Bramstedt (Hagen im Bremischen)

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Bramstedt
Wappen von Bramstedt
Koordinaten: 53° 22′ 0″ N, 8° 41′ 37″ O
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 44,85 km²
Einwohner: 1957 (27. Nov. 2017)
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2014
Postleitzahl: 27628
Vorwahl: 04746, 04748, 04793
Bramstedt (Niedersachsen)
Bramstedt

Lage von Bramstedt in Niedersachsen

Bramstedt in der Gemeinde Hagen im Bremischen
Bramstedt in der Gemeinde Hagen im Bremischen
Bramstedt von oben

Bramstedt (niederdeutsch Braamst) ist ein Ortsteil der Gemeinde Hagen im Bremischen im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die germanischen Chauken besiedelten vor Christi Geburt das Gebiet beidseitig der Unterweser. Sächsische Stämme eroberten wahrscheinlich ab 300/400 nach Chr. weite Teile Niederdeutschlands und die Chauken gingen in den Sachsen auf. Bramstedt soll zu den ältesten Orten im Norden gehören. Es war bis etwa 1800 ein Bauerndorf, das seinen alten Ortskern bis heute erhalten hat. Die historischen Gebäude sind vorwiegend Fachwerkhäuser. Das Niedersachsenhaus ist ein 200 Jahre alter Fachwerkbau mit Backhaus, Schafstall und Wagenremise. Es dient heute als Begegnungsstätte.

Um die Zeit von 900 bis 1000 entstand bei der Missionierung des Gebietes in Bramstedt die erste bekannte Kirche. Die heutige evangelische St.-Jacobi-Kirche von 1750 brannte 1779 ab und wurde 1781 wieder aufgebaut. Das bronzene Taufbecken von 1469 stammt von Hinrich Klinghe.[1]

Ab dem 11. Jahrhundert gelangte Bramstedt zum Bistum Bremen, ab 1648 zum schwedisch beherrschten Reichsterritorium Bremen-Verden, ab 1719/1720 zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (1815 Königreich Hannover), das 1866 als Provinz Hannover an Preußen kam. Ab 1885 gehörte der Ort zum Amt Hagen und zum Landkreis Geestemünde der 1932 in den Landkreis Wesermünde aufging und 1977 in den Landkreis Cuxhaven. 1927 war das Amtsgericht in Hagen, eine Poststelle befand sich in Bramstedt und das Finanzamt lag in Wesermünde.[2] Seit 1946 liegt der Ort im Land Niedersachsen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Harrendorf, Lohe bei Bramstedt und Wittstedt eingegliedert.[3]

Zum 1. Januar 2014 erfolgte die Auflösung der Samtgemeinde Hagen und deren Mitgliedsgemeinden sowie die Neubildung der neuen Gemeinde Hagen im Bremischen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1925: 0506 Einwohner
  • 1933: 0494 Einwohner
  • 1939: 0483 Einwohner
  • 1961: 0583 Einwohner[3]
  • 1970: 0654 Einwohner[3]

mit den (später) eingemeindeten Orten

  • 1961: 1492 Einwohner[3]
  • 1970: 1586 Einwohner[3]
  • 2011: 1884 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Bramstedt setzt sich aus vier Ratsfrauen und fünf Ratsherren folgender Parteien und erlangten Sitzen zusammen:[5]

Die Amtszeit läuft von 2016 bis 2021

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister von Bramstedt ist Hinrich Bühring (CDU).[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Bramstedter Wappens stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch schon die Wappen von Altluneberg, Appeln, Axstedt und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[6]

Wappen von Bramstedt (Hagen im Bremischen)
Blasonierung:Geteilt, oben in Blau drei silberne Rüdenköpfe mit goldener Zunge und goldenen, beringten Halsbändern, unten in Gold eine blaue Jakobsmuschel.“[6]
Wappenbegründung: Die Rüdenköpfe sind dem Wappen des ausgestorbenen Adelsgeschlechtes von Bramstedt entlehnt. Die Jakobsmuschel ist ein Beizeichen des Apostels Jakobus, des Patrons der Bramstedter Kirche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die evangelische St.-Jacobi-Kirche von 1750 hat einen rechteckigen Saalbau, verputzte Backsteinwände mit Strebepfeilern und einen Ostturm. 1779 brannte die Kirche ab und sie wurde 1781 wieder aufgebaut mit nunmehr hölzernen Segmentbogentonnen. Das bronzene Taufbecken, 1469 gegossen, stammt von Hinrich Klinghe. Der große Kanzelaltar entstand um 1781.
  • Das Niedersachsenhaus, ein 200 Jahre altes Fachwerkhaus mit Backhaus, Schafstall und Wagenremise, dient heute den Einwohnern als kulturelle und dörfliche Begegnungsstätte.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Beziehung zum Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tür-Lüer
  • Die Friesenquelle
  • Das Karolingerschwert
  • Die Glockenkuhle bei Gackau
  • Der überlistete Teufel
  • Wie der Name Harrendorf entstanden ist
  • Die Zwerge im Rügen Barg und im Postbarg

(Quelle unter[7])

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bramstedt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen/Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München 1977, ISBN 3-422-00348-7.
  2. Deutsche Verwaltungsgeschichte. Stadt und Landkreis Geestemünde (ab 1932 Wesermünde). In: Internetseite Deutsche Verwaltungsgeschichte. Universität Osnabrück, abgerufen am 28. November 2017.
  3. a b c d e Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  4. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Hagen im Bremischen. Vom: 19. Juni 2013. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem – Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt. Gemeinde Hagen im Bremischen, Landkreis Cuxhaven, 25. Juni 2013, abgerufen am 24. Februar 2018 (PDF; 153 KB, Nr. 10/2013, S. 162).
  5. a b Ortsrat Bramstedt. In: Provox Systemplanung. Abgerufen am 28. November 2017.
  6. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  7. Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das grosse Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung. 3. Auflage. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.