Brendel von Homburg

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Wappen des Friedberger Burgmann Rudolf Brendel von Homburg im Salbuch des Klosters Naumburg, Buchmalerei des 16. Jahrhunderts.
Grabplatte der Elisabeth Brendel von Homburg im Kloster Patershausen. Wappen: Brendel von Homburg, Röder von Rodeck, von Cleen, von Zeiskam. Inschrift: "Anno d(omi)ni m d v iii ia(h)r (a)uf den xii dag juny starb die e(h)rber frau elß brendlin vo(n) ho(m)berg her(rn) marty(ns) vo(n) h(e)usensta(mm) ritters e(he)liche h(a)usfrau der got(t) gnad"
Wappen am Burgmannenhaus in der Burg Friedberg

Die Brendel von Homburg (ältere, seltenere Form: Brendel von Hoenburg) waren ein ritterständiges Adelsgeschlecht im heutigen Hessen, ansässig in der Region des heutigen Bad Homburg vor der Höhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie wird erstmals 1160 urkundlich erwähnt mit dem Tod von Margaretha Brendel von Homburg, die mit Johann von Rüdigheim vermählt war. Als erster männlicher Vertreter ist 1359 und 1360 Johann Brendel von Homburg fassbar, wenn auch vorher schon mehrere Urkunden auf die Familie hinweisen. Die Brendel von Homburg teilten sich in der Mitte des 15. Jahrhunderts unter seinen Enkeln Jörg und Friedrich Brendel von Homburg in zwei Linien, von denen die Linie Jörgs 1577 mit dem Friedberger Burggrafen Johann Oyger Brendel von Homburg ausstarb.

Die Linie Friedrichs brachte den Mainzer Erzbischof Daniel Brendel von Homburg hervor. Sie erlosch 1630.

Besitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brendel von Homburg waren vor allem um Bad Homburg vor der Höhe begütert und hielten lange Zeit das Burglehen der Homburger Burg als eppsteinisches Lehen. In der Reichsburg Friedberg stellten sie mehrere Burgmannen und zwei Burggrafen, in der Nordwestecke der großen Burganlage besaßen sie ein eigenes Burgmannenhaus.[1] Als weiterer Besitz ist nachweisbar:

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Eitel Brendel von Homburg

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf goldenem Grund ein roter, spitzgezogener Balken, welcher oben drei ganze, unten zwei ganze und zwei halbe Spitzen hat. Die Helmdecken sind meist rot und gold, als Helmzier dient ein Flug.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Bingemer: Das Frankfurter Wappenbüchlein. 2. Auflage, Kramer, Frankfurt 1987, ISBN 3-7829-0348-X S. 13 Tafel 7.
  • Josef Brückner: Das Rittergeschlecht der Brendel von Homburg. In: Alt-Homburg. Heimatblatt zur Pflege alter Homburger Tradition, der Taunus-Landschaft, ihrer Chronik und Geschichte 14, 1971.
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Band 2, 1860; Neudruck 1996, ISBN 3-89557-020-6, S. 55.
  • Christian Feigen: Geschichte der Stadt Bad Homburg von Bürgermeister Feigen. Druck & Verlag Carl Zeuner & Co, Bad Homburg, 3. Ausgabe 1921, S. 17–24.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brendel von Homburg family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): In der Burg 34. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen