Breddin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breddin
Breddin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breddin hervorgehoben
52.88305555555612.21666666666744Koordinaten: 52° 53′ N, 12° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Amt: Neustadt (Dosse)
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 44,98 km²
Einwohner: 893 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16845
Vorwahl: 033972
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 052
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstraße 6
16845 Neustadt (Dosse)
Webpräsenz: www.neustadt-dosse.de
Bürgermeister: Reinhard Neumann (CDU)
Lage der Gemeinde Breddin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Breddin ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg.

Haltepunkt Breddin

Geografie[Bearbeiten]

Breddin liegt im westlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin zwischen der Stadt Havelberg und Neustadt (Dosse). Die Gemeinde gehört dem Amt Neustadt (Dosse) an. Der Verwaltungssitz des Amtes ist in der Stadt Neustadt (Dosse). Im Norden grenzt die Gemeinde Breddin an die Gemeinde Plattenburg (Landkreis Prignitz) und an die Stadt Kyritz an, im Osten grenzt sie an die Gemeinden Stüdenitz-Schönermark und Zernitz-Lohm sowie an den Gemeindeteil Roddahn der Stadt Neustadt (Dosse). Im Westen bildet die Gemeinde Breddin die Grenze nach Sachsen-Anhalt und grenzt an die Stadt Havelberg an. Der Gemeindeteil Breddin-Abbau ist eine von Havelberger Territorium vollständig umschlossene Exklave Breddins.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Breddin gehören folgende Gemeindeteile[2]:

Bewohnte Gemeindeteile

Breddin, Breddin-Abbau, Damelack, Joachimshof, Sophiendorf, Voigtsbrügge

Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete

Hörning, Obermühle, Rotes Forsthaus

Geschichte[Bearbeiten]

Breddin ist eines der größten Dörfer der Prignitz und soll wendischen Ursprungs sein. Sprachforscher nehmen an, dass der Name aus dem slawischen Grundwort brot = Furt herzuleiten ist. Urkundlich nachzuweisen ist der Ort seit dem 13. Jahrhundert. So datiert die Stiftungsurkunde der Feldsteinkirche aus dem Jahr 1273. Von allen mittelalterlichen Kirchen der Prignitz kann man nur für die Breddiner exakt das Jahr der Einweihung nachweisen: Beim Abbruch des Altars 1846 wurde darin die Urkunde über die Kirchweihe gefunden. Breddin mit seinen Ortsteilen Obermühle, Kümmernitz und Breddiner Abbau gehörte viele Jahre zum Domkapitel Havelberg. Von der Form her ist Breddin ein Straßendorf. Der Bahnhof entstand genau 40 Jahre nach der Eröffnung der Berlin-Hamburger Eisenbahn und wurde 1886 eröffnet. Kulturell und sportlich war Breddin schon immer sehr rege: Der Männerchor wurde bereits 1869 gegründet, der Turnverein im Jahre 1907. Viele Handwerker und Gewerbetreibende siedelten sich im Laufe der Zeit hier an. 1957 wurde Voigtsbrügge eingemeindet, 1973 Damelack und Sophienhof.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 794
1890 793
1910 979
1925 915
1933 937
1939 900
1946 1 337
1950 1 249
1964 968
1971 914
Jahr Einwohner
1981 1 312
1985 1 340
1989 1 324
1990 1 292
1991 1 259
1992 1 229
1993 1 234
1994 1 235
1995 1 223
1996 1 191
Jahr Einwohner
1997 1 187
1998 1 181
1999 1 142
2000 1 120
2001 1 114
2002 1 086
2003 1 066
2004 1 061
2005 1 045
2006 1 042
Jahr Einwohner
2007 1 018
2008 1 004
2009 971
2010 934
2011 911
2012 903
2013 888
2014 893

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Breddin besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Freiwillige Feuerwehr 5 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft 3 Sitze
  • Die Linke 2 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 11. Februar 1998 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Blau; oben eine rote Urkunde mit goldenem N als gotische Initiale und anhängendem, rotem Rundsiegel; unten zwei schräggekreuzte goldene Krummstäbe mit abflatterndem Sudarium, oben bewinkelt von einem fußgespitzten Kreuz.“[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Breddin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Damelack ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Historische Dorfkerne im Land Brandenburg“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort ist Haltepunkt an der Bahnlinie von Berlin nach Wismar und liegt auf der ICE-Strecke von Berlin nach Hamburg.

Schulen[Bearbeiten]

  • Grundschule Breddin (Löwenzahn Grundschule) – die Schule arbeitet nach dem Modell der „verlässlichen Halbtagsschule“. Im Schuljahr 2008/2009 besuchten 133 Kinder die Schule.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Breddin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Ministerium des Innern des Landes Brandenburg (Dienstleistungsportal der Landesverwaltung): Kommunen > Landkreis Ostprignitz-Ruppin > Amt Neustadt (Dosse) > Gemeinde Breddin, Gebietsstand: 1. Januar 2009.
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 34
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 14–17
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg