Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

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Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
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Gründung 1. Juli 2013
Trägerschaft staatlich
Ort Cottbus und Senftenberg
Bundesland Brandenburg
Land Deutschland
Präsident Jörg Steinbach
Studenten ca. 8000
Mitarbeiter 1481 (Stand: 31.12.2016)
davon Professoren 197 (Stand: 31.12.2016)
Jahresetat 86,3 Mio. Euro (dazu 28,1 Mio. Euro Drittmittel) (2016)
Website www.b-tu.de

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (kurz meist BTU) ist eine Technische Universität, die im Jahr 2013 neu gegründet wurde. Die BTU ist nach der Universität Potsdam die zweitgrößte Universität Brandenburgs.

Geschichte und Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Hauptgebäude auf den zentralen Campusplatz in Cottbus
Standorte btu.svg

Die Brandenburgische Technische Universität geht auf die beiden Vorgängerhochschulen Brandenburgische Technische Universität Cottbus und Hochschule Lausitz zurück. Offizielles Gründungsdatum der neuen Hochschule war der 1. Juli 2013. Am 17. Oktober 2013 fand die Wahl des Gründungssenats und des erweiterten Gründungssenats statt. Am 18. Dezember 2013 wurde mit der Wahl des Studentenparlaments die erste gemeinsame studentische Vertretung der BTU Cottbus-Senftenberg gewählt. Am 11. Juli 2014 wurde Jörg Steinbach zum ersten gemeinsamen Universitätspräsidenten ernannt.

Universitätscampus befinden sich in den Städten Cottbus und Senftenberg im Süden des Landes Brandenburg. Der Zentralcampus in Cottbus befindet sich unweit des Stadtzentrums.

Forschungsprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BTU Cottbus-Senftenberg ist durch die klassischen Merkmale einer Technischen Universität charakterisiert. Die vertretenen Forschungsbereiche beschäftigen sich vor allem mit den Themen Umwelt, Energie, Material, Bauen, Biotechnologie sowie Informations- und Kommunikationstechnologie.

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst unterteilte sich die 2013 neu gegründete BTU Cottbus-Senftenberg in acht Fakultäten. Von der damaligen BTU Cottbus kamen die Fakultät 1 (Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik) mit dem Mathematischen Institut, dem Institut für Physik und Chemie und dem Institut für Angewandte Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen, die Fakultät 2 (Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung), die Fakultät 3 (Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen) mit den Instituten für Verkehrstechnik, für Produktionsforschung, für Elektronik und Informationstechnik, für Energietechnik, für Wirtschaftswissenschaften sowie für Arbeits- und Sozialwissenschaften, und die Fakultät 4 (Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik) mit den Instituten für Umweltmanagement, für Umwelttechnik, für Verfahrenstechnik und für Boden, Wasser, Luft. Ehemalige Fachbereiche der damaligen Hochschule Lausitz waren die Fakultät 5 (Ingenieurwissenschaften und Informatik), die Fakultät 6 (Naturwissenschaften), die Fakultät 7 (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Musikpädagogik), und die Fakultät 8 (Bauen).

Seit dem 1. April 2016 ist die BTU Cottbus–Senftenberg in sechs Fakultäten gegliedert:

  • Fakultät 1: MINT – Mathematik, Informatik, Physik, Elektro- und Informationstechnik
  • Fakultät 2: Umwelt und Naturwissenschaften
  • Fakultät 3: Maschinenbau, Elektro- und Energiesysteme
  • Fakultät 4: Soziale Arbeit, Gesundheit und Musik
  • Fakultät 5: Wirtschaft, Recht und Gesellschaft
  • Fakultät 6: Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der BTU Cottbus-Senftenberg

Das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der BTU Cottbus-Senftenberg, welches in den Jahren 2006 und 2007 mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichnet wurde[1], beherbergt unter anderem eine Universitätsbibliothek.

Biotechnologiezentrum in Senftenberg

Die BTU unterhält seit September 2010 ein Wasserstoff-Forschungszentrum, das an den Lehrstuhl Kraftwerkstechnik angegliedert ist. Die BTU betreibt ein Biotechnologiezentrum, und besitzt ein Sprachenzentrum in welchem die Sprachen Arabisch, Chinesisch, Deutsch als Fremdsprache, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch vermittelt werden.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angebotene Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angewandte Chemie (Bachelor/Master) fachhochschulisch
  • Angewandte Mathematik (Master) universitär
  • Architektur (Bachelor/Master) universitär
  • Bauen und Erhalten (Master) universitär
  • Bauingenieurwesen (Bachelor/Master) universitär
  • Berufspädagogik für Gesundheitsberufe (Master) universitär
  • Betriebswirtschaftslehre (Bachelor/Master) universitär, (Bachelor) fachhochschulisch
  • Biotechnologie (Bachelor/Master) fachhochschulisch
  • Cyber Security (Master) universitär
  • eBusiness (Bachelor/Master) universitär
  • Elektrotechnik (Bachelor/Master) universitär, (Bachelor/Master) fachhochschulisch
  • Environmental and Resource Management (Bachelor/Master) universitär
  • Euro Hydro-Informatics and Water Management (Master) universitär
  • Forensic Sciences and Engineering (Master) universitär
  • Heritage Conservation and Site Management (Master) universitär
  • Instrumental- und Gesangspädagogik (Bachelor) fachhochschulisch
  • Informatik (Bachelor/Master) universitär, (Master) fachhochschulisch
  • Informations- und Medientechnik (Bachelor/Master) universitär
  • Klimagerechtes Bauen und Betreiben (Master) fachhochschulisch
  • Kultur und Technik (Bachelor/Master) universitär
  • Landnutzung und Wasserbewirtschaftung (Bachelor/Master) universitär
  • Maschinenbau (Bachelor/Master) universitär, (Bachelor/Master) fachhochschulisch
  • Mathematik (Bachelor) universitär
  • Medizininformatik (Bachelor) universitär
  • Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien (Master) universitär
  • Pflegewissenschaft (Bachelor) fachhochschulisch
  • Physik (Bachelor/Master) universitär
  • Power Engineering (Master) universitär
  • Soziale Arbeit (Bachelor/Master) fachhochschulisch
  • Stadt- und Regionalplanung (Bachelor/Master) universitär
  • Technologien biogener Rohstoffe (Bachelor) universitär
  • Therapiewissenschaften (Bachelor) fachhochschulisch
  • Umweltingenieurwesen (Bachelor/Master) universitär
  • Urban Design – Revitalization of Historic City Districts (Master) universitär
  • Verarbeitungstechnologien der Werkstoffe (Master) universitär
  • Verfahrenstechnik (Bachelor) universitär
  • Verfahrenstechnik – Prozess- und Anlagentechnik (Master) universitär
  • Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor/Master) universitär, (Bachelor/Master) fachhochschulisch
  • Wirtschaftsmathematik (Bachelor) universitär
  • Wirtschaftsrecht für Technologieunternehmen (Master) universitär
  • World Heritage Studies (Master) universitär

Die Einschreibung für Bachelor-Studiengänge ist nur zum Wintersemester möglich, bei den Master-Studiengängen zum Teil auch zum Sommersemester. Die Studiengänge Environmental and Resource Management, Euro Hydro-Informatics, Water Management, World Heritage Studies and Heritage Conservation and Site management werden komplett in Englisch unterrichtet. Ein Auslandsaufenthalt an einer der BTU-Partneruniversitäten ist in diesen Studiengängen obligatorisch.

Semestergebühren und Semesterticket[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ein Studium an der BTU Cottbus wird ein Semesterbeitrag von 262,38 Euro erhoben.[2]

Dieser Beitrag setzte sich zusammen aus den Gebühren für das Studentenwerk, die Studierendenschaft, den Immatrikulationsgebühren und den Gebühren für das Semesterticket. Es werden sonst keine weiteren Studiengebühren erhoben.

Das Semesterticket, welches mit 126,38 Euro einen Großteil der Semesterbeitrags ausmacht, erlaubt den Studierenden die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin und Brandenburg (VBB-Gesamtnetz) sowie die Nutzung der Bahnlinie RE18 und RE15 nach Dresden Hauptbahnhof. Auch die freigegebenen IC/EC-Fernverkehrszüge konnten innerhalb von Berlin-Brandenburg mit dem Semesterticket genutzt werden.

Kooperationen, Mitglied- und Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungsgebäude für Leichtbauwerkstoffe (Panta-Rhei-Halle)

Die BTU arbeitet eng mit dem Centrum für Energietechnologie Brandenburg – CEBra-Research zusammen und ist Hauptgesellschafter der Panta Rhei gGmbH, einem Forschungszentrum für Leichtbauwerkstoffe[3]. Die Hochschule besitzt als eine von weltweit 30 und deutschlandweit 4 technischen Universitäten den Status eines University Technology Centers (UTC) des europäischen Triebwerkeherstellers Rolls-Royce[4] und arbeitet im Zuge des geophysikalischen Geoflow Projektes eng mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zusammen. Sie ist Mitglied im Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN).[5] Ein gemeinsames Labor wird von der Universität und der Innovations for High Performance Microelectronics GmbH unter dem Namen Joint Lab betrieben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013–2014: Gründungsbeuaftragter Birger Hendriks
  • seit 2014 Jörg Steinbach

Professoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Siehe auch: Hochschullehrer der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg

Ehrendoktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Konrad Jerzy Nowacki[6]
  • 2016: Ulrich Wenger[7]
  • 2016: Michael von Bronk[8]
  • 2016: Marek Bojarski[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Galerie der Auszeichnungen für das IKMZ. Abgerufen am 18. Januar 2015.
  2. Informationsseite über Rückmeldungen von Studenten der BTU. Abgerufen am 20. August 2017.
  3. Selbstporträt der Panta Rhei gGmbH. Abgerufen am 18. Januar 2015.
  4. Research and University Technology Centres. Abgerufen am 18. Januar 2015.
  5. Mitglieder des HLRN. Abgerufen am 18. Januar 2015.
  6. BTU News. Nr. 45, S. 62, online; Prof. Nowacki doktorem honoris causa Brandenburskiego Uniwersytetu Technicznego Cottbus. 15. Februar 2016
  7. Ulrich Wenger erhält die Ehrenpromotion der BTU Cottbus-Senftenberg. 20. März 2016
  8. Vergabe der Ehrendoktorwürde an Michael von Bronk. 20. Juli 2016
  9. Verleihung der Ehrendoktorwürde an Professor Marek Bojarski. 9. November 2016

Koordinaten: 51° 31′ 17″ N, 13° 59′ 13″ O