Bracke (Wappentier)

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Die Bracke (nach der Hundegruppe der Bracken) symbolisiert seit dem Mittelalter als Wappentier die Jagdgerechtigkeit. Die Darstellung erfolgt in Form eines starken Hundes mit oft deutlich hervorgehobenem Hinterhauptbein sowie breiten, herabhängenden Ohren, die auch als Gehänge blasoniert werden. Ein anderer Name in der Heraldik ist der Molosser. Die Bracke gehört zur Gruppe der gemeinen Figuren, wird meist schwarz oder silbern und mit ausgeschlagener Zunge abgebildet. Alle Darstellungs- und Bewegungsformen für Hunde (stehend, schreitend, springend, sitzend, liegend, spürend, gestümmelt) mit erhobenem oder gesenktem Haupt finden Anwendung. Als Hund trägt die Bracke oft eine breite Halsung (als Halsband (edelsteinbesetzt bzw. anderweitig hervorgehoben), Stachelhalsband mit Ringschlaufe, Leitring, Leitseil oder Kette). Wie bei vielen gemeinen Figuren ist der Brackenaufriss oft epochen- und stilrichtungsbedingt. Oft wird nur das Brackenhaupt (Kopf mit anhängendem Hals) oder wachsender Brackenrumpf (Kopf, Hals und Torso) dargestellt. In dieser Form wird er als Helmzier, das heißt als Teil des Oberwappens verwendet.

Bereits die Hohenzollern haben seit etwa 1317 den Brackenkopf im Wappen. Die Führung als Helmdecke im Wappen soll am 10. April 1317 von Leubold von Rehberge (Rechensberg)[1] erkauft sein.

Die Fürsten von Reuß (auf dem Wappenhelm) und die Stadt Bad Lobenstein, aber auch Brackenheim (Württemberg) führen ihn im Wappenschild. Im letztgenannten Wappen ist es ein redendes Wappen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weiteres zum Wappentier: Hund

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bracke in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1950. (Neuauflage 1978 anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828-1978.) S. 729.