Brechen (Hückeswagen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Brechen
Koordinaten: 51° 10′ 36″ N, 7° 22′ 25″ O
Höhe: 311 m ü. NN
Brechen (Hückeswagen)
Brechen

Lage von Brechen in Hückeswagen

Brechen, im 19. Jahrhundert auch Brecken, war eine Hofschaft in Hückeswagen im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Die Hofschaft fiel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wüst.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brechen lag im Tal des Scheuerbachs im östlichen Hückeswagen an der Grenze zu Radevormwald. Nachbarorte waren Scheuer, Niederdahlhausen, Herweg, Heinhausen, Fockenhausen und Siepersbever auf Hückeswagener und Lichteneichen und Hönde auf Radevormwalder Stadtgebiet. Ebenfalls abgegangen ist Oberdahlhausen.

Die Hofschaft war über eine Zufahrtsstraße aus Richtung Siepersbever erreichbar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1484 wurde der Ort das erste Mal in Kirchenrechnungen urkundlich erwähnt. Schreibweise der Erstnennung: Breckmann.[1] Die Karte Topographia Ducatus Montani aus dem Jahre 1715 zeigt den Hof als Brecken. Im 18. Jahrhundert gehörte der Ort zum bergischen Amt Bornefeld-Hückeswagen.

1815/16 lebten 18 Einwohner im Ort. 1832 gehörte Brechen unter dem Namen Brecken der Herdingsfelder Honschaft an, die ein Teil der Hückeswagener Außenbürgerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Hückeswagen war. Der laut der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Weiler kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit zwei Wohnhäuser und vier landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 15 Einwohner im Ort, allesamt evangelischen Glaubens.[2]

Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland werden 1885 zwei Wohnhaus mit vier Einwohnern angegeben. Der Ort gehörte zu dieser Zeit zur Landgemeinde Neuhückeswagen innerhalb des Kreises Lennep.[3] In der Ausgabe von 1895 wird Brechen nicht mehr aufgeführt.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderbd. 1). Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.
  2. Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf. Theil 2: Die statistische Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle und das alphabetische Ortsnamenverzeichniß enthaltend. Schreiner, Düsseldorf 1836, S. 12.
  3. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Bd. 12, ZDB-ID 1046036-6). Verlag des Königlichen Statistischen Bureaus, Berlin 1888.
  4. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Bd. 12). Verlag des Königlichen Statistischen Bureaus, Berlin 1897.