Breitenbend

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Breitenbend
Breitenbend um 1900, Villa rechts, Gut im Hintergrund

Breitenbend um 1900, Villa rechts, Gut im Hintergrund

Entstehungszeit: vermutlich 9. Jahrhundert
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Linnich
Geographische Lage 50° 59′ 4″ N, 6° 16′ 43″ OKoordinaten: 50° 59′ 4″ N, 6° 16′ 43″ O

Die Feste Breitenbend ist eine Burgstelle im westlichsten Teil von Nordrhein-Westfalen. Breitenbend war eine Burg, später Schloss und Gutshof, gelegen in den breiten, feuchten Niederungswiesen (Benden) am rechten Ufer der Rur vor den Toren der Stadt Linnich am gegenüber liegenden Rurufer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die exakte Gründung der Breitenbend lässt sich nicht mehr belegen, wird aber auf das 9. Jahrhundert datiert. Erstmals erwähnt wurde sie im 14. Jahrhundert als brabantisches Lehen.

Die Breitenbend war eine der Stammburgen des Geschlechtes derer von Pallandt und wurde im Laufe der Jahrhunderte auch durch kriegerische Einwirkungen mehrfach verändert. Um 1908 wurde das Gut von dem Düsseldorfer Maschinenfabrikanten Joseph Losenhausen (1852–1919) erworben.[1]

Im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen, wurde zunächst im Jahr 1950 der letzte erhaltene Turm der Vorburg niedergelegt. Im Jahr 1973 erfolgte das Ende der Breitenbend, die letzten Ruinen wurden völlig abgebrochen und das Gelände eingeebnet.

Breitenbend - Hogenberg.jpg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linnicher Geschichtsverein (Hrsg.): Linnich im Wandel der Zeiten. Fischer, Jülich 1992, ISBN 3-87227-039-7.
  • Hanns Ott: Rheinische Wasserburgen. Geschichte, Formen, Funktionen. Ein Handbuch. Weidlich, Würzburg 1984, ISBN 3-8035-1239-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag zu Breitenbend in der privaten Datenbank „Alle Burgen“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clemens von Looz-Corswarem: Losenhausen, Joseph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 15, Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-00196-6, S. 196 f. (Digitalisat).