Bracovce

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Bracovce
Wappen Karte
Wappen fehlt
Bracovce (Slowakei)
Bracovce
Bracovce
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Michalovce
Region: Dolný Zemplín
Fläche: 9,622 km²
Einwohner: 945 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Höhe: 105 m n.m.
Postleitzahl: 072 05
Telefonvorwahl: 0 56
Geographische Lage: 48° 39′ N, 21° 50′ OKoordinaten: 48° 38′ 44″ N, 21° 50′ 22″ O
Kfz-Kennzeichen: MI
Kód obce: 522368
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Ivana Kolesnáčová
Adresse: Obecný úrad Bracovce
č. 275
072 05 Bracovce
Webpräsenz: www.obecbracovce.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Bracovce (ungarisch Berettő) ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit 945 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017), die zum Okres Michalovce, einem Teil des Košický kraj, gehört und in der traditionellen Landschaft Zemplín liegt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich inmitten des Ostslowakischen Tieflands am alten Flussdeich der Ondava, die heute etwa drei Kilometer am Ort vorbei fließt. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 105 m n.m. und ist 22 Kilometer von Michalovce entfernt.

Nachbargemeinden sind Kačanov im Norden, Dúbravka im Nordosten, Slavkovce und Zemplínske Kopčany im Osten, Malčice im Süden und Zemplínske Hradište im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bracovce wurde zum ersten Mal 1227 als Berethe schriftlich erwähnt und war Besitz mehrerer Familien des niederen Adels, wie z. B. Bogat-Radvan im Jahr 1240 oder Amadé im Jahr 1280. Im Verlaufe der Jahrhundert gab es etliche Besitzerwechsel, so waren die Familien Monaky und Dobi Gutsbesitzer im 14. sowie Izsépi, Cselei, Dobi, Ricsei, Beke, Orosz, Zádorházy, Lengyel, Nátafalusi, Csontoso, Perényi, Csupor und Csanády im 15. Jahrhundert. Neuzeitliche Besitzer stammten unter anderem aus den Familien Bornemissza, Drugeth, Kacinczy, Kozmay, Nagymihályi, Rákoczi und Tussay.

1582 wurden die ortsansässigen Familien mit einer Steuer in Höhe von fünf Porta besteuert, 1600 standen 12 bewohnte Häuser im Ort, doch im 17. Jahrhundert verarmten die Einwohner und zogen weg, sodass es 1715 nur noch drei bewohnte, aber auch verlassene Ansiedlungen gab. 1787 hatte die Ortschaft 36 Häuser und 375 Einwohner, 1828 zählte man 50 Häuser und 398 Einwohner, die als Landwirte und Obstbauern beschäftigt waren.

Bis 1918/1919 gehörte der im Komitat Semplin liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Bracovce 960 Einwohner, davon 870 Slowaken, 16 Roma, vier Tschechen sowie jeweils ein Pole und Russine. 68 Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

252 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 194 Einwohner zur orthodoxen Kirche, 166 Einwohner zur Evangelischen Kirche A. B., 125 Einwohner zur reformierten Kirche, 62 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, fünf Einwohner zu den Brethren, zwei Einwohner zu den Zeugen Jehovas und ein Einwohner zur altkatholischen Kirche. 30 Einwohner waren konfessionslos und bei 123 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[1]

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Kirche
  • evangelische Kirche
  • reformierte Kirche

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der örtliche Fußballclub heißt OŠK Svornosť Bracovce, die Gemeinde beherbergt zudem einen Tischtennisclub.

Infrastruktur und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bracovce hat eine gut ausgebaute Grundinfrastruktur (Wasserleitung, Gasleitung) und betreibt eine Grundschule und einen Kindergarten. Die Straße 2. Ordnung 554 verbindet die Gemeinde mit Oborín südlich und Trhovište (Anschluss an die Straße 1. Ordnung 19, E 50/E 58) nördlich des Ortes. Der nächste Bahnanschluss ist der viereinhalb Kilometer entfernte Bahnhof Bánovce nad Ondavou an der Bahnstrecke Michaľany–Łupków.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]