Braunrücken-Grünflügeltaube

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Braunrücken-Grünflügeltaube
Braunrücken-Grünflügeltaube (unten) gemalt von Paul Louis Oudart (1796–1850)

Braunrücken-Grünflügeltaube (unten) gemalt von Paul Louis Oudart (1796–1850)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Grünflügeltauben (Chalcophaps)
Art: Braunrücken-Grünflügeltaube
Wissenschaftlicher Name
Chalcophaps stephani
Pucheran, 1853

Die Braunrücken-Grünflügeltaube (Chalcophaps stephani), manchmal auch Stephantaube genannt, ist eine Art aus der Gattung der Grünflügeltauben (Chalcophaps) innerhalb der Familie der Tauben (Columbidae). Sie kommt ausschließlich in Südostasien vor.

Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Braunrücken-Grünflügeltaube erreicht eine Körperlänge von 24 Zentimetern und ist damit etwas kleiner als die zur selben Gattung gehörende Grünflügeltaube.[1] Sie weist den typischen kompakten und kurzschwänzigen Körperbau von Erdtauben auf. Ein Geschlechtsdimorphismus ist vorhanden. Nur das Männchen zeigt die ausgeprägte, intensiv grüne Flügelzeichnung und hat eine reinweiße Stirn.[2]

Das Gefieder ist überwiegend tief rotbraun. Am hellsten ist das Gefieder am Bauch. Die mittleren Schwanzfedern sowie die Schultern sind die dunkelsten Gefiederpartien. Quer über den unteren Rücken verlaufen zwei gelbbraune Binden. Der Schnabel ist rot. Die Iris ist dunkelbraun. Die Füße sind purpurrot.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Braunrücken-Grünflügeltaube besiedelt Sulawesi, Taliabu, Kai und Neuguinea. Zu den unmittelbar an Neuguinea angrenzenden und von dieser Taubenart besiedelten Inseln zählen Misool, Salawati, Batanta, Waigeo, Yapen, Tarawai, Walis, Kairiru, Schouten, Karkar, Bagabag, Goodenough und Fergusson sowie Daru. Sie kommt außerdem auf den Admiralitätsinseln, den Salomonen sowie dem Bismarck-Archipel vor.[3] Auf einzelnen Inseln ihres Verbreitungsgebietes ist die Art verhältnismäßig häufig. Es ist eine waldbewohnende Art, die auf vielen Inseln nur im Waldinneren von Regenwäldern vorkommt. Dort, wo sich ihr Verbreitungsgebiet nicht mit dem der Grünflügeltaube überlappt, bewohnt sie jedoch eine größere Bandbreite von Waldbiotopen.

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Braunrücken-Grünflügeltaube lebt überwiegend einzeln oder in Paaren. Größere Trupps bilden sich nur, wenn vereinzelt sehr viele Nahrungsressourcen zur Verfügung stehen. Es ist eine bodenbewohnende Art, die ihr Futter ausschließlich auf dem Boden sucht. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Sämereien und auf den Boden gefallene Früchte. Sie brütet während der Regenzeit. Das Gelege besteht aus zwei Eiern.

Haltung in menschlicher Obhut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Braunrücken-Grünflügeltaube wird nur selten importiert und hat sich bislang als nur schwer nachzüchtbar gezeigt. Sie spielt deswegen anders als die Grünflügeltaube eine deutlich geringere Rolle in der Wildtaubenhaltung.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Braunrücken-Grünflügeltaube (Chalcophaps stephani) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Gibbs, Eustace Barnes und John Cox: Pigeons and Doves – A Guide to the Pigeons and Doves of the World. Pica Press, Sussex 2001, ISBN 90-74345-26-3.
  • Alois Münst und Josef Wolters: Tauben – Die Arten der Wildtauben, 2. erweiterte und überarbeitete Auflage, Verlag Karin Wolters, Bottrop 1999, ISBN 3-9801504-9-6.
  • Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rösler, S. 159
  2. Münst, S. 126
  3. Gibbs, S. 295