Braga

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Braga (Begriffsklärung) aufgeführt.
Braga
Wappen Karte
Wappen von Braga
Braga (Portugal)
Braga
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Cávado
Distrikt: Braga
Concelho: Braga
Koordinaten: 41° 33′ N, 8° 26′ W41.55-8.43Koordinaten: 41° 33′ N, 8° 26′ W
Einwohner: 181.819 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 183,4 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 991 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 470x-xxx
Kreis Braga
Flagge Karte
Flagge von Braga Position des Kreises Braga
Einwohner: 181.819 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 183,4 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 991 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 62
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Braga
Praça do Município
4704-514 Braga
Präsident der Câmara Municipal: Ricardo Rio (Partido Social Democrata)
Webpräsenz: www.cm-braga.pt



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Braga ['bɾagɐ] ist eine Stadt und ein Kreis im Norden von Portugal und Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Das Stadtgebiet, unterteilt in 23 Gemeinden, hatte 2011 ca. 182.000 Einwohner. Braga ist Sitz des Erzbischof-Primas von Portugal. 2012 war es Europäische Jugendhauptstadt.[3]

Geographie[Bearbeiten]

Die Europastraße E805 führt durch Braga.

Geschichte[Bearbeiten]

Die eisenzeitlichen Bracari nannten den Ort vielleicht Bracari. Eine vorrömische Besiedlung des Platzes ist aber nicht belegt.

Etwa 138/37 vor Christus eroberten die Römer unter Decimus Brutus das Land. Sie gründeten im Jahre 3 v. Chr. an dieser Stelle die römische Stadt Bracara Augusta und machten sie zur Hauptstadt des Conventus Bracarensis, 283 der Provinz Gallaecia. Im Verlauf der Völkerwanderung wurde Braga 411 Hauptort des Reiches der Sueben, das 586 westgotisch wurde. 561 und 572 fanden in Braga Konzile statt, die heidnische Praktiken verdammten.

Nach 711 fiel die Gegend an die Mauren, doch gelang den Christen im Rahmen der Reconquista früh die Rückeroberung, wobei Braga Teil der Grafschaft Porto wurde, aus der sich das Reich von Portugal entwickelte.

Es ist nicht bekannt, wann Braga das Stadtrecht bekam.

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • Grundig produzierte im Werk Braga On-Board-Units für das deutsche Lkw-Mautsystem von Toll Collect.
  • Delphi Grundig produzieren im Werk Braga Autoradios und Navigationssysteme für Erstausrüster in Europa und Nordamerika.
  • Robert Bosch GmbH produziert im Braga Werk Autoradios, Navigationssysteme sowie sonstige elektronische Produkte für Erstausrüster in Europa, Nordamerika und Asien.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Quelle Fonte do Ídolo
Bom Jesus do Monte, Via Sacra bei Braga

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Fonte do Ídolo (römerzeitliche Felswand mit Reliefs und Quelle), den lusitanischen Göttern Nabia und Tongoenabiagus gewidmet
  • Praça da República (Hauptplatz im Zentrum)
  • Jardim de Santa Bárbara
  • Bom Jesus do Monte Wallfahrtskirche (ca. 5 km nordöstlich von Braga) mit Elevador do Bom Jesus und Via Sacra mit 600 Stufen und 14 Stationskapellen
  • Santuário do Sameiro, nach Fátima zweitgrößtes Marienheiligtum Portugals
  • Estádio Municipal (Fußballstadion)
  • Kirche Santa Cruz
  • Kathedrale Sé Velha mit
Kathedrale Sé Velha
    • der Capela dos Reis (Königskapelle). Hier stehen die 1513 angefertigten Sarkophage von Heinrich von Burgund (†1122) und seiner Gemahlin Teresa (†1130) sowie das Grabmal des 1397 verstorbenen Erzbischofs Lourenço Vicente Coutinho.
    • der Capela de São Geraldo mit hölzerner Liegefigur des Erzbischofs.
    • der Capela da Glória mit Wandmalereien im Mudéjar-Stil und dem Sarkophag des Erzbischofs Gonçalo Pereira (†1336)
    • der Turmkapelle, in der das flämische Grabmal des Infanten Afonso (1400) aus vergoldetem Kupfer aufbewahrt wird.
    • dem spätgotischen Chor
    • dem manuelinischen Taufbecken
    • der Rates-Kapelle mit der Darstellung des Lebens des ersten Bischofs von Braga, São Pedro de Rates aus Azulejo-Paneelen
    • dem „Museum für religiöse Kunst“ der Kathedrale Museu da Sé mit dem São-Geraldo-Kelch
    • dem Kreuzgang
    • der Schatzkammer
  • Antigo Paço Episcopal, ehem. Bischofspalast
  • Palácio dos Biscainhos, ein Stadtpalast aus dem 18. Jahrhundert, heute Museum
  • Capela de São Frutuoso (nördlich, etwas außerhalb von Braga)
  • Die Torre de Santiago
  • Sete Fontes (Sieben Brunnen)
  • Câmara Municipal, altes Rathaus von 1754

Theater[Bearbeiten]

Prozession am 24. Juni 2009

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Braga Jazz (März)
  • Buchmesse (März)
  • Feira Romana (Mai)
  • Prozessionen am Fest des Johannes des Täufers (23./24. Juni)
  • Mimarte - Theaterfestival (Juli)
  • Internationales Folklorefestival (August)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstädte von Braga sind[4]

Galerie[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Der Kreis[Bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten]

Braga ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Amares, Póvoa de Lanhoso, Guimarães, Vila Nova de Famalicão, Barcelos sowie Vila Verde.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 62 auf 37 verringerte.[5]

Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Braga:

Freguesias von Braga vor der Gebietsreform 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Braga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikisource-logo.svg Bracara Augusta in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft.

Belege[Bearbeiten]

  1. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. Offizielle Seite (engl.), abgerufen am 15. Februar 2012
  4. Associação Nacional de Municípios Portugueses: Geminações de Cidades e Vilas
  5. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014