Breitenrain
Statistischer Bezirk von Bern
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|---|---|
| Koordinaten | 600925 / 201080 |
| Höhenbereich | 539–559 m ü. M. |
| Fläche | 0,441 km² |
| Einwohner | 6517 (31. Dez. 2024)[1] |
| Ausländeranteil | 21.39 % (31. Dez. 2024)[2] |
| Arbeitslosenquote | 2.4 % (31. Dez. 2024)[3] |
| Arbeitsstätten | 480 (31. Dez. 2023)[4] |
| BFS-Nr. | 351027 |
| Postleitzahl | 3013, 3014 |
| Stadtteil | Breitenrain-Lorraine |
Gebräuchliches Quartier von Bern
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|---|---|
| Höhenbereich | 539–559 m ü. M. |
| Fläche | 0,284 km² |
| Einwohner | 4192 (31. Dez. 2024)[1] |
| Ausländeranteil | 19,8 % (31. Dez. 2024)[2] |
| Arbeitsstätten | 360 (31. Dez. 2023)[4] |
| Quartiernummer | 509 |
| Postleitzahl | 3013, 3014 |
| Statistischer Bezirk | Breitenrain |
| Stadtteil | Breitenrain-Lorraine |

Der Breitenrain (berndeutsch Breiterain [], von der lokalen Bevölkerung oft Breitsch [] genannt) ist ein statistischer Bezirk im Stadtteil Breitenrain-Lorraine (V) im Nordosten der Stadt Bern. Zugleich wird er als kleineres gebräuchliches Quartier geführt. Zum statistischen Bezirk gehört daneben noch der grösste Teil von Wyler.[5]
Im statistischen Bezirk betrug die Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2024 insgesamt 6517 Personen.
Davon waren 48,2 Prozent Männer und 51,8 Prozent Frauen.
2024 wurden 27 Personen eingebürgert. 69 Geburten standen 26 Todesfällen gegenüber.
Es wurden 56 Ehen geschlossen und es gab 27 Scheidungen.
5123 Personen hatten die Schweizer Staatsbürgerschaft, 1394 waren Ausländer (die Ausländerquote beträgt 21.39 %).[2]
Die Arbeitslosenquote betrug 2.4 %.[3]
Die Zahl der bewohnten Gebäude war 513[6] und es befanden sich dort 480 Arbeitsstätten mit 2950 Beschäftigten (beides Stand: 31. Dezember 2023).[4]
Die Gesamtbevölkerung ist nach Altersklassen in Jahren wie folgt aufgeteilt:[1]
| Altersklasse | Anz. Einw. | Anteil in % |
|---|---|---|
| 0–6 (Vorschule) | 426 | 6.54 |
| 7–15 (Schule) | 401 | 6.15 |
| 16–19 (Ausbildung) | 163 | 2.50 |
| 20–64 (Berufsphase) | 4742 | 72.76 |
| ab 65 (Rentner) | 785 | 12.05 |
Im gebräuchlichen Quartier betrug die Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2024 insgesamt 4192 Personen.
Davon waren 47 Prozent Männer und 53 Prozent Frauen.
2024 wurden 11 Personen eingebürgert. 37 Geburten standen 12 Todesfällen gegenüber.
Es wurden 34 Ehen geschlossen und es gab 19 Scheidungen.
3364 Personen hatten die Schweizer Staatsbürgerschaft, 828 waren Ausländer (die Ausländerquote beträgt 19.75 %).[2]
Es befanden sich dort 360 Arbeitsstätten[4] (Stand:31. Dezember 2023)
Die Gesamtbevölkerung ist nach Altersklassen in Jahren wie folgt aufgeteilt:[1]
| Altersklasse | Anz. Einw. | Anteil in % |
|---|---|---|
| 0–6 (Vorschule) | 208 | 4.96 |
| 7–15 (Schule) | 234 | 5.58 |
| 16–19 (Ausbildung) | 85 | 2.03 |
| 20–64 (Berufsphase) | 3124 | 74.52 |
| ab 65 (Rentner) | 541 | 12.91 |
Die Bewohner der Stadt Bern nennen das Quartier in der Regel einfach «Breitsch». Es bildet zusammen mit dem Spitalacker ein Zentrum der Quartiere nördlich der Altstadt. Das Breitenrain-Quartier war ursprünglich grösser, wurden doch das östlich gelegene Beundenfeld und das nordöstlich gelegene Breitfeld dazugezählt. Damals waren die beiden heute eigenständigen Quartiere aber nur schwach bebaut. Das Gleiche gilt auch für den Spitalacker, welcher erst nach 1892 bebaut wurde; auch dieses Quartier wurde im unbebauten Zustand zum Breitenrain-Quartier gezählt. Als Wohngegend, also mit der Bebauung, galt der Spitalacker immer als eigenes Quartier.
Das Breitenrain-Quartier entstand zeitgleich mit dem in der Lorraine, nämlich gegen Ende der 1850er. Die erste Bahnlinie erreichte von Olten her kommend 1857 das Wylerfeld, wo ein provisorischer Bahnhof errichtet wurde, weil die Rote Brücke über die Aare noch nicht fertiggestellt war. Der ehemalige Verlauf der Bahnstrecke entlang des Dammweges und Nordring bildet noch heute die Quartiergrenze zur Lorraine. Im damaligen Breitenrain-Quartier entstand eine der grössten zusammenhängenden Überbauungen der Stadt Bern. Zwischen 1873 und 1878 wurden die kantonalen Militäranstalten (Kaserne, Stallungen, Zeughäuser) aus der Stadt ins Beundenfeld verlegt. Diesen folgten zwischen 1890 und 1893 noch die eidgenössischen Zeughäuser und Pferdestallungen. Anfang der 1890er war das Breitenrainquartier zusammen mit der Länggasse das am stärksten wachsende Quartier der Stadt. Es war das Quartier der sozialen Mittelschicht. Entlang der Hauptverkehrsachsen entstanden Reihen-Miethausbebauungen, deren Erdgeschosse oft gewerblich genutzt wurden. Nördlich der Breitenrainstrasse und Militärstrasse entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine dichte Überbauung von Mehrfamilienhäusern mit schmalen Vorgärten. Zudem besass das Quartier eine starke Begrünung durch die Alleebepflanzung der breiten Strassen.
Der Breitenrainplatz bildet das Zentrum des Quartiers.
Das erste Schulhaus des Quartiers war das 1865 erbaute Schulhaus Breitenrain (Breitenrainstrasse 42/Schulweg). Dieses diente bis 1880 neben dem Breitenrain auch der Lorraine als Schulhaus. Heute wird es grösstenteils von der Gewerblich Industriellen Berufsschule Bern (GIBB) genutzt.
Im Quartier befinden sich zwei Kirchen: Die evangelisch-reformierte Johanneskirche an der Breitenrainstrasse 26, welche 1872 von Curjel & Moser erbaut wurde, sowie die römisch-katholische Marienkirche an der Wylerstrasse 26, welche 1931/32 von Fernand Dumas erbaut wurde.
Das Quartier gehört zum sogenannten Nordquartier, was durch den Quartierverein Leist Bern Nord vertreten wird.[7]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andreas Hauser, Peter Röllin, Berchtold Weber, Othmar Birkner, Werner Stutz: Bern. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): INSA Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850–1920. Band 2. GSK, Bern 1986, ISBN 3-280-01716-5, 2.8.11 Breitenrain-Spitalacker, S. 423–426, doi:10.5169/seals-3534 (e-periodica.ch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gebräuchliches Quartier Breitenrain auf map.bern.ch
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d Polizeiinspektorat Stadt Bern, Einwohnerdatenbank; Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten, Ordipro (einige online)
- ↑ a b c d Schweizer und Ausländer gemäss Die Wohnbevölkerung der Stadt Bern 2024
- ↑ a b Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Arbeitsmarktstatistik Datenstand 9.7.2025
- ↑ a b c d Bundesamt für Statistik, Statistik der Unternehmensstruktur STATENT
- ↑ Interaktiver Stadtplan der Stadt Bern (Auswahl unter «Themen»)
- ↑ Bundesamt für Statistik, Gebäude- und Wohnungsstatistik Datenstand 21.10.2025
- ↑ Geschichte auf Leist Bern Nord ( des vom 14. Juli 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.


