Brasilicereus

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Brasilicereus
Cephalocereus phaeacanthus

Cephalocereus phaeacanthus

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cereeae
Gattung: Brasilicereus
Wissenschaftlicher Name
Brasilicereus
Backeb.

Brasilicereus ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich von Brasilien ab und bedeutet Brasilianischer Cereus.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arten der Gattung Brasilicereus wachsen strauchig mit aufrechten, manchmal schiefen Trieben, die nur selten verzweigen und eine Wuchshöhe zwischen 1 bis 4 Metern erreichen. Die schlanken Triebe haben einen Durchmesser von bis zu 2,5 Zentimeter. Die 3 bis 5 Rippen sind flach oder schmal. Die aus den mit grauer oder weißer Wolle bedeckten Areolen entspringenden weißlichen bis gräulich-braunen Dornen sind nadelartig und spröde. Die 1 bis 4 Mitteldornen sind bis zu 4 Zentimeter, die 10 bis 18 Randdornen 0,5 bis 1,5 Zentimeter lang.

Die kurzröhrigen bis glockenförmigen Blüten öffnen sich in der Nacht. Ihr Blütenbecher und die Blütenröhre sind mit auffallend fleischigen Schuppen besetzt, wobei die Areolen kahl sind.

Die mattgrünen bis purpurnen, nicht aufreißenden Früchte sind kugel- bis birnenförmig und besitzen einen ausdauernden Blütenrest.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arten der Gattung Brasilicereus sind in Ost-Brasilien verbreitet. Die Erstbeschreibung der Gattung erfolgte 1938 durch Curt Backeberg.[1] Die Typusart der Gattung ist Cereus phaeacanthus.

Zur Gattung gehören die beiden Arten:[2]

Ein Synonym der Gattung ist Bragaia Esteves, Hofacker & P.J.Braun (2009).[3] Ihre einzige Art Bragaia estevesii Hofacker & P.J.Braun (2009) wurde 2011 durch Nigel Paul Taylor und Marlon Machado als Brasilicereus estevesii (Hofacker & P.J.Braun) N.P.Taylor & M.Machado (2011) in die Gattung Brasilicereus gestellt.[4] Joël Lodé erkennt die Gattung als eigenständig an.[5]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blätter für Kakteenforschung. Nr. 6, S. 8, Volksdorf 1938
  2.  Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005 (übersetzt von Urs Eggli), ISBN 3-8001-4573-1, S. 93.
  3. Patricia Hernández-Ledesma, Walter G. Berendsohn, Thomas Borsch, Sabine Von Mering, Hossein Akhani, Salvador Arias, Idelfonso Castañeda-Noa, Urs Eggli, Roger Eriksson, Hilda Flores-Olvera, Susy Fuentes-Bazán, Gudrun Kadereit, Cornelia Klak, Nadja Korotkova, Reto Nyffeler, Gilberto Ocampo, Helga Ochoterena, Bengt Oxelman, Richard K. Rabeler, Adriana Sanchez, Boris O. Schlumpberger, Pertti Uotia: A taxonomic backbone for the global synthesis of species diversity in the angiosperm order Caryophyllales. In: Willdenowia. Band 45, Nummer 3, 2015, S. 281–383 (doi:10.3372/wi.45.45301).
  4. N. P.Taylor, M. Machado: Brasilicereus estevesii (Hofacker & P.J.Braun) N.P.Taylor & M.Machado. In: Cactaceae Systematics Initiatives. Nummer 25 . S. 7, 2011.
  5. 24. Bragaia. In: Joël Lodé: Taxonomy of the Cactaceae. Band 1, 2015, S. 118–120.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Root Gorelick: Brasilicereus, Cipocereus, and Pilosocereus in Eastern Brazil. In: Cactus and Succulent Journal. Band 81, Nummer 3, 2009, S. 126-137, doi:10.2985/015.081.0306.
  • Patricia Soffiatti, Veronica Angyalossy: Anatomy of Brazilian Cereeae (subfamily Cactoideae, Cactaceae): Arrojadoa Britton & Rose, Stephanocereus A. Berger and Brasilicereus Backeberg. In: Acta Botanica Brasilica. Band 21, Nummer 4, 2007, S. 813–822, doi:10.1590/S0102-33062007000400006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brasilicereus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien