Breitenthal (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breitenthal
Breitenthal (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breitenthal hervorgehoben

Koordinaten: 48° 14′ N, 10° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Krumbach (Schwaben)
Höhe: 528 m ü. NHN
Fläche: 13,27 km2
Einwohner: 1244 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86488
Vorwahl: 08282
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 117
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rittlen 6
86381 Krumbach (Schwaben)
Website: www.breitenthal-schwaben.de
Erste Bürgermeisterin: Gabriele Wohlhöfler (Freie Wählergemeinschaft[2])
Lage der Gemeinde Breitenthal im Landkreis Günzburg
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Über dieses Bild
Breitenthal von Südosten

Breitenthal ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (Schwaben).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller.

Es gibt drei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Es existieren die Gemarkungen Breitenthal und Nattenhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breitenthal wurde im Jahr 1105 zum ersten Mal als Stiftungsgut des Reichsstifts Kloster Roggenburg erwähnt. Nattenhausen gehörte bis 1492 zur Markgrafschaft Burgau und kam im 16. Jahrhundert zum Hochstift Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Breitenthal und Nattenhausen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Nattenhausen eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0945 Einwohner[4]
  • 1970: 0995 Einwohner[4]
  • 1987: 0954 Einwohner
  • 1991: 1064 Einwohner
  • 1995: 1156 Einwohner
  • 2000: 1221 Einwohner
  • 2005: 1284 Einwohner
  • 2010: 1220 Einwohner
  • 2015: 1220 Einwohner
  • 2018: 1223 Einwohner
  • 2019: 1244 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2019)[5]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 1.004 auf 1.244 um 240 Einwohner bzw. um 23,9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 entfielen auf die Freie Wählergemeinschaft Breitenthal sieben Sitze (58,3 %); auf die Freie Wählergemeinschaft Nattenhausen entfielen fünf Sitze (41,7 %).

Bürgermeisterin ist Gabriele Wohlhöfler (* 1963) (Freie Wählergemeinschaft). Sie wurde im Jahr 2002 Nachfolgerin von Urban Lecheler (Freie Wählergemeinschaft).[6] Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde sie mit 84,8 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Bei der konstituierenden Sitzung am 11. Mai 2020 wurde erstmals ein dritter Bürgermeister gewählt.[7] Nach langer Amtszeit übergibt Reiner Stohr das Amt des zweiten Bürgermeisters an Günter Klughammer, welcher einstimmig gewählt wurde. Dritter Bürgermeister wird Thomas Burghard.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Breitenthal (Schwaben)
Blasonierung: „Über grünem Dreiberg gespalten von Rot und Silber, vorne drei goldene Roggenähren, hinten ein blauer Wellenbalken“[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Heilig Kreuz, Deckenfresko von Konrad Huber
  • Katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz, erbaut 1785/1786 unter dem Roggenburger Abt Gilbert Scheyerle nach Plänen von Joseph Dossenberger, mit barocker Ausstattung und Deckenfresken des schwäbischen Barockmalers Konrad Huber
  • Pfarrhaus
  • Oberrieder Weiher, größter Baggersee im bayerischen Schwaben

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 63 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 31 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 392. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 722 ha, davon waren 416 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2020 existieren folgende Einrichtungen:

  • Ein gemeindlicher Kindergarten mit zwei Gruppen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Breitenthal (Schwaben) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Erste Bürgermeisterin Breitenthal. Verwaltungsgemeinschaft Krumbach, abgerufen am 31. Mai 2020.
  3. Gemeinde Breitenthal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  5. Breitenthal kompakt in Zahlen - Verwaltungsgemeinschaft Krumbach. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  6. https://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  7. Augsburger Allgemeine: Breitenthal hat erstmals Dritten Bürgermeister. Abgerufen am 18. Mai 2020.
  8. Gemeinderat Breitenthal (Breitenthal). Abgerufen am 17. Mai 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Breitenthal (Schwaben) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte