Breitenbrunn (Schwaben)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breitenbrunn
Breitenbrunn (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breitenbrunn hervorgehoben

Koordinaten: 48° 8′ N, 10° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Pfaffenhausen
Höhe: 552 m ü. NHN
Fläche: 41,91 km2
Einwohner: 2342 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87739
Vorwahl: 08263
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 121
Gemeindegliederung: 18 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 34
87772 Pfaffenhausen
Website: www.breitenbrunn-schwaben.de
Erster Bürgermeister: Jürgen Tempel (Wählergemeinschaften Bedernau, Breitenbrunn-Höenberg und Loppenhausen[2])
Lage der Gemeinde Breitenbrunn im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Breitenbrunn von Osten

Breitenbrunn ist eine Gemeinde und eine Ortschaft im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhausen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben, 25 Kilometer östlich von Memmingen und 15 Kilometer nördlich von Mindelheim.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 18 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Der Weiler Köck ist kein amtlich benannter Gemeindeteil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Breitenbrunn war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte zur Herrschaft Mindelheim des Kurfürstentums Bayern. Im Gebiet der heutigen Gemeinde Breitenbrunn liegt auch die ehemalige Herrschaft Bedernau der Freiherren v. Castell. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bedernau und Loppenhausen eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2291 Einwohner[4]
  • 1970: 2262 Einwohner[4]
  • 1987: 2081 Einwohner
  • 1991: 2139 Einwohner
  • 1995: 2317 Einwohner
  • 2000: 2330 Einwohner
  • 2005: 2306 Einwohner
  • 2010: 2277 Einwohner
  • 2015: 2314 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2.101 auf 2.342 um 241 Einwohner bzw. um 11,5 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[5]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
46,8 %
8 %
19 %
10,2 %
4,1 %
3,1 %
4,8 %
4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
-19,9 %p
+0,5 %p
+14,5 %p
+6,1 %p
+0,8 %p
+0,7 %p
+1,0 %p
-3,7 %p
Bauernhaus in Breitenbrunn

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Jürgen Tempel (Wählergemeinschaften Bedernau, Breitenbrunn-Höenberg und Loppenhausen); er wurde ohne Mitbewerber am 15. März 2020 mit 90,2 % der Stimmen wieder gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • Wählergemeinschaft Breitenbrunn-Höhenberg: 6 Sitze (42,9 %)
  • Wählergemeinschaft Loppenhausen: 4 Sitze (30,9 %)
  • Wählergemeinschaft Bedernau: 4 Sitze (26,2 %)

Die Sitzzuteilung bei der vorausgehenden Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:[6]

  • Wählergemeinschaft Breitenbrunn-Höhenberg: 6 Sitze
  • Wählergemeinschaft Loppenhausen: 4 Sitze
  • Wählergemeinschaft Bedernau: 4 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 8. Mai 1974 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Schwarz; vorne ein blauer Wellenpfahl, überdeckt von einem Mühlrad in verwechselten Farben, hinten ein silbernes gekerbtes Doppelkreuz.“

Das Wappen gibt mit dem Doppelkreuz in der hinteren Schildhälfte die geschichtlichen Beziehungen des Ortes zum Kreuzherrenkonvent Memmingen wieder, der vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr der Säkularisation 1803 in Breitenbrunn eine Niederlassung hatte. Die Lage der Gemeinde an einem Bach, der seit alters her mehrere Mühlen antreibt, wird durch die entsprechenden heraldischen Zeichen angedeutet.

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens übernahm der Nördlinger Rudolf Mussgnug.[7]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 20. März 1991 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt. Die Flagge ist Schwarz - Weiß - Blau (1:1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Breitenbrunn (Schwaben) und Liste der Bodendenkmäler in Breitenbrunn (Schwaben)

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 205, im Bereich Handel und Verkehr 20 und in sonstigen Wirtschaftsbereichen 38 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 770. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 134 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2445 ha. Davon waren 478 ha Ackerfläche und 1967 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 98 Kindergartenplätze mit 87 Kindern
  • Volksschulen: Zweigstellen der Hauptschule Pfaffenhausen in Breitenbrunn und Loppenhausen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Merkle (* 1816 in Bedernau; † 1881 in Wörishofen), Theologe und Politiker, zudem Lateinlehrer des jungen Sebastian Kneipp

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Gebiet, in dem bei Bedernau zwischen 1964 und 1995 Erdöl und Erdgas gefördert wurde, liegt teilweise in der Gemeinde Breitenbrunn. Auch das Bohrloch, aus dem heute das 29 °C warme Wasser für die Naturtherme Bedernau gefördert wird, war ursprünglich eine der Bohrungen für die Erdölförderung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Breitenbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderat. Gemeinde Breitenbrunn, abgerufen am 31. Mai 2020.
  3. Gemeinde Breitenbrunn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  6. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Ergebnisse in Schwaben, abgerufen am 18. November 2017.
  7. Eintrag zum Wappen von Breitenbrunn (Schwaben) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte