Brda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Brda (Begriffsklärung) aufgeführt.
Brda
Die Brda (Brahe) in Bydgoszcz (Bromberg)

Die Brda (Brahe) in Bydgoszcz (Bromberg)

Daten
Lage Woiwodschaft Pommern und Kujawien-Pommern, Polen
Flusssystem Weichsel
Abfluss über Weichsel → Ostsee
Quelle Jezioro Smołowe, Gemeinde Miastko
54° 1′ 57″ N, 17° 4′ 39″ O
Quellhöhe 181 m n.p.m.
Mündung bei Bydgoszcz in die WeichselKoordinaten: 53° 7′ 56″ N, 18° 8′ 26″ O
53° 7′ 56″ N, 18° 8′ 26″ O
Länge 238 km
Einzugsgebiet 4630 km²
Linke Nebenflüsse Lipczynka (Lepczin), Chocina (Chotzen), Zbrzyca (Spritze)
Rechte Nebenflüsse Ruda (Kuźnia) (Hammerfließ), Kamionka, Sępolna (Zempolno), Krówka
Durchflossene Seen Jezioro Szczytno Wielkie (Großer Ziethener See), Jezioro Charzykowskie (Müskendorfer See), Jezioro Karsińskie (Karschinsee), Jezioro Dybrzyk
Durchflossene Stauseen Jezioro Koronowskie
Großstädte Bydgoszcz
Kleinstädte Tuchola, Koronowo

Die Brda (deutsch Brahe) ist ein Fluss in den polnischen Woiwodschaften Pommern und Kujawien-Pommern. Er mündet bei Bydgoszcz (Brombeg) in die Weichsel. Die Brahe hat eine Länge von 238 km und entwässert ein Einzugsgebiet von ca. 4.630 km².

Der Kleinfluss verläuft durch die Mittelgebirgslandschaft der Kaschubei und ist bei Kanuten sehr beliebt; der Unterlauf ist über den Bromberger Kanal (Kanał Bydgoski) mit der zum Flusssystem Oder gehörigen Netze verbunden.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georgendorf mit dem Schmolow-See, dem Quellsee der Brahe, nordöstlich von Rummelsburg auf einer Landkarte von 1915

Die Brahe entspringt in Hinterpommern in dem zur Gemeinde Miastko (Rummelsburg, im ehemaligen Landkreis Rummelsburg i. Pom.) gehörenden, unter Naturschutz stehenden Schmolow-See (Jezioro Smołowe)[W 1] bei der Ortschaft Lubkowo (Georgendorf), nordöstlich von Miastko gelegen, und durchfließt dann eine Kette kleiner Seen zuerst in südlicher, dann östlicher Richtung. Hinter Pietrzykowo (Groß Peterkau, Gemeinde Koczała) biegt sie nach Süden um und fließt dann gut 20 Kilometer in südlicher Richtung, wobei sie Nowa Brda (Neubraa, Gemeinde Przechlewo) passiert. Nachdem von rechts (Westen) die Hammerfließ (Ruda (Kuźnia)) einmündet, fließt die Brahe in den Großen Ziethener See (Jezioro Szczytno Wielkie)[W 2], den sie in östlicher Richtung wieder verlässt. Nach einer scharfen Biegung nach Norden mündet von links (Westen) die Lepczin (Lipczynka) ein, wonach es in östlicher Richtung weitergeht. Nach weniger als zehn Kilometern mündet die Brahe in den Müskendorfer See (Jezioro Charzykowskie)[W 3] und verlässt ihn in nördlicher Richtung. Nach etwa einem Kilometer folgt der Karschinsee (Jezioro Karsińskie)[W 4] in den von links (Westen) die Chotzen (Chocina)[W 5] mündet. Nach Verlassen des Sees biegt die Brahe nach Südosten um, wobei von links (Norden) die weitverzweigte Spritze (Zbrzyca)[W 6] einmündet, und durchfließt den Jezioro Dybrzyk.[W 7] Bis der Fluss kurz vor dem zu Tuchola (Tuchel) gehörigen Rudzki Most (Rudabrück) die Grenze der Woiwodschaften Pommern und Kujawien-Pommern passiert, verläuft er in südöstlicher, dann bis Bydgoszcz (Bromberg) in südlicher Richtung, wo von rechts (Westen) u. a. die Kamionka, Zempolno (Sępolna) und Krówka und von links (Osten) eine Reihe kleinerer Flüsse einmünden.[1] Oberhalb von Koronowo (Crone/Krone) durchfließt die Brahe den 1960 aufgestauten Jezioro Koronowskie;[W 8] im Stadtgebiet von Bydgoszcz biegt sie scharf nach Osten um und mündet nach etwa zehn Kilometern im Stadtteil Brdyujście in die Weichsel.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bertelsmann Hausatlas, Gütersloh 1960

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brda – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zum Rezerwat przyrody Jezioro Smołowe.
  2. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zum Szczytno Wielkie.
  3. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zum Jezioro Charzykowskie.
  4. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zum Jezioro Karsińskie.
  5. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zur Chocina.
  6. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zur Zbrzyca.
  7. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zum Dybrzyk.
  8. Die polnische Wikipedia hat einen Artikel zum Zbiornik Koronowski.