Brandstwiete

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Links der Südteil der Brandstwiete, der rote Backsteinbau rechts ist Gröningers Braukeller

Die Brandstwiete ist eine historische Straße in Hamburg-Altstadt nahe dem U-Bahnhof Meßberg.

Der Name „Brandstwiete“ leitet sich ab von dem Hamburger Bürger Hein Brand, dessen Festnahme 1410 zum Aufstand der Hamburger Bürger führte und zur ersten Hamburger Verfassung. Hein Brands Haus stand an dieser Straße. Twiete ist ein gebräuchlicher Name für einen Verbindungsweg zwischen zwei Straßen oder einen schmalen Pfad zwischen den Häusern.

Die Straße läuft vom Alten Fischmarkt/Speersort (wo im Pressehaus die Redaktion der Wochenzeitung Die Zeit sitzt) zur Speicherstadt, in der sie an der Kornhausbrücke am Zollkanal endet. Hier liegt auch das Deutsche Zollmuseum.

Neuere Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Brandstwiete Nr. 1 liegt das Geschäftshaus Neuer Dovenhof, das 1991 bis 1994 entstand. Das architekturgeschichtlich wichtige Kontorhaus Dovenhof – erbaut 1885/86 – lag südlich der Kreuzung und wurde 1967 abgerissen. An dessen Stelle hat man 1966/68 das (ehemalige) Redaktionsgebäude des Spiegels errichtet.

Historische Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen der Willy-Brandt-Straße und der Straße Zippelhaus erstreckt sich an der Brandstwiete eine geschlossene Häuserzeile aus der Zeit um 1878. Das ganze Ensemble, sowie auch die einzelnen Häuser sind als Kulturdenkmäler ausgewiesen.

Gebäudezeile im südlichen Teil der Brandstwiete
Objekt ID
Denkmalschutzamt
Hamburg
Art Adresse Bild
29910 Ensemble Brandstwiete 32, 34, 36, 38, 42, 44, 46, 50, 54, 58, 60,
Willy-Brandt-Straße 43, 45,
Zippelhaus 7
siehe Panoramafoto
11786 Objekt Wohngeschäftshaus
Brandstwiete 32, 34, 36, 38
Brandstwiete 36 (Hamburg-Altstadt).11786.ajb.jpg
11787 Objekt Wohngeschäftshaus
Brandstwiete 42, 44
Brandstwiete 42 (Hamburg-Altstadt).11787.ajb.jpg
11788 Objekt Wohngeschäftshaus
Brandstwiete 46
Brandstwiete 46 (Hamburg-Altstadt).11788.ajb.jpg
11789 Objekt Wohngeschäftshaus
Brandstwiete 50
Brandstwiete 50 (Hamburg-Altstadt).11789.ajb.jpg
11790 Objekt Wohngeschäftshaus
Brandstwiete 54, 58, 60
Brandstwiete 54, 58, 60 (Hamburg-Altstadt).2.11790.ajb.jpg

Bekannte Anlieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es gab einen berühmten Musikclub an der Brandstwiete, das Knust, der heute in St. Pauli residiert.
  • Früher wurden an der Brandstwiete 19 unter anderem die Magazine Der Spiegel und das manager magazin produziert. Diese residieren heute im neuen SPIEGEL-Komplex an der Ericusspitze 1.
  • Das Wirtschaftsmagazin brand eins wurde früher ebenfalls hier erstellt und hat sogar seinen Namen von der Straße abgeleitet.
  • Gröningers Braukeller ist seit dem Mittelalter bekannt und liegt nicht direkt an der Brandstwiete, sondern an der Kreuzung Brandstwiete/Willy-Brandt-Straße.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere bekannte Straße in der Hamburger Altstadt ist Brandsende. Hier konnte 1842 der Hamburger Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die ähnlichen Straßennamen führen häufig zur Verwechslung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 32′ 49″ N, 9° 59′ 49″ O