Breiteneich

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Breiteneich (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Breiteneich
Breiteneich (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Horn
Koordinaten 48° 40′ 27″ N, 15° 41′ 34″ OKoordinaten: 48° 40′ 27″ N, 15° 41′ 34″ Of1
Höhe 330 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 353 (2001)
Fläche d. KG 8,76 km²dep1
Postleitzahl 3580f1
Vorwahl +43/02982f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03963
Katastralgemeinde-Nummer 10041
Zählsprengel/ -bezirk Breiteneich (31109 005)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0

Breiteneich ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Horn im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am östlichen Rand des Horner Beckens. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 330 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 8,76 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 353 Einwohner (Stand: 2001).

Postleitzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Horn finden verschiedene Postleitzahlen Verwendung. Breiteneich hat die Postleitzahl 3580.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend von Breiteneich war bereits zur Jungsteinzeit besiedelt, wie verschiedene Funde belegen.[1] Im Mittelalter wurde der Ort erstmals 1223 urkundlich erwähnt. Um 1400 ist ein Jörg der Praytenaycher nachweisbar und 1429 finden sich erste Hinweise auf eine Burganlage, die in einer Quelle Capella Castri Praittenaich genannt wird. 1541 errichteten Margarthe und Erasmus von Schneckenreith Schloss Breiteneich als eines der frühesten Renaissance-Schlösser Niederösterreichs.[2]

Am 1. Oktober 1938 wurde die Orts- und Katastralgemeinde Breiteneich nach Horn eingemeindet und am 10. Oktober 1945 wieder selbstständig. Seit 1. Januar 1970 gehört der Ort wieder zur Stadtgemeinde Horn.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: Ortslexikon Niederösterreich[4])
1830 1890 1923 1951 1961 1971 1991 2001
283 384 424 377 329 328 299 353

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breiteneich liegt an der Gemeindestraße von Horn nach Rodingersdorf und an der Kamptalbahn. Die ÖBB betreiben die Bedarfshaltestelle Breiteneich b. Horn. Das Linienbusunternehmen PostBus fährt die Haltestelle Breiteneich-Ortsmitte der Linien 1251 (Retz-Jetzelsdorf), 1253 und 1255 (Horn-Retz), 1302 (Horn-Eggenburg), 1315 (Horn-Weitersfeld) und 9156 (Schweinburg-Horn) an.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Schloss in Breiteneich
  • Schloss Breiteneich: Das Alte Schloss wurde 1541 errichtet, gelangte 1766 in den Besitz der Familie Hoyos und befindet sich heute nach mehreren Besitzwechseln in Privatbesitz. Das danebenliegende Neue Schloss wurde 1670 errichtet.[5]
  • Preußenfriedhof: Außerhalb des Ortes befindet sich der Preußenfriedhof. Ein Denkmal erinnert an die Ereignisse im Jahr 1866 nach einer Cholera-Epidemie während des Österreichisch-Preußischen Kriegs bestatteten Soldaten der Preußischen Armee.
  • An der Straße nach Horn steht an der rechten Seite die ehemalige Schlosstaverne, deren Bauweise dem Alten Schloss ähnelt. Sie ist ein zweigeschoßiges Gebäude mit einem schön verzierten Rundbogenportal. Die sechs Fenster im Obergeschoß werden von wuchernden Sgraffitibahnen geschmückt. Zwei gesattelte Pferde dominieren die Fassade, sie erwecken den Eindruck, als hätten sie ihre Reiter gerade abgeworfen. Zweimal scheint die Jahreszahl 1583 auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann Maurer: Zwei neue zoomorphe Plastiken der Linearkeramik aus Breiteneich, VB Horn, Niederösterreich. In: Fundberichte aus Österreich, 34. Jg. (1995), S. 435–436.
  2. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S.85, ISBN 3-900173-01-X.
  3. Herman Rafetseder: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs 2). Linz 1989, S. 151. ISBN 3-900387-22-2.
  4. Historisches Ortslexikon Niederösterreich (PDF; 1,2 MB), Teil 2, S. 44.
  5. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S.85, ISBN 3-900173-01-X.