Bremerhaven

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bremerhaven (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bremerhaven
Bremerhaven
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bremerhaven hervorgehoben
53.5419388888898.57803888888892Koordinaten: 53° 33′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bremen
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 93,82 km²
Einwohner: 108.844 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1160 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 27568–27580
Vorwahl: 0471
Kfz-Kennzeichen: HB
Gemeindeschlüssel: 04 0 12 000
Stadtgliederung: 2 Stadtbezirke mit 9 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hinrich-Schmalfeldt-Str.
27576 Bremerhaven
Webpräsenz: www.bremerhaven.de
Oberbürgermeister: Melf Grantz (SPD)
Lage der Stadt Bremerhaven in Bremen
Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven (zu Stadt Bremen) Bremerhaven Bremen NiedersachsenKarte
Über dieses Bild
Skyline Bremerhavens von der Weser aus
Alter Hafen mit Schiffen des DSM, Columbus-Center, Alfred-Wegener-Institut, rechts die Stadtmitte

Die Stadtgemeinde Bremerhaven (niederdeutsch Bremerhoben) ist eine kreisfreie Stadt und ein Oberzentrum im nördlichen Elbe-Weser-Dreieck. Sie wird als einzige deutsche Großstadt an der Nordsee bezeichnet. Zusammen mit der 53 km[2] südlich liegenden Stadt Bremen bildet sie das Land Freie Hansestadt Bremen, den einzigen deutschen Zwei-Städte-Staat. Bremerhaven ist Teil der Europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg am Scheitelpunkt zur Metropolregion Hamburg. Es ist landseitig vom Landkreis Cuxhaven umschlossen, für den es zugleich das wirtschaftliche Oberzentrum darstellt.

Bremerhaven ist mit dem Überseehafen­gebiet eine der größten europäischen Hafenstädte und ein wichtiges Exportzentrum Deutschlands. Die Stadt ist als bedeutender Standort für Wissenschaft und Forschung vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 2005 mit dem Titel Stadt der Wissenschaft ausgezeichnet worden. Sie nennt sich selbst Seestadt Bremerhaven.[3][4][5]

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Geesteschleife vor der Weser

Bremerhaven liegt an den Mündungen der Weser in die Nordsee und der Geeste in die Weser. Das Stadtgebiet hat eine maximale Streckung von 15 km Länge und 11 km Breite.[2] Bremerhaven bildet zusammen mit der Bremer Exklave Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven eine Exklave der Freien Hansestadt Bremen.[6] Ein Teil des Bremerhavener Ortsteils Fehrmoor im Nordosten der Stadt ist, abgeschnitten durch einen schmalen niedersächsischen Landstreifen, eine Exklave der Stadtgemeinde Bremerhaven und damit eine weitere Exklave der Freien Hansestadt Bremen.

Auch wenn Bremerhaven formal „nur“ an der Weser liegt, deren Wechsel von Binnen- zu Seewasserstraße erst einige Kilometer nördlich von Bremerhaven erfolgt, und staatsrechtlich noch weitere Teile der Außenweser durch die Definition der Basislinie zu den inneren Gewässern statt zur Hohen See zählen, wird Bremerhaven dennoch als „einzige deutsche Großstadt an der Nordsee“ oder auch „Seestadt“ bezeichnet, da der sich bei Bremerhaven öffnende Mündungstrichter der Weser den Eindruck der Lage direkt am Meer vermittelt.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Stadt Geestland, im Osten die Gemeinde Schiffdorf und im Süden die Gemeinde Loxstedt. Im Westen grenzt die Stadt Bremen mit ihrer Exklave des Überseehafens an Bremerhaven.

Auf der anderen Weserseite liegt der Ortsteil Blexen der Stadt Nordenham, der über eine Weserfähre mit Bremerhaven verbunden ist.

Geomorphologie und Naturlandschaften[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 0,2 m bis m ü. NHN.[2] Der höchste Punkt ist eine 11,1 m hohe Erhebung im Stadtteil Leherheide[2] (Debstedter Weg / Brunnenstraße)[7] als Ausläufer der Hohen Lieth, einer Geest-Landschaft, die sich nördlich der Stadt zwischen Bremerhaven und Cuxhaven erstreckt. Ihr Gegenstück südlich der Geeste wird in der naturräumlichen Gliederung[8] die Beverstedter Moorgeest genannt; zusammen sind sie ein Teil der Wesermünder Geest. Auf der sturmflutsichereren Geest liegen die meisten der alten Ortskerne des heutigen Bremerhavens: Lehe, Geestendorf und Wulsdorf. Die Weserdeiche erreichen zwischen dem Stadt- und Ortsteil Weddewarden und dem Neuen Lunesiel Höhen zwischen 6,2 m und 8,3 m.[2]

Der andere Naturraum in Bremerhaven ist die Marsch: Wurster Marsch nördlich, Würdener Marsch südlich der Geeste als Teile der Weser-Marsch, sowie die Geeste-Marsch und die Rohr-Marsch. In der Marsch liegt der alte Ortskern von Weddewarden. Auch (Alt-)Bremerhaven wurde in der Marsch gegründet. In der Weser findet man zudem kleinere Wattflächen, die zum UNESCO-Welterbe gehören.

Die Weser, Geeste, Rohr, Lune und Aue durchfließen oder tangieren die Stadt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadtgemeinde Bremerhaven ist in zwei Stadtbezirke (Nord und Süd) und diese in neun Stadtteile gegliedert. Die Stadtteile sind weiter in 24 Ortsteile unterteilt.

Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven[Bearbeiten]

Der Überseehafen gehört seit dem 1. April 1938 zur Stadt Bremen. Die Stadt Bremerhaven übt vertraglich für das Gebiet teilweise die Kommunalverwaltung aus.[9][10][11]

Klima[Bearbeiten]

Durch die Nähe zur Nordsee ist das Klima größtenteils maritim ausgeglichen. Im Sommer sind längere Hitzeperioden mit Temperaturen von über 30 °C eher selten; im Winter liegt meist nur wenig oder gar kein Schnee, und die tiefsten Temperaturen sinken kaum unter −10 °C ab. Im Jahresdurchschnitt fallen rund 741,5 mm Niederschlag; der meiste Niederschlag fällt im Juni und Juli. Im Februar ist es mit rund 36 mm am trockensten. Die höchste je gemessene Temperatur betrug 35,8 °C am 9. August 1992 und die tiefste gemessene Temperatur −18,6 °C am 25. Februar 1956.[12]

Bremerhaven
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
56
 
3
-1
 
 
36
 
4
-1
 
 
50
 
7
2
 
 
48
 
11
4
 
 
56
 
16
9
 
 
73
 
19
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79
 
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14
 
 
72
 
21
14
 
 
68
 
18
11
 
 
65
 
13
8
 
 
71
 
8
4
 
 
67
 
4
0
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [13]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bremerhaven
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,0 3,8 6,9 10,9 16,1 18,9 20,0 20,5 17,6 13,2 7,8 4,3 Ø 12
Min. Temperatur (°C) −1,0 −0,7 1,5 4,3 8,5 11,9 13,7 13,5 11,1 7,7 3,5 0,4 Ø 6,2
Temperatur (°C) 1,1 1,6 4,1 7,5 12,3 15,4 16,8 16,9 14,2 10,3 5,6 2,5 Ø 9,1
Niederschlag (mm) 56,0 36,1 50,3 47,8 56,3 73,1 78,7 71,7 67,9 65,3 71,4 66,9 Σ 741,5
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,1 3,3 5,2 6,7 6,7 6,3 6,2 4,3 3,1 1,6 1,1 Ø 4
Luftfeuchtigkeit (%) 89 85 82 78 75 77 78 78 81 85 87 89 Ø 82
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,0
−1,0
3,8
−0,7
6,9
1,5
10,9
4,3
16,1
8,5
18,9
11,9
20,0
13,7
20,5
13,5
17,6
11,1
13,2
7,7
7,8
3,5
4,3
0,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
56,0
36,1
50,3
47,8
56,3
73,1
78,7
71,7
67,9
65,3
71,4
66,9
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [13]

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Bremerhavens
Bremerhaven 1849
Abfertigungsgebäude des Norddeutschen Lloyds um 1870
Marktplatz Bremerhaven um 1880, heute Theodor-Heuss-Platz
Marktplatz von Bremerhaven, Photochromdruck von 1900
1930: An der Kaje die Europa, auf See die Bremen
Luneplate
rot zu Bremen,
blau zu Niedersachsen

Chronologie[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Das Wurtendorf Weddewarden wurde 1091 und die Kirchdörfer Geestendorf und Wulsdorf wurden 1139 erstmals urkundlich genannt. Lehe wurde 1275 erstmals urkundlich erwähnt und erlangte eine überörtliche Bedeutung als Amtssitz und Marktort. Politisch stand das Gebiet an der Geestemündung lange im Widerstreit der Interessen des Erzbistums Bremen und der Stadt Bremen. 1648/54 kam das Gebiet unter die Hoheit Schwedens. Ab 1672 begann der Bau der Festungs­stadt Carlsburg, und 1719 ging das Gebiet, nach vorheriger dänischer Besetzung, auf das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, ab 1814 Königreich Hannover, über.

Gründung Bremerhavens und Hafenbau[Bearbeiten]

Wegen der zunehmenden Versandung der Weser kaufte Bremen 1827 durch Bürgermeister Johann Smidt von Hannover Gelände und Deichvorland der ehemaligen, unvollendeten schwedischen Festungsstadt Carlsburg an der Nordseite der Mündung der Geeste in die Außenweser, das am 1. Mai 1827 übergeben und Bremerhaven genannt wurde (heute: Stadtteil Mitte). Bis 1830 wurde der Alte Hafen fertiggestellt. 1845 gründete Hannover im Süden Bremerhavens unweit von Geestendorf einen Ort, der am 26. Juni 1847 den Namen Geestemünde erhielt. Im Wettbewerb zu Bremerhaven wurde ebenfalls ein Hafen angelegt. In Bremerhaven entstand von 1847 bis 1852 der Neue Hafen, die Stadt stieg bis 1854 zum größten Auswandererhafen Europas auf. 1857 gründete sich der Norddeutsche Lloyd (NDL) und von 1873 bis 1876 wurde der Kaiserhafen I angelegt. Der Norddeutsche Lloyd wurde in der Folge die größte Reederei Bremens und ab 1881 die größte der Welt. 1897 wurde die Kaiserschleuse und bis 1907/1909 die Kaiserhäfen II und III angelegt. Durch bedeutende Schiffsabfahrten und -ankünfte wurde Bremerhaven weltweit bekannt. 1927 wurde die Columbuskaje zusammen mit dem Columbushahnhof als Bahnhof am Meer fertiggestellt. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fahrgastanlagen wurden nach und nach wieder aufgebaut. 1962 wurde die Fahrgastanlage II neu errichtet und die ältere Anlage abgerissen. Der ab 1968 gebaute Containerterminal wurde seit 1978 abschnittsweise ausgebaut und hat heute mit der knapp 5 km langen Stromkaje insgesamt 14 Liegeplätze.

Fischereihafen[Bearbeiten]

1885 wurde mit der in Bremerhaven gebauten Sagitta der erste deutsche Hochseefischdampfer in Dienst gestellt und in der Folge die deutsche Hochseefischerei begründet. 1896 wurde der Fischereihafen I in Geestemünde fertiggestellt, und nach dem Zusammenschluss Geestemündes mit Lehe zur Stadt Wesermünde wurde 1925 der Fischereihafens II fertiggestellt. In der Folge wurde 1935 der noch verbliebene Fischereihafen in Bremerhaven aufgegeben, und 1939 wurde Bremerhaven Teil der Stadt Wesermünde. 1947 wurde Wesermünde in Bremerhaven umbenannt. 1971 wurde bei der Neueinteilung der Stadt der Fischereihafen im Stadtbezirk Süd ein eigener Stadtteil. 2010 erfolgte die Eingliederung der Luneplate.

Stadt- und Stadtteilentwicklungen[Bearbeiten]

1846 zogen Landarbeiter in die Leher Haide in der Leher Feldmark. 1850 wurde Geestemünde Landgemeinde, und 1851 erhielt Bremerhaven das Stadtrecht. 1866 kamen Lehe und Geestemünde zu Preußen. Geestendorf wurde am 1. April 1889 nach Geestemünde eingegliedert.

Das Stadtrecht erhielt Geestemünde 1913 und Lehe 1920. Wulsdorf wurde 1920 Teil von Geestemünde. Am 1. November 1924 wurden die Städte Lehe und Geestemünde zur Stadt Wesermünde vereinigt. 1927 kam es zur Eingemeindung von Weddewarden, Schiffdorferdamm und Speckenbüttel nach Wesermünde. 1937 begann der Bau von Siedlungen im heutigen Surheide. 1938 wurde der Überseehafen aus Bremerhaven aus- und als Exklave in die Stadt Bremen eingegliedert. Die verbleibende und bisher zur Hansestadt Bremen gehörige Stadtgemeinde Bremerhaven wurde 1939 in die zur preußischen Provinz Hannover gehörende Stadt Wesermünde eingegliedert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Wesermünde und die Hansestadt Bremen als norddeutsche Exklaven in die amerikanische Besatzungszone einbezogen; nachdem Wesermünde von 1946 bis 1947 zur britischen Besatzungszone gehörte, wurde die Stadt 1947 durch gemeinsamen Beschluss der britischen und amerikanischen Militärregierung in die Hansestadt Bremen und wieder in die amerikanische Zone eingegliedert. Nach der Neukonstituierung zur Freien Hansestadt Bremen wurde Wesermünde in Bremerhaven umbenannt. Die Stadt diente in der Folge als Versorgungshafen (Port of embarkation) der US-Army.

1971 wurden die Verwaltungsebenen in Bremerhaven neu eingeteilt in zwei Stadtbezirke, neun Stadtteile und 23 Ortsteile. 2010 kam durch einen Staatsvertrag die bisher niedersächsische Luneplate als 24. Ortsteil zum Bremerhavener Stadtteil Fischereihafen.

Wichtige Bauten[Bearbeiten]

1854 entstand der Leuchtturm Bremerhaven und 1855 die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche. Seit 1881 fuhr die Pferdebahn der späteren Straßenbahn Bremerhaven (VGB), die 1908 zur elektrischen Straßenbahn umgerüstet wurde. 1914 wurden der Bahnhof in Geestemünde und die Bahnstation Lehe eröffnet. 1933 nahm die Hauptpost in Geestemünde den Betrieb auf. Mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum von Hans Scharoun erhielt die Seestadt 1972/75 das bedeutendste maritime Museum Deutschlands. Die Hochschule Bremerhaven wurde 1975 gegründet und danach ständig erweitert. Gottfried Böhm entwarf hierbei die zentralen Gebäude. Das Columbus-Center nach Plänen des Bremer Architekten Peter Weber wurde 1977 eingeweiht. 1980 entstand das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) nach Plänen von Oswald Mathias Ungers. 1982 wurde der Straßenbahnbetrieb endgültig eingestellt. Seitdem werden ausschließlich Omnibusse eingesetzt. Das aus dem Morgenstern-Museum hervorgegangene Historische Museum erhielt 1991 seinen heutigen Neubau, 2005 entstand das Deutsche Auswandererhaus und 2009 das Klimahaus.

Stadtteil- und Hafengeschichte[Bearbeiten]

Siehe unter:

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Jahr Bremerhaven Lehe Geestemünde
1275 erste urkundliche Erwähnung Lehes
1827 Gründung Bremerhavens Lehe
1845 Bremerhaven Lehe Gründung Geestemündes
1889 Bremerhaven Lehe Eingliederung von Geestendorf
1913 Bremerhaven Lehe Geestemünde wird kreisfreie Stadt
1920 Bremerhaven Lehe wird kreisfreie Stadt Eingliederung von Wulsdorf
1924 Bremerhaven Zusammenschluss von Lehe und Geestemünde
zur kreisfreien Stadt Wesermünde
1927 Bremerhaven Eingliederung von Weddewarden, Schiffdorferdamm und Speckenbüttel
1938 Ausgliederung des
Überseehafengebietes
in die Stadtgemeinde Bremen
Wesermünde
1939 Vereinigung zur Stadt Wesermünde ohne Überseehafengebiet
1947 Eingliederung in die Freie Hansestadt Bremen und Umbenennung in Bremerhaven
2010 Eingliederung der Luneplate und Grenzbegradigung mit Niedersachsen

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1827 hatte Bremerhaven 19 Einwohner. Die Bevölkerungszahl stieg bis 1871 über 10.000 und verdoppelte sich bis 1900 auf rund 20.000. 1939 wurde Bremerhaven mit 26.790 Einwohnern und Wesermünde mit 86.041 Einwohnern vereinigt zur neuen Großstadt Wesermünde mit rund 113.000 Einwohnern.

1968 erreichte die Einwohnerzahl mit 148.931 ihren Höchststand. Seitdem nahm die Bevölkerung kontinuierlich ab. 2010 lebten 113.604 Menschen in Bremerhaven.[14] Seit 2012 wächst die Bevölkerung wieder an.[15] Ende 2014 lebten 115.827 Menschen in Bremerhaven, davon 57.548 weiblich und 58.279 männlich.[16]

Bedeutsame Schiffsabfahrten und -ankünfte[Bearbeiten]

Sail Bremerhaven (2000)

Die Schiffsabfahrten und -ankünfte hatten und haben in Bremerhaven als Seestadt immer eine große Bedeutung. Bei bedeutsamen Ereignissen finden sich oftmals tausende Schaulustige ein.

1827 lief als erstes Schiff die schwedische Schaluppe Lyk good Bremerhaven an. Als 1830 der Alte Hafen fertiggestellt wurde, war der amerikanische Schoner Draper das erstes Schiff, welches in den Hafen einlief. Der Seebäderverkehr begann 1837, und der Raddampfer Washington kam 1847. Admiral Brommys Kriegsflotte lag hier von 1849 bis 1853. 1854 verließen über Bremerhaven 76.875 Auswanderer Europa. Der Norddeutsche Lloyd wurde 1857 gegründet und richtete regelmäßige Liniendienste nach New York oder Baltimore ein, zuerst mit der Bremen 1. Als weitere Schiffe des Norddeutschen Lloyd fuhren 1875 die Hohenzollern, 1881 die Elbe, später die Kaiser Wilhelm der Große, die 1897 das Blaue Band gewann.

1885 wurde mit der Sagitta der erste deutsche Hochseefischdampfer in Dienst gestellt. Im selben Jahr fuhr von Geestemünde der erste überseeische Tanksegler der Welt, die Andromeda, nach New York. Reeder Riedemann, Pionier der Tankschifffahrt, war zusammen mit der Standard Oil Company (später Esso) ein wichtiger Vertreter der Ölbranche in Deutschland. 1886 fuhr der erste Reichspostdampfer nach Ostasien.

1902 fuhren vom Norddeutschen Lloyd das Schiff Kronprinz Wilhelm, 1929 die Bremen und die Europa.

Mit dem Walfangmutterschiff Jan Wellem gewann der Walfang ab 1936 große Bedeutung.

1945 begann die Zeit der US-Truppentransporter, die mit 95 Schiffen tausende Male die Kaje anliefen. Die „Bananendampfer“ lieferten seit 1949 mit rund 500 Kühlschiffen bei rund 5000 Ankünften Bananen. Elvis Presley traf hier 1958 ein.

1950 begann mit der Gripsholm wieder die Passagierfahrt. Es folgten 1951 die Amerika, 1953 das Blaue-Band-Schiff United States und 1955 die Seven Seas.

1957 legte der Flugzeugträger Forrestal an. Es folgte 1959 das Passagierschiffe Bremen, und die Inge, der erste Erzdampfer, löschte 1964 seine Fracht. 1966 folgte das Passagierschiff Europa.

Ebenfalls 1966 fuhren die Fähren Prins Hamlet nach Harwich und die Roland von Bremen nach Helgoland sowie 1970 die Prins Oberon nach Harwich. Auch 1970 folgte mit der France ein weiteres Passagierschiff.

Die Sail ist als Windjammer­parade seit 1986 ein regelmäßig wiederkehrendes Großereignis.

1987 folgte das Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth 2, und im gleichen Jahr fuhr die Faust, damals der größte Autofrachter der Welt.

2006 fuhren das Containerschiff Emma Mærsk, damals eines der größten Schiffe seiner Art, und 2009 das Kreuzfahrtschiff Queen Victoria. Es folgte 2012 das Containerschiff CMA CGM Marco Polo.

Politik[Bearbeiten]

Mit der Gründung Bremerhavens im Jahre 1827 übernahm zunächst ein vom Bremer Senat eingesetzter und abhängiger Amtmann die Verwaltungsgeschäfte.[17] 1837 erhielt Bremerhaven eine vorläufige Gemeindeordnung,[18] verblieb jedoch unter starker Kontrolle durch den Amtmann. 1851 folgten die erste Gemeindeverfassung und die Erklärung zur Stadt.[19] Die Verwaltung erfolgt nun durch einen Gemeindeausschuss bestehend aus einem Gemeinderat und Gemeindeverordneten[20] unter der Leitung eines Vorsitzenden des Gemeinderates. Allerdings lagen wichtige Verwaltungsfunktionen wie die niedere Gerichtsbarkeit und die Polizei weiterhin beim Amtmann.[20] 1879 trat eine neue Stadtverfassung in Kraft. Die Stadt wurde nun durch einen hauptamtlichen Stadtdirektor repräsentiert und die Aufgaben des Amtmannes auf die Stadtgemeinde übertragen. Der Gemeinderat, der nun Stadtrat hieß, erhielt eine selbständiger Stellung gegenüber den Gemeindeverordneten, die nun Stadtverordnete hießen.[21][22] Erst 1894 wurde wieder ein Amtmann als staatlicher Repräsentant der Freien Hansestadt Bremen eingesetzt.[17][22]

Die preußische Nachbargemeinde Geestemünde wurde 1913 durch königlichen Erlass zur kreisfreien Stadt und der Bürgermeister 1917 durch Wilhelm II. zum Oberbürgermeister erhoben.[23] Lehe erfuhr diese Erhebung zur kreisfreien Stadt 1920, wodurch auch deren Oberhaupt der Verwaltung zum Oberbürgermeister wurde.[24]

In Bremerhaven wurde 1922 eine neue Stadtverfassung eingeführt, die Änderungen durch die neue politische Situation nach dem Ende des Ersten Weltkriegs brachte. So wurde u. a. das Wahlrecht ausgeweitet und die Rechte der Stadtverordnetenversammlung gestärkt. Dem Amt des bisherigen Stadtdirektors wurde nun, auch zur Angleichung an die entsprechenden Amtsbezeichnungen in den preußischen Nachbargemeinden, die Bezeichnung Oberbürgermeister beigelegt.[25]

Nach der Nationalsozialistischen Machtübernahme wurde der letzte Amtmann in Bremerhaven 1937 abgesetzt.[17] 1938 wurde auf Betreiben des Bremer Bürgermeisters und weiterer bremischer Vertreter das Hafengelände ausgliedert und bremisches Stadtgebiet, bevor Bremerhaven 1939 auf Mitinitiierung des Wesermünder Oberbürgermeisters in die preußische Stadt Wesermünde eingemeindet wurde.[26]

1945 ernannte die Militärregierung einen Oberbürgermeister und einen Bürgermeister als seinen Stellvertreter. 1946 erfolgten die ersten Wahlen nach Kriegsende. Im gleichen Jahr beschloss die Militärregierung das Ausscheiden Wesermündes aus dem Land Niedersachsen, die Einbeziehung in das Land Freie Hansestadt Bremen und dessen Eingliederung als viertes Land der amerikanischen Besatzungszone. 1947 entschied die Stadtverordnetenversammlung Wesermündes die Umbenennung in Bremerhaven, und die neue Stadtverfassung in Form einer unechten Magistratsverfassung wurde verabschiedet.[27]

Heute hat die Stadtgemeinde Bremerhaven aufgrund der Verfassung für die Stadt Bremerhaven (VerfBrhv)[28] als Verwaltungsorgane eine Stadtverordnetenversammlung und einen Magistrat.

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Wahl zur Stadtverordnetensammlung 2015 [29]
Wahlbeteiligung: 38,3 %
 %
40
30
20
10
0
33,1
11,1
24,4
7,2
6,9
5,2
2,8
4,7
4,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
± 0,0
-11,5
+4,4
-0,2
+2,3
+1,9
+0,6
+4,7
-2,2
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Sitzverteilung 2015
         
Von 48 Sitzen entfallen auf:

Die Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung besteht aus 48 Stadtverordneten, deren Mitglieder von den Bürgern der Stadt auf vier Jahre gewählt werden. Sie ist grundsätzlich für alle Angelegenheiten der Stadt zuständig und überwacht die Amtsführung des Magistrats.

Die Stadtverordnetenversammlung wählt in ihrer konstituierenden Sitzung den Stadtverordnetenvorsteher und einen ersten Beisitzer als Stellvertreter sowie mindestens einen weiteren Beisitzer. Im weiteren wählt sie die ehrenamtlichen Mitglieder des Magistrats für die Dauer ihrer Wahlperiode.

Die Stadtverordnetenversammlung wählt ferner die hauptamtlichen Mitglieder des Magistrats auf sechs Jahre.[28]

Vorstand[Bearbeiten]

Der Stadtverordnetenvorsteher repräsentiert die Stadtverordnetenversammlung, leitet ihre Verhandlungen und übt das Hausrecht aus. Er bildet mit den Beisitzern den Vorstand der Stadtverordnetenversammlung.[28]

Magistrat[Bearbeiten]

Der Bremerhavener Magistrat besteht zum einen aus hauptamtlichen Mitgliedern: dem Oberbürgermeister, der auch der Vorsitzende des Magistrats ist, dem Bürgermeister als seinem Vertreter und weiteren Stadträten. Zum anderen kommen ehrenamtliche Stadträte hinzu, deren Anzahl stets die der hauptamtlichen Mitglieder übersteigt.

Er ist die Verwaltungsbehörde der Stadt und besorgt die laufende Verwaltung nach den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung, an die er auch berichtet.[28]

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Der Oberbürgermeister ist der Leiter der Verwaltung. Er kann in dringenden Fällen erforderliche Maßnahmen auch ohne vorherige Magistratsbeschluss anordnen und gegen Magistratsbeschlüsse, falls diese nach seiner Auffassung Recht verletzen, ein suspensives Veto einlegen.[28]

Aktuelle Situation[Bearbeiten]

Derzeit wird der Magistrat von fünf hauptamtlichen und sechs ehrenamtlichen Mitgliedern gebildet. Oberbürgermeister ist Melf Grantz (SPD), der 2011 Jörg Schulz (SPD) nachfolgte. Seit 2003 ist Michael Teiser (CDU) als Nachfolger von Burghard Niederquell (CDU) Bürgermeister und Kämmerer.

Die letzte Wahl zur Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung fand am 10. Mai 2015 statt. Die konstituierende Sitzung zur 19. Wahlperiode hat am 2. Juli 2015 stattgefunden.

Seit 2015 gibt es eine SPD-geführte Große Koalition[30] mit 24 Stimmen. Die vorherige rot-grüne Koalition, die seit 2011 bestand,[31] hat in der neuen Versammlung mit 21 Sitzen keine Mehrheit mehr.

Stadtverordnetenvorsteherin ist seit 2015 Brigitte Lückert (SPD), die Artur Beneken (SPD) nachfolgte. 1. Beisitzerin ist seit 2015 Irene von Twistern (CDU) als Nachfolgerin von Ulf Eversberg (Grüne).

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Bremerhaven führte Wappen und Flagge nach der Eingliederung der Stadt Wesermünde in die Freie Hansestadt Bremen und der anschließenden Umbenennung in Bremerhaven ein. Offiziell angenommen wurden die Landessymbole am 28. Mai 1947. Der Wappen-Entwurf stammt von dem Künstler Waldemar Mallek aus Münster.[32][33]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Bremerhaven zeigt in Silber, über gewelltem blauem Schildfuß mit silbernem Fisch, ein Hanseschiff mit blauem Dach auf dem Achterkastell. Auf den Segeln drei Wappen: 1 in Rot ein silberner Schlüssel, darüber in Silber ein rotes Tatzenkreuz, 2 in Blau ein goldener Anker, 3 in Rot zwei gekreuzte silberne Sensenblätter. Schiff und Fisch weisen auf die Bedeutung als Hafen- und Fischereistandort hin.[32]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge von Bremerhaven setzt sich aus zwei roten und einem mittigen weißen länglichen Streifen zusammen. Die drei Flächen sind gleich groß. In der Mitte der Flagge ist das Wappen der Stadtgemeinde Bremerhaven abgebildet.[33]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bremerhaven unterhält zurzeit sechs Städtepartnerschaften:[34]

FrankreichFrankreich Cherbourg-Octeville, seit dem 29. Juni 1960
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Grimsby (North-East-Lincolnshire), seit dem 22. Februar 1963
FinnlandFinnland Pori, seit dem 16. Mai 1969
DanemarkDänemark Frederikshavn, seit dem 16. Juni 1979
PolenPolen Szczecin, seit dem 16. Oktober 1990
RusslandRussland Kaliningrad, seit dem 24. April 1992

Ferner übernahm Bremerhaven am 16. Mai 1954 eine Städtepatenschaft für den westpreußischen Stadt- und Landkreis Elbing.[35] In Geestemünde wurde der Elbinger Platz nach dieser Patenstadt benannt.

Einige Autobahnzubringer sind nach Partnerstädten benannt:

  • Cherbourger Straße – Autobahnzubringer Überseehäfen
  • Grimsbystraße – Autobahnzubringer Mitte
  • Poristraße – Anschlussstelle Geestemünde
  • Frederikshavner Straße – Autobahnzubringer Wulsdorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Stadttheater
Geestbauernhof

Mitte und Häfen[Bearbeiten]

Lehe[Bearbeiten]

Geestemünde/Wulsdorf[Bearbeiten]

Holzhafen und Christuskirche

Denkmäler[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

  • Das Stadttheater Bremerhaven wurde nach Plänen von Oskar Kaufmann von 1910 bis 1911 erbaut.
  • Das Kleine Haus befindet sich seit 1955 in einem Theaternebengebäude am Großen Haus.
  • Das Theater im Fischereihafen, Am Schaufenster 6, besteht seit 1996.
  • Die Figuren Theater Werkstatt Packhalle V besteht seit 1998 im Fischereihafen von Bremerhaven.
  • Der Pferdestall, Gartenstraße 5/7 (Mitte) in den Stallungen einer ehemaligen Spedition, ist Veranstaltungsort für Theater, Musik und Literatur des Vereins Kunst und Nutzen.
  • Das piccolo teatro – haventheater, Bürgermeister-Smidt-Straße 200, besteht seit 2011. Es wurde von Roberto Widmer gegründet und ist Bremerhavens einziges Zimmertheater.

Museen, Sammlungen, Zoo[Bearbeiten]

Alphabetische Reihenfolge

Das Technikmuseum am Hafen mit dem Museums-U-Boot Wilhelm Bauer

Parks und Grünanlagen[Bearbeiten]

Weidenschloss im Speckenbütteler Park

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Städtisches Orchester Bremerhaven
  • Rock Cyclus Bremerhaven
  • Big Band Bremerhaven
  • Blasorchester Bremerhaven
  • Blasorchester Wulsdorf
  • Glad(E)makers (früher Prayers & Preachers)
  • Rock Center Bremerhaven
  • Stadttheater Kinderchor
  • Jugendmusikschule Bremerhaven
  • Original Marinechor Blaue Jungs aus Bremerhaven

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Gaststätte Treffpunkt Kaiserhafen an der alten Bananenpier im Kaiserhafen III – die „letzte Kneipe vor New York“ – ist eine Mischung aus Seemannskneipe und Restaurant mit einmaligem maritimen Interieur. Sie ist eine Touristenattraktion.[38][39]

Trost bei den Damen fanden die Seefahrer in der Rickmersstraße. Was diese „Reeperbahn Bremerhavens“ in Lehe war, war für die Fischdampferfahrer die Georg-Seebeck-Straße in Geestemünde.[40] Dieses „Petroleumviertel“ wird seit Jahrzehnten von türkischen Familien bewohnt. Besonders die afroamerikanischen Soldaten der United States Navy liebten die Roxy Bar in der Fährstraße vor der Geestebrücke.[41][42] Gab es Ärger, ließ die Militärpolizei nicht lange auf sich warten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Seit Bremerhavens Entstehung ist die Wirtschaft auf das Engste mit dem Hafen verbunden. 1895 bestand die Geestemünder Hochseeflotte bereits aus 28 Schiffen. Geestemünde baute zwischen 1891 und 1896 den zwar tideabhängigen, aber schleusenfreien Fischereihafen I aus und vergrößerte bis 1914 seine Fischereiflotte auf 93 Fischdampfer. In den 1930er Jahren erreichte die Flotte mit 215 Schiffen und 7000 beschäftigten Menschen in 21 Hochseefischereireedereien einen vorübergehenden Höhepunkt. Bis 1960 entstand hier der größte Fischereihafen Europas. Durch die Erweiterungen der Fischereizonen Islands und Norwegens auf 200 Seemeilen gingen bis 1984 die wichtigsten Fischgründe und mehr als 2000 Arbeitsplätze in der Hochseefischerei und etwa 4000 Arbeitsplätze im Fisch verarbeitenden Gewerbe verloren. In Bremerhaven gibt es jetzt nur noch drei Fischereischiffe.

Bis heute sind die mit dem Hafenbetrieb verbundenen Wirtschaftszweige prägend für die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Dazu zählen das Container-Terminal Bremerhaven, die Werften sowie der Kraftfahrzeug-Umschlag (s.u.) und die fischverarbeitende Industrie, zum Beispiel Deutsche See, Frosta, Nordsee-Restaurantkette und Frozen Fish International.

Die überwiegende Wertschöpfung der Industrie Bremerhavens wird im Umschlag durchgehenden See-Güterverkehrs erzielt. Der Anteil der am Ort verarbeiteten Waren (Loco-Quote) ist dabei gering. Mit dem Umschlagsbetrieb nahen Dienstleistungen wächst dieser Wertanteil stetig. Die industrielle Verarbeitung erfolgt jedoch fast ausschließlich weiter im Hinterland.

Der Seegüterumschlag betrug 1,3 Millionen Tonnen im Jahr 1955, 8,2 Millionen Tonnen im Jahr 1975, 49 Millionen Tonnen im Jahr 2006 und über 67 Millionen Tonnen im Jahr 2011.

Container-Umschlag[Bearbeiten]

Straßenfahrzeug-Umschlag[Bearbeiten]

Die aus der 1877 gegründeten Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG entstandene BLG Logistics Group ist heute mit 6800 Beschäftigten der europäische Branchenführer in der Kfz-Logistik. Das Autoterminal der BLG verfügt über eine Gesamtfläche von drei Millionen Quadratmetern und hat Platz für 120.000 Fahrzeuge. Der Gesamtwert der Fahrzeuge beläuft sich bei voller Auslastung auf etwa 3,6 Milliarden Euro. Mit einem Gesamtumschlag von über zwei Millionen Fahrzeugen 2011 ist Bremerhaven der führende Auto-Umschlagplatz in Europa. Die meisten der für den deutschen Markt bestimmten Import-Fahrzeuge gelangen über Bremerhaven nach Deutschland. 2014 wurden 2,3 Mio. Fahrzeuge umgeschlagen.[43]

Neben den Automobilen werden rund eine Million Tonnen sogenannter High & Heavy-Güter sowie Stückgüter und Schwergüter bis 200 Tonnen Gewicht im Ro/Ro-Umschlag bewegt. Bei den „High & Heavy“-Gütern handelt es sich um Baumaschinen (Bagger, Kettenfahrzeuge, Autokrane), landwirtschaftliche Geräte (Traktoren, Mähdrescher und andere Erntemaschinen), Lkw, Zugmaschinen und auch Lokomotiven. Der ICE-Testzug für Amtrak in den USA sowie der nach China gelieferte Transrapid wurden über Bremerhaven verschifft.

Fremdenverkehr[Bearbeiten]

In den letzten Jahrzehnten etabliert sich als weiteres Standbein erneut der Tourismus, der aber wiederum auch mit dem „Hafenflair“ und den maritim orientierten Museen zusammenhängt. Die frühere „graue Maus“ Bremerhaven gewinnt durch attraktive Museen und leistungsfähige Gastronomie stark an Farbe. Besonders das Deutsche Auswandererhaus (eröffnet 2005), das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost (eröffnet 2009) und der Hafen mit Rundfahrten sind Attraktionen für Tagestouristen und Städtereisen.

Auch als Start- und Zielhafen für Kreuzfahrten im Nord- und Ostseeraum mit über 70.000 Passagieren bei 63 Anläufen im Jahr 2014 und einem modernen, leistungsfähigen und sicheren Terminal gewinnt Bremerhaven an Bedeutung. Das heutige Columbus Cruise Center Bremerhaven (CCCB) ist als Columbuskaje geschichtlich bekannt als wichtigster Auswandererhafen des Kontinents und war bis in die 1970er Jahre ein bedeutender Hafen für den Passagierverkehr über die Nordsee und den Atlantik.

Seit Januar 2010 ist Bremerhaven mit der Sagengestalt Klabautermann Endpunkt der Deutschen Märchenstraße.

Werften[Bearbeiten]

Hauptartikel: Werften in Bremerhaven
Blick über den Verbindungshafen zur Lloyd-Werft

Viele der traditionsreichen Werftbetriebe in Bremerhaven wie Tecklenborg, Rickmers, SSW oder Siegholt schlossen im Laufe der weltweiten Werftenkrise. Die bestehenden Betriebe mussten ihre Belegschaft aufgrund der fehlenden Aufträge stark verringern. Trotzdem bleibt Bremerhaven mit der Lloyd-Werft, den Motorenwerken Bremerhaven sowie den Reparaturwerften BREDO und Rickmers-Lloyd ein bedeutender Werftstandort.

Werft-Zulieferungen

Geringe Wertschöpfung erreicht nach dem Niedergang des Neubaugeschäfts die Zulieferindustrie für Werftbetriebe im Reparaturgeschäft.

Lebensmittelindustrie[Bearbeiten]

Noch heute ist Bremerhaven der wichtigste Fischereihafen Deutschlands, was der Stadt den Spitznamen Fischtown und den Bewohnern den Spottnamen Fischköppe eingebracht hat. Der Eishockeyverein REV Bremerhaven hat sich den Namen Fischtown Pinguins zu eigen gemacht.

Aus dem Hafenumschlag entstanden ist die Lebensmittel­verarbeitung, insbesondere die Verarbeitung von Fisch und Tiefkühlkost. Heute erfolgen noch der Umschlag sowie die Reifung und Lagerung von Südfrüchten, wie beispielsweise Bananen, im Hafengelände. In Nachfolge des Fischereihafenumschlags früher von Frischfisch, später fast ausschließlich von über See oder auf der Straße angeliefertem Frostfisch, arbeitet in Bremerhaven heute ein starker Industriezweig der Lebensmittelindustrie (Fisch, Gemüse, Fertiggerichte). Dieser Industriebesatz änderte sich mit dem Wandel der Konsumgewohnheiten von der Dominanz der Frischware (Fisch) über Fertiggerichte (Pizzen) zu Frostwaren ohne Konservierungsmittel (FROSTA).

Windenergie[Bearbeiten]

Bremerhaven ist ein wichtiger Standort der Offshore-Windenergie-Industrie in Deutschland. Der Anteil des Maschinenbaus wächst derzeit stark aufgrund der Produktion von Windenergie-Anlagen für Einsatzorte vor der Küste (offshore). Im Süden der Stadt befindet sich mit Herstellern wie Areva Wind GmbH (ehemals Multibrid), Senvion, Power Blades GmbH und WeserWind GmbH[44] das größte Industriegebiet für den Bau von Offshore-Windenergieanlagen an der Nordsee. Im Jahr 2013 sollte mit dem Bau des Offshore-Terminals (OTB) für den Umschlag von Windenergieanlagen begonnen werden; die Fertigstellung war bereits für 2014 geplant; die Gesamtkosten wurden zunächst auf 200 Millionen Euro geschätzt.[45]

Bremerhaven ist ein wichtiger Standort der Offshore-Windenergie. Das erste in Deutschland gebaute Errichterschiff Aeolus verholt zur Lloyd-Werft zum Einsetzen der Hubbeine; hier liegt das Errichterschiff Bold Tern, und ganz rechts lädt das Errichterschiff Thor.

Beschäftigungssituation[Bearbeiten]

Durch den Strukturwandel in der Hafenwirtschaft, der Fischerei und Werftindustrie sowie Kaufkraftverluste mit dem Abzug der amerikanischen Soldaten stieg die Arbeitslosigkeit in Bremerhaven bis Ende der 1990er Jahre auf westdeutsches Rekordniveau. Ihren historischen Höchststand erreichte die Arbeitslosenquote im Januar 1998 mit 22,3 %. Durch eine verbesserte Lage der Hafenwirtschaft insbesondere beim Container- und Autoumschlag sowie die Entwicklung neuer Beschäftigungsbereiche im Tourismus und der Offshore-Windkraft erholte sich Bremerhaven seit der Jahrtausendwende langsam. Im August 2013 lag die Arbeitslosenquote in der Stadt Bremerhaven bei 14,6 %, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.[46] Im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven, zu dem auch Teile des niedersächsischen Umlands gehören, belief sich die Quote auf 10,1 % im August 2013.[47]

Medien[Bearbeiten]

In Bremerhaven erscheint als Tageszeitung die Nordsee-Zeitung in einer Monopolstellung. Im Verlagshaus der Nordsee-Zeitung entsteht auch der überregionale Teil der meisten im Elbe-Weser-Dreieck verbreiteten regionalen Tageszeitungen (Redaktionsgemeinschaft Nordsee). Dazu gehören die Cuxhavener Nachrichten, die Niederelbe-Zeitung in Otterndorf sowie die Zevener Zeitung in Zeven. Radio Bremen unterhält im Columbus-Center ein Außenstudio. Des Weiteren besteht als Fernseh- und Hörfunkprogramm der Bürgerrundfunk Bremerhaven.

Die Rundfunkprogramme von Radio Bremen werden außerhalb des Bremerhavener Stadtgebietes vom Telekom-Sender Schiffdorf abgestrahlt. Es können auch alle NDR-Programme in der Stadt empfangen werden. Außerdem sind in der Stadt Sender wie radio ffn, Hitradio Antenne und Energy Bremen zu empfangen. Fernsehprogramme werden ausschließlich im DVB-T-Modus gesendet (ebenfalls in Schiffdorf). Neben den öffentlich-rechtlichen Programmen werden auch die Bouquets der ProSieben-Sat1-Gruppe und der RTL-Gruppe abgestrahlt.

Verkehr[Bearbeiten]

Übersichtskarte Jade- und Wesermündung

Häfen[Bearbeiten]

Der Containerterminal mit der längsten Stromkaje der Welt (4.680 Meter Kailänge, 14 Liegeplätze), die Tide-unabhängigen Häfen mit dem Autoimport und -export und die Columbuskaje mit dem Passagierverkehr gehören zum Stadtbremischen Überseehafengebiet, verwaltet von bremenports. Dieses Unternehmen organisiert die Infrastruktur der Häfen, also die Schleusen, Kajen und Stauflächen sowie die Verkehrswege auf Straße und Schiene. Die Betriebsgesellschaften sind lediglich für die Umschlagsgeräte, die so genannte Supra-Struktur, der Investitionsträger zuständig.

Das Überseehafengebiet stellt als Freizone des Kontrolltyps I (Freihafen) ein zollrechtliches Sondergebiet innerhalb der Zollgebiets der Europäischen Union dar.[48] Es ist durch einen Grenzzaun und Grenzübergänge des Zolls gesichert, an denen Personen- und Warenkontrollen erfolgen. Personen, die die Freizone verlassen oder nur passieren wollen, müssen amtliche Ausweispapiere mit sich führen. Waren aller Art müssen beim Verlassen der Freizone zur Verzollung angemeldet und ggf. verzollt werden. Möchte man die Freizone mit Waren durchfahren und führt keine Papiere mit sich, die den Ursprung der Ware in der EU eindeutig belegen, muss man sich bei Einfahrt in die Freizone von selbst an die Zollbehörden wenden und die Waren anmelden.

Der Neue Hafen, der Alte Hafen mit den Museumsschiffen, die Seebäderkaje, der jüngste Abschnitt CT IV des Containerterminals und das Fischereihafengebiet südlich der Geeste gehören zum Stadtgebiet Bremerhaven, der Rest, der größte Teil des Hafens nördlich der Geeste, jedoch seit 1938 zum Stadtgebiet Bremen.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Die Geschichte der Eisenbahn in Bremerhaven begann 1862, als die Hannoversche Staatsbahn (ab 1866 Teil der Preußischen Staatseisenbahnen) für den Hafen-Hinterland-Güterverkehr des Königreichs Hannover die durchgehend zweigleisige Strecke Bremen–Bremerhaven in Betrieb nahm (siehe auch: Geschichte der Eisenbahn in Deutschland). Heute ist der Transport der umgeschlagenen Güter an Containern und Automobilen per Bahn das Rückgrat der Hafenverkehre. Ein Transport vergleichbarer Gütermengen über die Straße wäre für das Autobahnnetz kaum erträglich. Das ausgedehnte Schienennetz im Hafengebiet ist in Landesbesitz und wird von der Deutschen Bahn AG betrieben.

Am Hauptbahnhof Bremerhaven schließt die Bahnstrecke von Bremen an die Strecke nach Cuxhaven an. Er ist zudem Ausgangspunkt für die Verbindung nach Buxtehude (über Bremervörde) zur Niederelbebahn, auf der seit Dezember 2007 die Hamburger S-Bahn bis Stade fährt. Ferner gibt es vom Bremerhavener Hauptbahnhof aus Fahrten zum Columbusbahnhof/ColumbusCruiseCenter (Gelegenheits-, Sonder- und Güterverkehr) sowie auf der Museumsbahn nach Bederkesa.

Fernverkehr

Linienschema der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen

Bis 2001 war Bremerhaven in das Personenfernverkehrsnetz der Deutschen Bahn eingebunden (ICE nach München und Frankfurt am Main, IR nach Saarbrücken und Luxemburg). Eine Rückkehr von Fernverkehrslinien ist derzeit nicht geplant.

Regional-Express

Bremerhaven wird gegenwärtig von zwei Regional-Express-Linien (RE) der Deutschen Bahn bedient, die die Stadt alle zwei Stunden mit Osnabrück und Hannover verbinden. Durch die Überlagerung der beiden RE-Linien ergibt sich für den Streckenabschnitt Bremerhaven–Bremen ein Stundentakt.

Regionalbahn

Bremerhaven ist zudem an die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen angeschlossen, die von der NordWestBahn betrieben wird. Die stündlichen Regio-S-Bahn-Züge der Linie RS 2 führen von Bremerhaven über Bremen nach Twistringen. Die RS 2 bedient drei Stationen auf Bremerhavener Stadtgebiet: Bremerhaven-Lehe, Bremerhaven Hbf und Bremerhaven-Wulsdorf. Im Zuge der Einführung der Regio-S-Bahn wurde eine Reaktivierung des 1988 stillgelegten Haltepunktes Bremerhaven-Speckenbüttel diskutiert.

Zwei weitere Regionalbahn-Linien führen nach Cuxhaven und Buxtehude über Bremervörde. Sie werden von der EVB mit Dieselzügen betrieben.

Linie Linienverlauf Betreiber Takt
RE Bremerhaven-LeheBremerhavenOsterholz-ScharmbeckBremenDiepholzOsnabrück DB Regio Nord Zweistundentakt
RE Bremerhaven-Lehe – Bremerhaven – Osterholz-Scharmbeck – Bremen – VerdenNienburgHannover DB Regio Nord Zweistundentakt
EVB BremerhavenDorumCuxhaven EVB Stundentakt
EVB BremerhavenBremervördeBuxtehude EVB Zweistundentakt Stundentakt in der HVZ
RS 2 Bremerhaven-Lehe – Bremerhaven – Osterholz-Scharmbeck – Bremen – Twistringen NordWestBahn Stundentakt

ÖPNV[Bearbeiten]

Sitz der VGB/BremerhavenBus

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Bremerhaven wird heute mit 16 Buslinien (12 Tages- und 2 Nachtlinien und zwei Anruflinientaxen-Systeme (ALT)) sowie vier Anrufsammeltaxen-Systeme (AST) (in den Umlandgemeinden Land Wursten, Stadt Langen, Schiffdorf, Loxstedt und Beverstedt) durch die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG (VGB), seit 2001 als BremerhavenBus auftretend, erbracht.

Darüber hinaus verkehren 13 Regionalbuslinien anderer Unternehmen in das Bremerhavener Umland, unter anderem nach Cuxhaven und Bad Bederkesa sowie nach Wilhelmshaven und Oldenburg.

Die Stadt gehört dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen und die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen an.

VGB[Bearbeiten]

Die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven (VGB) wurde 1881 als Bremerhavener Straßenbahn gegründet und ab 1926 als Straßenbahn Bremerhaven-Wesermünde AG beziehungsweise ab 1939 als Straßenbahn Wesermünde AG geführt. Die Straßenbahn wurde am 30. Juli 1982 stillgelegt. Seitdem verkehren nur noch Busse im Stadtgebiet. Die Fahrgastzahlen haben sich seit 1975, als die Straßenbahn noch täglich und bis spät in den Abend verkehrte, von damals 25 Millionen auf heute 13 Millionen Kunden nahezu halbiert.

Von 1947 bis 1958 verkehrten O-Busse zwischen Hauptbahnhof und Schiffdorf.[49]

Wiedereinführung der Straßenbahn in Bremerhaven[Bearbeiten]

Im August 2013 nahm der Verkehrsclub Bremerhaven (VCD) die Diskussion um die Wiedereinführung der Straßenbahn in Bremerhaven wieder auf. Zuvor war es viele Jahre lang sehr ruhig um das Projekt geworden. Auch die Umweltdezernentin Anke Krein (Grüne) unterstützt die Suche nach neuen Verkehrsmöglichkeiten, abseits von Kfz und Bus. Laut Krein erzeugt der Verkehr in Bremerhaven etwa ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen in der Stadt. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren hätten hieran einen signifikanten Anteil.[50]

Straßen des Fernverkehrs[Bearbeiten]

Durch das östliche Stadtgebiet Bremerhavens führt die Bundesautobahn A 27 Cuxhaven-Bremerhaven-Bremen-Walsrode: eine Verlängerung über Celle nach Berlin wird derzeit in Niedersachsen diskutiert. Ferner führen die alte Bundesstraße B 6, die B 71 und die B 212 durch das Stadtgebiet. In Planung ist zusätzlich die umstrittene, sogenannte Küstenautobahn A 20 / A 22 zwischen Skandinavien/Polen und den Niederlanden über Hamburg und Bremerhaven, die mit der erforderlichen neuen Elbquerung mindestens 2 Milliarden Euro kosten würde.

Das Stadtgebiet selbst ist von einer leiterartigen Struktur in Nord-Süd-Richtung geprägt, mit der A 27 als Osttangente und der B 6 als Westtangente; letzte teilt sich am Verkehrsknoten Elbinger Platz in eine weiterführende Hafenrandstraße und eine Mittelachse (B 6). Für den südlichen Abschnitt der Westtangente bestehen Überlegungen des Neubaus außerhalb von Wohngebieten (bisheriger Verlauf Georgstraße – Weserstraße); die Hafenrandstraße (Columbusstraße und Barkausenstraße) endet Am Zolltor Rotersand, eine Weiterführung über die geplante Alfred-Wegener-Straße zum Anschluss an die Cherbourger Straße wird derzeit diskutiert.

Die Querspangen sind:

  • in Wulsdorf die B 71 (früher Lindenallee, nun Südtangente)
  • in Geestemünde die Straßen An der Mühle und Schiffdorfer Chaussee (ein direkter Autobahnzubringer Geestemünde über Hamburger- und Poristraße ist in Planung)
  • in Mitte die Grimsbystraße B 212 als Autobahnzubringer Mitte zum Fähranleger nach Blexen in Geestemünde (Eine Besonderheit ist hier, dass die Strecke von kurz vor der Anschlussstelle an die B 6 bis zur Autobahn (etwa zwei Kilometer) dreistreifig ausgebaut ist; Wechselverkehrszeichen geben die mittlere Spur je nach Tageszeit stadtein- oder -auswärts frei.)
  • in Lehe und Leherheide die Cherbourger Straße als Autobahnzubringer für die Überseehäfen, deren Funktion jedoch in den kommenden Jahren durch einen neuen Straßentunnel übernommen wird. Dieser wird teilweise unter der Cherbourger Straße liegen. Das Projekt ist bereits planfestgestellt und größtenteils vergeben. Ab 2015 soll mit dem Bau begonnen werden.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Bremerhaven hat den Flugplatz Luneort, von dem im Linienverkehr Helgoland angeflogen wird. Dieser Flugplatz soll aufgegeben werden, um zusätzliche Flächen für die Windkraftindustrie zu erschließen. Rund 30 Kilometer weiter nördlich befindet sich der Fliegerhorst Nordholz.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Am südlichen Geesteufer befindet sich der Ausgangspunkt der Weserfähre, die Bremerhaven mit dem Nordenhamer Ortsteil Blexen verbindet.

Im Norden der Stadt, zwischen Kaiserschleuse und Nordschleuse, befinden sich die Columbuskaje sowie ein Fährterminal, von dem aus Fährverbindungen nach England und Island bestanden. Über 8 Millionen Emigranten sind von der Columbuskaje in die Neue Welt aufgebrochen. Seit dem 2. Mai 2003 werden die Anlagen an der Columbuskaje als Passagierterminal Columbus Cruise Center Bremerhaven (CCCB) für Kreuzfahrtschiffe genutzt. Im Jahre 2008 wurden mehr als 100 Schiffsankünfte erwartet.

Früher gab es innerhalb der Kaiserhäfen und des Fischereihafens Fährverbindungen. Die Fähre im Kaiserhafen wurde für die Bauzeit zur Erweiterung der Kaiserschleuse reaktiviert.

Fahrradwege[Bearbeiten]

Über Bremerhaven verlaufen der Weserradweg, der die Weser von ihrem Anfang (Zusammenfluss der Flüsse Fulda und Werra in Hann. Münden) bis zur Mündung begleitet und weiter nach Cuxhaven führt, und der Nordseeküsten-Radweg.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Forschung, Hochschulen[Bearbeiten]

Mit Bremen wurde Bremerhaven am 12. März 2004 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur Stadt der Wissenschaft 2005 (bei 36 deutschen Städten als Mitbewerber) gewählt.

  • Die Hochschule Bremerhaven ging 1975 aus der Seefahrtschule Bremerhaven hervor.
  • Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (zur Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehörend)
  • Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), 2009 hervorgegangen aus dem Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik (CWMT)
  • Bremerhavener Innovations- und Gründerzentrum (BRIG)
  • t.i.m.e. Port
  • BioNord Zentrum für Biotechnologie
  • Institut für Fischereiökologie (ca. ab 2010)
  • Institut für Seefischerei (ca. ab 2010)
  • IMARE – Institut für marine Ressourcen
  • Das Technologie-Transfer-Zentrum (ttz Bremerhaven) wurde 1987 gegründet und betreibt in sechs Instituten angewandte Forschung und Entwicklung, darunter:
    • Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB)
    • Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT)
    • Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS)
    • Bremerhavener Institut für Organisation und Software (BIOS)
    • Bremerhavener Institut für Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement
    • Sensoriklabor Bremerhaven

Die Stadt Bremerhaven ist korporativ förderndes Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.[51]

Schulen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bremer Schulwesen

In Bremerhaven gibt es ein breites Spektrum an Schulen: Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Oberschulen und Gymnasien sowie Berufsschulen und Förderschulen. Einzelheiten werden in den Artikeln zu den Stadtteilen dargestellt.

Das Gymnasium Wesermünde ist eine niedersächsische Schule mit dem Schulträger Landkreis Cuxhaven und befindet sich in Bremerhaven-Geestemünde.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

  • Klinikum Bremerhaven (ehem. ZKH Reinkenheide) in Schiffdorferdamm
  • Klinik am Bürgerpark in Geestemünde
  • St.-Joseph-Hospital in Mitte
  • Gesundheitsamt im ehem. Krankenhaus Lehe, Wurster Straße 49

Sport[Bearbeiten]

Drachenboot-Cup über 1852 Meter (= eine Seemeile), Fischereihafen Bremerhaven 2006

Bremerhaven war eine Hochburg im Rollkunstlauf, Bowling und Tanzsport.

  • American Football: Bremerhaven Seahawks – Regionalliga Nord
  • Badminton: SFL Bremerhaven
  • Basketball:
  • Bowling: zwei Mannschaften in der Bremer Landesliga
  • Boxen: Weser-Boxring Bremerhaven
  • Drachenboot: Der Kanu-Verein Unterweser ist Deutscher Meister des DDV, EM- und WM-Teilnehmer
  • Eishockey:
  • Flugsport: LVU Bremerhaven, Segelflugverein
  • Fußball:
  • Handball:
    • HSG Geestemünde – Landesliga Bremen
    • Leher TS – Landesliga Bremen
  • Kajak, Kanu, Drachenboot, Outrigger Canoe: Kanu-Verein Unterweser
  • Marathon: City Marathon Bremerhaven
  • Motorsport: Internationales Fischereihafen-Rennen (seit 1952)
  • Rollkunstlaufen:
    • Eis- und Rollsport-Club Bremerhaven e.V.; Silbermedaille WM 2004 (Pflicht) – Constance Hoßfeld
    • Leher Turnerschaft von 1898 e.V.; Deutsche Meisterschaft bei den Show-Gruppen
  • Rudern: Bremerhavener Ruderverein von 1889; Vizeweltmeister im LM 4x-
  • Segeln:
    • WYC Weser Yacht Club Bremerhaven; Europameister Sprinta Sport 2002 – SY DIVA, Admirals-Cup-Gewinner von 1985
    • WVW Wassersportverein Wulsdorf; FUN-Klasse, Vizeweltmeister 1994
  • Schießen: GTV Bremerhaven von 1862; Regionalliga Nord Luftpistole
  • Tanzen: TSG Bremerhaven; erfolgreichster Tanzsportclub der Welt
  • Tennis: Bremerhavener TV 1905; 1. Bundesliga
  • Triathlon: Triathlon; Citytriathlon-Veranstaltung in der Sprint- und Olympiadistanz
  • Inline-Skaterhockey: ERC Bremerhaven Whales; 1. Herren- 2. Bundesliga Nord; 2. Herren-Verbandsliga
  • Volleyball:
    • Volleyball Club Fischtown Sharks Bremerhaven e.V.: Herrenmannschaft, Damenmannschaft, Jugend
Die Wesermündung bei Bremerhaven, die Nordsee beginnt auf der rechten Seite

Religionen und Kirchen[Bearbeiten]

Zur frühen Entwicklung der Kirchen siehe bei den Stadtteilen Lehe, Geestemünde, Weddewarden und Wulsdorf.

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Bürgermeister-Smidt-Gedächtnis-Kirche mit rechts angrenzendem Gemeindehaus

Die überwiegend protestantische Bevölkerung der jungen Siedlung Bremerhaven war seit der Gründung zunächst in die nördliche Kirchengemeinde Lehe eingepfarrt. Lehe war eine überwiegend reformierte Siedlung, in der schon ab 1520 die Reformation eingeführt worden war. Während der Schwedenherrschaft war jedoch das lutherische Bekenntnis vorherrschend.

Ab 1846 wurde die evangelische Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche gebaut, an der eine aus lutherischen und reformierten Gemeindegliedern bestehende unierte Gemeinde entstand, die von Anfang an zur Bremischen Evangelischen Kirche gehörte und bis heute die einzige Kirchengemeinde dieser Landeskirche in Bremerhaven ist. Von ihr spaltete sich 1855 eine lutherische Gemeinde ab.

Die später gegründeten Kirchengemeinden, wie die der 1863 erbauten Kreuzkirche sowie die Kirchengemeinden der mit Bremerhaven seit 1939 vereinigten Stadt Wesermünde beziehungsweise deren Vorgängergemeinden Geestemünde und Lehe, gehören – sofern es sich um lutherische Gemeinden handelt – zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers (Kirchenkreise Bremerhaven, Wesermünde-Nord und Wesermünde-Süd innerhalb des Sprengels Stade) beziehungsweise – sofern es sich um reformierte Gemeinden handelt – zur Evangelisch-reformierten Kirche (Synodalverband VIII).

Daneben gibt es in Bremerhaven freikirchliche Gemeinden.

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Herz-Jesu-Kirche in Lehe

Schon bald nach Gründung der Stadt zogen auch Katholiken nach Bremerhaven, die jedoch zahlenmäßig gegenüber den Protestanten stets in der Minderheit blieben. 1867 wurde die Kirche St. Marien im neugotischen Stil erbaut, die erste katholische Kirche der Stadt. Die zugehörige Gemeinde wurde 1902 eine selbstständige Pfarrei, nachdem sie zuvor als Filialgemeinde zu St. Johann in Bremen (Bistum Osnabrück) gehörte. Später folgten weitere Gemeinden, wie etwa die Herz-Jesu-Kirche in Geestemünde und die Herz-Jesu-Kirche in Lehe 1910/11. Heute gehören die Pfarrgemeinden von Bremerhaven zum Dekanat Bremerhaven des Bistums Hildesheim. Das Dekanat Bremerhaven umfasst darüber hinaus auch Gemeinden des Landkreises Cuxhaven.

Neuapostolische Kirche[Bearbeiten]

In Bremerhaven gab es bis Ende 2013 drei kirchliche Stadtgemeinden: Bremerhaven Wulsdorf, Geestemünde und Lehe. Ab Ende 2013 wurden diese zu einer Gemeinde zusammengeführt, die fortan in Geestemünde ihren Sitz hat.

Judentum[Bearbeiten]

Im November 2000 wurde in Bremerhaven eine jüdische Gemeinde mit 30 Mitgliedern neu gegründet: Die Jüdische Gemeinschaft Bremerhaven e.V. ist die erste jüdische Gemeinde Bremerhavens nach 1938. Da die frühere Synagoge an der Schulstraße im Stadtteil Geestemünde am 9. November 1938 zerstört worden war[52][53], richtete sie eine neue Synagoge in der Kirche am Kleinen Blink, einer Kirche der amerikanischen Kaserne, ein, die am 27. November 2000 mit der Übergabe von Thora-Rollen eingeweiht wurde.[54]

Islam[Bearbeiten]

Es gibt eine große islamische Bevölkerungsgruppe, die vor allem eingewanderte Türken, daneben auch Libanesen, Palästinenser, Iraner, Pakistaner, Syrer und Nordafrikaner umfasst. Es gibt drei Moscheen, darunter eine der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion in Lehe und eine von Millî Görüş in Geestemünde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Seit 1885 haben Bremerhaven und seine Vorgängergemeinden Lehe, Geestemünde und Wesermünde 20 Personen die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Der Klabautermann
  • Der Riese Rik und der Rote Sand
  • Jedut
  • Die Krone im Wulsberg
  • Der Galgen in Wulsdorf
  • Witteburg – Stinteburg
  • Die Karlsburg
  • Galopp-Eisen und Flug-Eisen
  • Der gebratene Pudel
  • Nieschen-Wetter
  • Der heilige Dionysius
  • Der Kinderteich in Lehe
  • Der Blexer Kirchbau und das Kind von Lehe
  • Der Franzose und die Granat
  • Der Weihnachtsmann im Bütteler Berg
  • Jan Klövensteens nächtliches Abenteuer
  • Das Hexenkreuz auf dem Eckernfeld
  • Das Brillenmoor
  • Tjede Peckes war überall
  • Der Morgenstern[55]

Literatur[Bearbeiten]

  • Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Band III Nordwestdeutschland, 1. Teilband Niedersachsen/Bremen – Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1952.
  • Burchard Scheper: Die jüngere Geschichte der Stadt Bremerhaven. Hrsg. vom Magistrat, Bremerhaven 1977.
  • Harry Gabcke u. a.: Bremerhaven in zwei Jahrhunderten. I. Bd.: 1827–1918, Nwd-Verlag, Bremerhaven 1989; II. Bd.: 1919–1947, Nwd-Verlag, Bremerhaven 1991; III. Bd.: 1948–1991, Nwd-Verlag, Bremerhaven 1992.
  • Eberhard Michael Iba: Der Klabautermann und andere Sagen und Geschichten in und um Bremerhaven. 3. Auflage. Bremerhaven 2010, ISBN 978-3-9811503-4-6.
  • Dieter Bischop, Nicola Borger-Keweloh, Dieter Riemer (Hrsg.): Burg und Kirche in Wulsdorf. Bremerhaven 2014, ISBN 978-3-931771-00-3.
  • Georg Bessell: Geschichte Bremerhavens. Morisse, Bremerhaven 1927 (online-Version (pdf)).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bremerhaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Bremerhaven – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Bremerhaven – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstand und Bevölkerungsbewegung am 31.12.2013. Statistisches Landesamt Bremen, abgerufen am 16. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. a b c d e Statistisches Jahrbuch 2014. 1.1 Lage und Gebiet. In: statistik.bremen.de. Statistisches Landesamt Bremen, 31. Dezember 2013, S. 25, abgerufen am 8. Juni 2015 (PDF).
  3. Oft verwendet im offiziellen Internetangebot der Stadt Bremerhaven. (Suchergebnis). bremerhaven.de, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  4. Mehrfach verwendet in Satzungen und Verträgen, aber nicht in Gesetzen und Verordnungen – siehe Gesetzesportal Bremen – Suchergebnis. Abgerufen am 8. Oktober 2010.
  5. Das Wort „Seestadt“ kommt in der Verfassung der Stadt Bremerhaven nicht vor (Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 8. Juni 2015).
  6. Manfred Schmidt: Exklaven, Enklaven und andere territoriale Anomalien. GRIN-Verlag, 2008, ISBN 978-3-640-17973-2, S. 63.
  7. Allgemeines. In: bremerhaven.de. Stadt Bremerhaven, abgerufen am 18. Juni 2015.
  8. Naturräumliche Landschaftseinheiten. In: Landschaftsprogramm Bremerhaven. umwelt.bremen.de, abgerufen am 8. Oktober 2010 (PDF; 1,7 MB).
  9. § 8 Verfassung Bremerhaven. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 25. Oktober 2010 (Müllabfuhrvertrag).
  10. Überseehafen-Müllabfuhrvertrag. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  11. Feuerschutzvertrag Bremen. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  12. Extremtemperaturen deutscher Städte: Höchst- und Tiefsttemperaturen, abgerufen am 20. Februar 2011
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  14. Bevölkerung nach unserer Fortschreibung. In: bremerhaven.de. Stadt Bremerhaven, 31. Dezember 2010, abgerufen am 24. Juni 2015 (PDF).
  15. Bevölkerungsstand nach kommunaler Fortschreibung am 31. Dezember 2012 (endgültige Werte). In: bremerhaven.de. Stadt Bremerhaven, 31. Dezember 2012, abgerufen am 24. Juni 2015 (PDF).
  16. Statistischer Kurzbericht Februar 2015. Magistrat Bremerhaven, abgerufen am 27. Mai 2015.
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  18.  Georg Bessel: Die ersten 100 Jahre Bremerhavens: von 1826 bis 1927. 1. Auflage. Unikum, 2011, ISBN 978-3-8457-1125-6, Drittes Buch: Bremerhaven bis zur Einführung der Stadtverfassung. VII Kapitel: Das erste Jahrzehnt. Entstehung einer selbständigen Gemeinde., S. 289-298 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  19.  Georg Bessel: Die ersten 100 Jahre Bremerhavens: von 1826 bis 1927. 1. Auflage. Campus Verlag, 2011, ISBN 978-3593388618, Drittes Buch: Bremerhaven bis zur Einführung der Stadtverfassung. IX Kapitel: Die Revolutionsjahre 1848-1852. Einführung der Stadtverfassung., S. 371-378 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  20. a b  Franz Buchenau: Die freie Hansestadt Bremen und ihr Gebiet. 1. Auflage. Outlook Verlag, 2011, ISBN 978-3-86403-203-5, Achtes Kapitel. Die Hafenstädte. §. 25. Die Stadt Bremerhaven., S. 154 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  21.  Helmuth Berking, Jochen Schwenk: Hafenstädte: Bremerhaven und Rostock im Wandel. 1. Auflage. Outlook Verlag, 2011, ISBN 978-3593388618, 2. Bremerhaven. b. Geschichte, S. 103 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  22. a b  Georg Bessell: Die ersten 100 Jahre Bremerhavens: von 1826 bis 1927. 1. Auflage. Dogma, 2012, ISBN 978-3-95454-151-5, Viertes Buch: Bremerhaven als Stadt. XI. Kapitel: Von der Reichsgründungszeit bis 1880. Die Stadtverfassung von 1879.', S. 489-499 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  23. Vor 100 Jahren: Gemeinde Geestemünde wird endlich zur kreisfreien Stadt. In: bremerhaven.de. Stadt Bremerhaven, abgerufen am 15. Juni 2015.
  24.  Georg Bessel: Die ersten 100 Jahre Bremerhavens: von 1826 bis 1927. 1. Auflage. Unikum, 2011, ISBN 978-3-8457-1125-6, Viertes Buch: Bremerhaven als Stadt. XII Kapitel: Von 1880 bis zu Gegenwart. Zerstörung und Wiederaufbau., S. 574-586 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  25.  Georg Bessel: Die ersten 100 Jahre Bremerhavens: von 1826 bis 1927. 1. Auflage. Unikum, 2011, ISBN 978-3-8457-1125-6, Viertes Buch: Bremerhaven als Stadt. XII Kapitel: Von 1880 bis zu Gegenwart. Zerstörung und Wiederaufbau., S. 574-586 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  26.  Klaus Wedemeier (Hrsg.): Gewollt und durchgesetzt: Die SPD-Bürgerschaftsfraktion des Landes Bremen von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. In: Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der Parteien in Bremen. Herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen. Band 1, Leske Verlag + Budrich, Leverkusen 1983, ISBN 978-3-8100-0447-5, Von Der Kolonie Zur Freien Gemeinde. Sozialdemokratische Arbeit für Bremerhaven. Von Uwe Beckmeyer. Terror und Kriegszerstörung, S. 173–174, doi:10.1007/978-3-322-92612-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  27.  Bettina Blank: Die westdeutschen Länder und die Entstehung der Bundesrepublik: zur Auseinandersetzung um die Frankfurter Dokumente vom Juli 1948. In: Studien zur Zeitgeschichte. Bd. 44, R. Oldenbourg Verlag, München 1995, ISBN 3-486-56108-1, II. Zwischen Regionalinteressen und gesamtdeutscher Verantwortung: Die Frankfurter Dokumente aus der Landesperspektive. Amerikanische Besatzungszone. 1. Bremen., S. 58–79 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 15. Juni 2015).
  28. a b c d e Verfassung für die Stadt Bremerhaven (VerfBrhv). In: bremen.beck.de. Verlag C.H.Beck, abgerufen am 15. Juni 2015.
  29. Endgültiges Ergebnis Stadtverordnetenversammlung 2015
  30. Frank Miener: Bremerhavener SPD und CDU legen Koalitionsvertrag vor. In: weser-kurier.de. Weser-Kurier, 24. Juni 2015, abgerufen am 11. Juli 2015.
  31. Swen Awiszus: Bremerhaven: Rot-Grün nimmt Kurs auf „Eine Stadt für alle“. bremerforum. In: spdnet.sozi.info. vorwärts, Oktober 2011, S. 2, abgerufen am 17. Juni 2015 (PDF).
  32. a b Stadtwappen. In: bremerhaven.de. Stadt Bremerhaven, abgerufen am 18. Juni 2015.
  33. a b Bremer Landessymbole: Speckflagge, Schlüssel und die Farben der Hanse. Das Wappen und die Flagge der Stadt Bremerhaven. In: landesportal.bremen.de. bremen.online, abgerufen am 18. Juni 2015.
  34. Städtepartnerschaften. In: bremerhaven.de. Stadt Bremerhaven, abgerufen am 18. Juni 2015.
  35. 60 Jahre Bremerhavener Patenschaft mit Elbing: Historisches Museum Bremerhaven zeigt Ausstellung zur Geschichte der westpreußischen Stadt. In: bremerhaven.de. Stadt Bremerhaven, abgerufen am 18. Juni 2015.
  36. Stadtgeschichte – Speckenbütteler Park. bremerhaven-tourism.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  37. Sail Bremerhaven 2010. bremerhaven.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  38. Wolfgang Stelljes: Bremerhaven – Klein-Dubai an der Waterkant. In: Die Welt vom 27. Juni 2009; abgerufen am 13. März 2012.
  39. (ano): Die letzte Kneipe vor New York – hier hat alles eine Geschichte. In: Weser-Kurier vom 13. März 2012, S. 17.
  40. Das Mädchenheim hinter der „Grotte“ (Nordsee-Zeitung 2010)
  41. Roxy–Atlantic–Stelldichein – die Live Musikkneipen der 50er, 60er und 70er (Deichklang)
  42. Jeden Abend Livemusik in der „Roxy-Bar“ (Nordsee-Zeitung)
  43. Hersteller signalisieren steigende Exporte – Der BLG-Autoterminal in Bremerhaven erzielte mit 2,3 Millionen Fahrzeugen 2014 eine neue Rekordmarke. In: Täglicher Hafenbericht vom 20. Februar 2015, Sonderbeilage Bremische Häfen, S. 10, DVV Media Group, Hamburg 2015, ISSN 2190-8753
  44. Internetrepräsentation der WeserWind GmbH Offshore Construction Georgsmarienhütte
  45. http://www.bremenports.de/unternehmen/unsere-kompetenzen/offshore-terminal-bremerhaven
  46. http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/Politische-Gebietsstruktur/Bremen/Bremerhaven-Stadt-Nav.html Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit in der Stadtgemeinde Bremerhaven
  47. http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/BA-Gebietsstruktur/Niedersachsen-Bremen/Bremen-Bremerhaven-Nav.html Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven
  48. Zollrechtliche Bestimmungen für Freizonen
  49. O-Busse in Bremerhaven. verkehr-weser-elbe.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  50. Der Traum von der Bahn (Memento vom 29. August 2013 im Webarchiv archive.is)
  51. Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft (Memento vom 14. Januar 2011 im Internet Archive)
  52. Die Synagoge auf der antifaschistischen Stadtrundfahrt
  53. Die Novemberpogrome 1938|Pogromnacht 1938 in Bremerhaven
  54. Jüdische Gemeinde in Bremerhaven
  55. Männer vom Morgenstern: „Hake Betken siene Duven“ – Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. ISBN 3-931771-16-4.