: Die drei Reisen des Utrechters Arnoldus Buchelius nach Deutschland, insbesondere sein Kölner Aufenthalt II. (DjVu-Format; auf Wikisource) In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein insbesondere das Alte Erzbistum Köln, 85, 1908, S. 43–90, bes. S. 50–54
  23. Erfurt (10.11.), Naumburg (11.–15.11), Weißenfels, Rippach, Lützen (15.–16.11.).
  24. G. W. Sante (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Band VI. Hessen, Kröner Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-520-27403-5, Seite 399, Schelderwald