Bravo Girl

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BRAVO GiRL!
Bravo Girl Logo.svg
Beschreibung Mädchenzeitschrift
Verlag Bauer Media Group (Deutschland)
Hauptsitz München
Erstausgabe 1988
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 42.835 Exemplare
(IVW 4/2019)
Verbreitete Auflage 43.037 Exemplare
(IVW 4/2019)
Chefredakteurin Yvonne Huckenholz
Weblink bravo.de/bravo-girl
ISSN (Print)

Bravo Girl (offizielle Schreibweise BRAVO GiRL!) ist eine Mädchenzeitschrift der Bauer Media Group. Sie erschien bis Mai 2015 alle zwei Wochen und erscheint seitdem monatlich.[1] Die verkaufte Auflage beträgt 42.835 Exemplare, ein Minus von 92,4 Prozent seit 1998.[2]

Zielgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bravo Girl soll Mädchenthemen behandeln, welche in der Praxis etwa die Pubertät aus Sicht von Mädchen, Mode und Lebensstil sind. Die Farbgestaltung mit großem Anteil von Pastelltönen soll ebenfalls besonders Mädchen ansprechen. Die Zeitschrift wendet sich an die Zielgruppe der zwischen 12- und 17-Jährigen. Die Zeitschrift kam 1988 als Ableger der Zeitschrift Bravo auf den Markt. Markenzeichen sind beiliegende Accessoires und Poster.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bravo Girl gehört zu den deutschen Zeitschriften mit den größten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 92,4 Prozent gesunken.[3] Sie beträgt gegenwärtig 42.835 Exemplare.[4] Das entspricht einem Rückgang von 520.259 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 20,9 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]

Die Erscheinungsfrequenz wurde im Mai 2015 von zweiwöchentlich auf monatlich umgestellt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bravo Girl wurde unter anderem von Astrid Rothe-Beinlich – frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen – und der Grünen Jugend vorgeworfen, in ihrer Ausgabe 25 aus dem November 2007 sexistische und menschenverachtende Witze veröffentlicht zu haben.[6]

Die taz warf Bravo Girl vor, die Darstellung von Jungen weitestgehend auf Ästhetizisten und solche, die Mädchen als Sexobjekte sehen, zu beschränken.[7]

Feministinnen wie z. B. Alice Schwarzer, Ursula Lebert oder Conny Hermann warfen „Bravo Girl“ vor, durch die Wahl der Themen und Fokussierung auf Äußerlichkeiten die Leserinnen zu unkritischen, unpolitischen und egozentrischen jungen Frauen zu machen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BRAVO GIRL! erscheint künftig monatlich dnv-online.net, 19. Mai 2015
  2. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  3. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  4. laut IVW, viertes Quartal 2019 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  6. Brief von Astrid Rothe-Beinlich an die Bravo Redaktion (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  7. Taz: Rollenbilder in der "Bravo Girl". Das Bekenntnis des Traumboys, 14. Dezember 2007