Bramme

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Zwei Brammen nach dem Abbrennen

Als Bramme wird ein Block aus gegossenem Stahl, Aluminium oder Kupfer bezeichnet, dessen Breite und Länge ein Mehrfaches seiner Dicke beträgt. Brammen werden durch Gießen und ggf. anschließendem Walzen hergestellt und dienen oft als Vormaterial für verschiedene Gussverfahren, zum Walzen von Blechen und Bändern sowie zum Strangpressen.

Die ursprüngliche, heute nur noch für spezielle Werkstoffe angewendete, Methode der Brammenherstellung ist das Gießen im fallenden oder steigenden Guss in stehende Kokillen. Die gegossenen Brammen haben eine konische Form, um sie aus der Kokille entfernen („strippen“) zu können. Anschließend können diese Brammen durch Walzen in Block- bzw. Brammenwalzwerken in eine prismatische Form überführt werden, die sogenannten Walzbrammen.

Heute werden Brammen meist durch Schneiden des kontinuierlichen Stranges hergestellt, der beim Stranggussverfahren entsteht.

Die Dimensionen einer Bramme richtet sich nach dem Fertigungsverfahren und den Abmessungen des gewünschten Produkts. Für Bänder entspricht ihre Breite in etwa der Bandbreite, da die Bramme längs gewalzt wird. Die Stärke und Länge sind vom gewünschten Gewicht des Bandes abhängig. Gekürzt werden Brammen oft durch das Abbrennen in einer Abbrennmaschine oder das Schneiden mit einer Trennscheibensäge.

Die Länge von Brammen für Grobbleche wird durch die Ballenbreite der Blechwalzwerke begrenzt, da die Bramme quer angestochen und in den ersten Stichen auf die geforderte Blechbreite gewalzt wird. Anschließend wird sie um 90° gedreht und auf die Solldicke gewalzt.

Brammen als Kunstobjekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ruhrgebiet wurden Brammen an zwei Orten als rohe und minimalistisch-massive Skulpturen und Industriedenkmal aufgestellt, nämlich die „Bramme für das Ruhrgebiet“ auf der Schurenbachhalde in Essen und „Rheinorange“ an der Mündung der Ruhr in den Rhein bei Duisburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Wichmann: Auftragsbasierte Belegungsplanung von Stranggießanlagen in der stahlerzeugenden Industrie. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-04294-3.
  • Hansgerd Kämpfe: Bewehrungstechnik. Grundlagen – Praxis – Beispiele – Wirtschaftlichkeit, 1. Auflage, Vieweg + Teubner, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-8348-0767-0.
  • Paul Gümpel: Rostfreie Stähle. Grundwissen, Konstruktions- und Verarbeitungshinweise, 4. völlig neubearbeitete Auflage, expert verlag, Renningen 2008, ISBN 978-3-8169-2689-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]