Brandenburger Innovationspreis

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Logo des Brandenburger Innovationspreises 2020

Mit dem Brandenburger Innovationspreis prämiert das Land Brandenburg Innovationen aller Art, die gute bis sehr gute Aussichten auf Markterfolg haben. Ausgezeichnet werden auch beispielgebende, nicht technische Innovationen wie Organisations- und Marketingkonzepte sowie Geschäftsmodelle in den Clustern Ernährungswirtschaft[1], Kunststoffe und Chemie[2] sowie Metall[3]. Er ist eng verzahnt mit der Innovationsstrategie des Landes Brandenburg (innoBB 2025). Voraussetzungen zur Wettbewerbsteilnahme sind, dass die eingereichten Lösungen einen direkten Bezug zum Land Brandenburg haben und bereits als Prototyp existieren, die Vermarktung bereits begonnen hat oder eine erste Etablierung am Markt erfolgt ist. Die Innovation darf nicht älter als 36 Monate sein. Der Preis wird seit 2014 vom brandenburgischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie[4] verliehen. Der Brandenburger Innovationspreis ist mit bis zu 10.000 Euro pro Cluster dotiert. Er kann maximal an drei Preisträgerinnen und Preisträger je Cluster vergeben werden. In diesem Fall wird der Preis zu gleichen Teilen aufgesplittet.[5]

Jörg Steinbach (2010)

Jury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aktuellen, unabhängigen Expertenjurys für den Innovationspreis wurden von Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg 2019 berufen.[6][7][8] Die unabhängigen Fachjurys prüfen die Bewerbungen auf ihre Innovationshöhe, die Marktchancen und ihre Relevanz für die Wirtschaft im Land Brandenburg. Auch soziale Aspekte wie Arbeitszeit- und Mitwirkungsmodelle werden von den Jurys bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Jurys des Brandenburger Innovationspreises 2020
Juror/in Unternehmen/Institution
Klaus Jeske (Ernährungswirtschaft) Wirtschaftsvereinigung der Ernährungsindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (WVEB)
Anna Maria Häring (Ernährungswirtschaft) HNEE – Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Sascha Rohn (Ernährungswirtschaft) Universität Hamburg
Kay Rückewold (Ernährungswirtschaft) pro agro - Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e. V.
Björn Fromm (Ernährungswirtschaft) Handelsverband Berlin-Brandenburg e. V.
Olaf Klenke (Ernährungswirtschaft) Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Landesbezirk Ost
Christoph Mühlhaus (Kunststoffe & Chemie) Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland
Jürgen Fuchs (Kunststoffe & Chemie) BASF Schwarzheide GmbH
Mike Thieme (Kunststoffe & Chemie) Technische Universität Dresden
Dietmar Auhl (Kunststoffe & Chemie) Technische Universität Berlin
Oliver Heinrich (Kunststoffe & Chemie) IG BCE Landesbezirk Nordost
Bettina Rechenberg (Metall) Umweltbundesamt
Bernd Viehweger (Metall) BTU Cottbus-Senftenberg
Werner Maass (Metall) VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH
Reiner Storch (Metall) AEM – Anhaltinische Elektromotorenwerk Dessau GmbH
Sven Weickert (Metall) Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e. V.
Christoph Hahn (Metall) IG Metall

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 (2020 = 7. Jahrgang) wurden mehr als 300 Innovationen in den drei Clustern eingereicht, davon wurden 44 Unternehmen ausgezeichnet. 155 Bewerbungen kamen insgesamt aus dem Cluster Ernährungswirtschaft, 59 aus dem Cluster Kunststoffe & Chemie sowie 86 aus dem Cluster Metall. Die Herkunft der Preisträger: 16 aus dem Cluster Ernährungswirtschaft, 13 aus dem Cluster Kunststoffe & Chemie und 20 aus dem Cluster Metall.[9]

Der Brandenburger Innovationspreis wird jährlich im Januar ausgelobt, die Bewerbungsphase läuft in der Regel bis Mitte April - 2020 coronabedingt bis Juni verlängert. Auf den jeweiligen Clusterkonferenzen werden die Preise feierlich verliehen - 2020 in Clustern Ernährungswirtschaft, Kunststoffe & Chemie sowie Metall coronabedingt zum ersten Mal in Form einer digitalen Preisverleihung[10] durch Wirtschaftsminister Jörg Steinbach im Rahmen der digitalen Clusterkonferenzen.

Jahr Ernährungswirtschaft Kunststoffe & Chemie Metall
2014 Mühle Steinmeyer, Luckenwalde Allresist GmbH, Strausberg LHW GmbH, Spreenhagen
Bioanalyt GmbH, Teltow PAS Deutschland GmbH, Neuruppin Anton Paar ProveTec GmbH aus Blankenfelde-Mahlow
Herbafood Ingrediens GmbH, Werder (Havel)
2015 IceGuerilla.de GmbH & Co KG, Beeskow ATG Sitec GmbH, Stahnsdorf Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG
LOMAGRI GmbH, Mittenwalde Motzener Kunststoff und Gummiverarbeitung GmbH ENVIRAL Oberflächenveredelung GmbH, Niemegk
Golßener Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. Produktions KG PAS Deutschland GmbH, Neuruppin Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
2016 Werder Frucht GmbH, Groß Kreutz Joachim Weiland Werkzeugbau GmbH & Co. KG, Hoppegarten Hüffermann Transportsysteme GmbH, Neustadt (Dosse)
GV Institut für Getreideverarbeitung GmbH, Nuthetal ReMetall Deutschland GmbH, Drochow, Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Smartly Solutions GmbH, Königs Wusterhausen
2017 Bäckerei Vollkern, Temnitztal REISS Büromöbel GmbH, Bad Liebenwerda KAPI electronics GmbH, Eberswalde
PAS Deutschland GmbH, Neuruppin A bis Z Oberflächenveredelung, Zehdenick
UNIROR Universal-Rohrreinigungs GmbH, Forst (Lausitz) Sinfosy GmbH, Wildau
2018 Carl Pabst, Samen & Saaten GmbH, Großbeeren keine Preisträger Havel metal foam GmbH, Brandenburg an der Havel
Kunella Feinkost GmbH, Cottbus tom logisch – exploring the world in a better way UG (haftungsbeschränkt), Kleinmachnow
Mosterei Ketzür GmbH, Beetzseeheide Sinfosy GmbH, Wildau
2019 EWG Eberswalder Wurst GmbH, Britz Trevira GmbH, Guben Knowhow Wilhelms GmbH, Königs Wusterhausen
UniCaps GmbH, Frankfurt (Oder) AST - Advanced Sailing Technologies GmbH, Potsdam ABB Automation GmbH, Cottbus
Havel metal foam GmbH, Brandenburg an der Havel
2020 Agrargesellschaft Emsterland GmbH, Kloster Lehnin Anton Paar ProveTec GmbH aus Blankenfelde-Mahlow Kjellberg (Finsterwalde)
Stenon GmbH, Potsdam tom logisch – exploring the world in a better way UG (haftungsbeschränkt), Kleinmachnow ABB Automation (Cottbus)
nxtbase technologies GmbH (Potsdam-Babelsberg)

Quelle[11][12]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetauftritt des Clusters Ernährungswirtschaft
  2. Internetauftritt des Clusters Kunststoffe und Chemie
  3. Internetauftritt des Clusters Metall
  4. Brandenburger Innovationspreis 2020: Bewerbungsphase gestartet, Pressemitteilung vom 20. Januar 2020
  5. Märkische Oderzeitung vom 20. Januar 2020
  6. Jury Ernährungswirtschaft
  7. Jury Kunststoffe und Chemie
  8. Jury Metall
  9. Statistik auf der Homepage des Brandenburger Innovationspreises
  10. Digitale Preisverleihung auf YouTube, 22. September 2020
  11. Brandenburger Innovationspreis
  12. Preisverleihung 2020 im Cluster Kunststoffe und Chemie