Breiðablik Kópavogur

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Breiðablik UBK
Vereinslogo
Basisdaten
Name Breiðablik, ungmennafélag
Sitz Kópavogur, Island
Gründung 12. April 1950
Farben grün-weiß
Präsident IslandIsland Ólafur H. Kristjánsson
Website www.breidablik.is
Erste Mannschaft
Stadion Kópavogsvöllur
Plätze 3.500
Liga Männer: Pepsideild
Frauen: Pepsideild kvenna
2016 Männer: 6. Platz
Frauen: 5. Platz
Heim
Auswärts

Der Breiðablik UBK ist ein isländischer Fußballverein aus Kópavogur. Die Vereinsfarben des 1950 gegründeten Vereins sind Grün-Weiß-Rot. Die Frauenfußball-Abteilung des Vereins ist die erfolgreichste Islands.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 12. April 1950 gegründet. Anfangs gab es nur eine Männermannschaft. Später wurde auch eine Frauenmannschaft gegründet.

Der Name Breidablik kommt aus der Nordischen Mythologie und bedeutet so viel wie Balders Heimat. Der Spitzname Blikar wird vom zweiten Teil des Namens Breiðablik abgeleitet und bedeutet auf Isländisch so viel wie die Glorreichen oder auch die Enten. Die Heimstätte des Vereins ist das Stadion Kópavogsvöllur, das 3.500 Personen Platz bietet.

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 wurde die Úrvalsdeild, die höchste Spielklasse im isländischen Frauenfußball, gegründet und Breiðablik war mit von der Partie. Breiðablik ist der einzige Verein, der nie aus der Liga absteigen musste. 1977 wurde die erste von bisher 16 Meisterschaften gewonnen. Darüber hinaus gewann der Verein elfmal den isländischen Pokal und ist damit der erfolgreichste Verein im isländischen Frauenfußball.

2001 hätte Breiðablik Kópavagur Island bei der ersten Ausgabe des UEFA Women’s Cup vertreten sollen. Da sich ein Großteil der Mannschaft zu Studienzwecken in den USA aufhielt, verzichtete man zu Gunsten des Vizemeisters KR Reykjavík auf den Start. Ein Jahr später qualifizierte man sich erneut, trat aber mit einer unerfahrenen Mannschaft an. Man wurde hinter Fortuna Hjørring (Dänemark) und dem FC Bobruichanka (Weißrussland) Gruppendritter. Immerhin konnte man den moldawischen Meister FC Codru Anenii Noi mit 2:0 schlagen.

Durch die Meisterschaft 2005 nahm Breiðablik zum zweiten Mal am UEFA Women’s Cup teil. Durch drei Siege gegen den SV Neulengbach (Österreich), SU 1° Dezembro (Portugal) und den Newtownabbey Strikers (Nordirland) zog man ohne Gegentor in die zweite Runde ein und traf dort unter anderem auf den Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt. Nach Überstehen der zweiten Gruppenrunde scheiterte man im Viertelfinale am späteren Meister FC Arsenal.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Isländischer Meister (16): 1977, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1990, 1991, 1992, 1994, 1995, 1996, 2000, 2001, 2005, 2015
  • Isländischer Pokalsieger (11): 1981, 1982, 1983, 1994, 1996, 1997, 1998, 2000, 2005, 2013, 2016
  • Isländischer Ligapokalsieger (6): 1996, 1997, 1998, 2001, 2006, 2012

Herrenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Männermannschaft ist als Fahrstuhlmannschaft bekannt. In den letzten 40 Jahren stieg die Mannschaft fünf Mal ab und fünf Mal wieder auf. Seit 1998 ist die Mannschaft fixer Bestandteil der ersten isländischen Liga. 2009 war das erfolgreichste Jahr der Herrenmannschaft, in dem der isländische Pokal gewonnen werden konnte. Im Jahr 2010 wurde das erste Mal die isländische Meisterschaft geholt. Am Ende des 22. Spieltages wies der Meister genau so viel Punkte wie der Zweitplatzierte FH Hafnarfjörður auf. Deshalb wurde die 98. isländische Meisterschaft aufgrund der besseren Tordifferenz entschieden.

Die darauf folgende erste Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation 2011 verlor man zwar gegen Rosenborg Trondheim, konnte jedoch zu Hause das Rückspiel respektabel 2:0 gewinnen, nachdem man in Norwegen 0:5 verloren hatte. Der größte internationale Erfolg des Vereins wurde in der Qualifikation für die UEFA Europa League 2013/14 erzielt, als nach einem 0:0 zu Hause im Auswärtsmatch der österreichische Verein SK Sturm Graz 1:0 besiegt wurde und Breiðablik dadurch in die dritte Qualifikationsrunde einzog. Dort unterlag man knapp dem kasachischen Vertreter FK Aqtöbe.

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2010/11 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde SchottlandSchottland FC Motherwell 0:2 0:1 (A) 0:1 (H)
2011/12 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde NorwegenNorwegen Rosenborg Trondheim 2:5 0:5 (A) 2:0 (H)
2013/14 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde AndorraAndorra FC Santa Coloma 4:0 4:0 (H) 0:0 (A)
2. Qualifikationsrunde OsterreichÖsterreich SK Sturm Graz 1:0 0:0 (H) 1:0 (A)
3. Qualifikationsrunde KasachstanKasachstan FK Aqtöbe 1:1
(1:2 i. E.)
0:1 (A) 1:0 n.V. (H)
2016/17 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde LettlandLettland FK Jelgava 4:5 2:3 (H) 2:2 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 12 Spiele, 4 Siege, 3 Unentschieden, 5 Niederlagen, 12:13 Tore (Tordifferenz −1)

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]