Breitspur-Triebwagen Typ 91

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Breitspur-Triebwagen Typ 91
Zwei aneinander gekuppelte Breitspur-Triebwagen Typ 91. Die Fahrzeuge sind in entgegengesetzter Richtung gekoppelt, um bei Bedarf schneller in die entsprechende Richtung beschleunigen zu können.

Zwei aneinander gekuppelte Breitspur-Triebwagen Typ 91. Die Fahrzeuge sind in entgegengesetzter Richtung gekoppelt, um bei Bedarf schneller in die entsprechende Richtung beschleunigen zu können.

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 6
Länge 6,58 m
Breite 1,9 m
Höhe 2,95 m
Masse 7 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 6 mm
Hauptbewaffnung keine
Sekundärbewaffnung Besatzung mit Infanteriewaffen
Beweglichkeit
Antrieb Benzinmotor
37 kW (50 PS)
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h (Straße)
60 km/h (Schiene)
Leistung/Gewicht ca. 5,3 kW/t (7,1 PS/t)
Reichweite ca. 240 km

Der Breitspur-Triebwagen Typ 91 (jap. 九一式広軌牽引車, Kyū isshiki kōki ken'in-sha), auch Typ-91-Breitspur-Triebwagen Sumida (jap. 九一式広軌牽引車 スミダ, Kyūichi-shiki kōki ken’insha Sumida), war ein japanischer Panzerwagen, der sowohl geländetauglich und gleichzeitig als Schienenfahrzeug einsetzbar war. Gelegentlich wird er auch Typ 91 So-Mo (Marine-Version) genannt.[1] Er wurde 1931 (Kōki 2591, daher die Typbezeichnung) entworfen und wurde bis 1945 von den Eisenbahntruppen des Kaiserlich Japanischen Heeres eingesetzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typ 91 Breitspur-Triebwagen mit montierten Straßenrädern. Die Eisenbahnräder sind zum Transport seitlich am Fahrzeug angebracht.

Bei den ersten gepanzerten Fahrzeugen, die durch Truppen des Kaiserreich Japans eingesetzt wurden, handelte es sich um Lastwagen, die mit Eisenplatten verkleidet sowie mit Maschinengewehren bewaffnet waren. 1930 wurde mit dem Chiyoda-Panzerwagen der erste in Japan hergestellte Panzerwagen produziert, gefolgt vom Typ 91 Breitspur-Triebwagen im Jahr 1931. Um die Eisenbahnstrecken in der Mandschurei und in den besetzten Gebieten in China zu schützen wurde der Typ 91 als Zweiwegefahrzeug von den Ishikawajima-Motorenwerke (heute Isuzu) konstruiert. Je nach Bedarf konnten Straßen- oder Eisenbahnräder montiert werden. Der jeweils nicht benötigte Reifensatz wurde seitlich am Fahrzeug befestigt.

Der Breitspur-Triebwagen Typ 91 wurden durch die Eisenbahntruppen des Heeres bis zum Ende des Pazifikkrieges verwendet.[1]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 7 t schwere Fahrzeug konnte bis zu sechs Soldaten aufnehmen. Es verfügte über keine Bewaffnung und musste zur Selbstverteidigung auf Gewehre bzw. Maschinengewehre seiner Besatzung zurückgreifen.[2] Mit Straßenbereifung erzielte der Typ 91 eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h, mit angebrachten Eisenbahnrädern 60 km/h. Im Schienenmodus wurden meistens zwei Typ 91 aneinander gekoppelt, und zwar in entgegengesetzte Fahrtrichtung. So konnte bei Bedarf, z. B. bei einem Angriff, eine Richtungsänderung schneller bewerkstelligt werden und die Beschleunigung der Fahrzeuge war so höher.

Etwa 1000 Exemplare des Typ 91 Breitspur-Triebwagen wurden produziert.[1]

Variante[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Sumida Modell P Panzerwagen der Shanghai-Spezial-Landungskräfte der Marine.

Eine Variante des Typ 91 war der Sumida Modell P Panzerwagen, der von den Shanghai-Spezial-Landungskräfte der Marine ausschließlich für den Straßeneinsatz benutzt wurde. Er kam während der zweiten Schlacht um Shanghai zum Kampfeinsatz.[3] Der Sumida war mit einem 7,7-mm-MG bewaffnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Type 91 Armored Railroad Car “So-Mo”. Taki’s Page, abgerufen am 17. Juni 2015.
  2. Type 91 So-Mo. World War 2 Japanese Vehicles, abgerufen am 16. Juni 2015.
  3. Sumida Model P Armored Car. Taki’s Page, abgerufen am 18. Juni 2015.