Brahojos de Medina

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Gemeinde Brahojos de Medina
Brahojos de Medina – Luftbild
Brahojos de Medina – Luftbild
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Brahojos de Medina (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Valladolid
Comarca: Tierra de Medina
Koordinaten 41° 14′ N, 5° 3′ WKoordinaten: 41° 14′ N, 5° 3′ W
Höhe: 750 msnm
Fläche: 27,44 km²
Einwohner: 124 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 4,52 Einw./km²
Postleitzahl: 47461
Gemeindenummer (INE): 47025 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Brahojos de Medina

Brahojos de Medina ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 124 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Süden der Provinz Valladolid der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Brahojos de Medina liegt in der Comarca Tierra de Medina in der kastilischen Hochebene in einer Höhe von etwa 750 m ü. d. M.[2] Die Provinzhauptstadt Valladolid befindet sich gut 70 km (Fahrtstrecke) nordöstlich; Medina del Campo, der Hauptort der Comarca, ist nur 18 km in nordöstlicher Richtung entfernt. Das Klima im Winter ist durchaus kalt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die spärlichen Regenfälle (ca. 375 mm/Jahr) fallen verteilt übers ganze Jahr.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2016
Einwohner 414 333 414 182 130

Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die auf den fruchtbaren Lehm- und Lössböden der Tierra de Medina betriebene Feldwirtschaft und die Haltung von Kleinvieh (v. a. Hühner) bildeten jahrhundertelang die Lebensgrundlage der als Selbstversorger lebenden Bevölkerung der Region; Pferde und Esel wurden als Zug- und Tragtiere gehalten. Seit dem Mittelalter entwickelten sich auch Handwerk, Kleinhandel und Dienstleistungsbetriebe aller Art, die jedoch inzwischen zumeist wieder verschwunden sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vorrömischer Zeit gehörte die Region zum Siedlungsgebiet des keltischen Volksstamms der Vaccäer; später kamen Römer und Westgoten und im 8. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Mauren überrannt – alle vier Kulturen haben jedoch in dem ehemals möglicherweise bewaldeten Gebiet keine archäologisch verwertbaren Spuren hinterlassen. Bereits im 9. Jahrhundert eroberten asturisch-leonesische Heere die Gebiete nördlich des Duero zurück (reconquista). Ende des 10. Jahrhunderts machte der maurische Heerführer Almansor die christlichen Erfolge vorübergehend wieder zunichte, aber im 11. Jahrhundert dehnte das Königreich León sein Herrschaftsgebiet erneut bis zur Duero-Grenze aus. Die Region wurde wiederbesiedelt (repoblación). Nach vorangegangenen Versuchen vereinigte sich León im Jahr 1230 endgültig mit dem Königreich Kastilien, doch kam es auch in der Folgezeit immer wieder zu Auseinandersetzungen. Seine Blütezeit erlebte der Ort im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Iglesia de María Magadalena ist ein nahezu komplett aus Ziegelsteinen errichteter Bau des 16. Jahrhunderts. Die drei Kirchenschiffe sind gewölbt und mit Stuckornamenten aus dem 18. Jahrhundert verziert. Besonders zu beachten ist eine dem Bildschnitzer Gregorio Fernández zugeschriebene Christusstatue aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brahojos de Medina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Brahojos de Medina – Karte mit Höhenangaben
  3. Brahojos de Medina – Klimatabellen
  4. Brahojos de Medina – Bevölkerungsentwicklung
  5. Brahojos de Medina – Kirche Santa María Magdalena