Brenden Morrow

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KanadaKanada Brenden Morrow Eishockeyspieler
Brenden Morrow
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 16. Januar 1979
Geburtsort Carlyle, Saskatchewan, Kanada
Größe 180 cm
Gewicht 91 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Linker Flügel
Nummer #10
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1997, 1. Runde, 25. Position
Dallas Stars
Spielerkarriere
1995–1999 Portland Winter Hawks
2004–2005 Oklahoma City Blazers
1999–2013 Dallas Stars
2013 Pittsburgh Penguins
2013–2014 St. Louis Blues
2014–2015 Tampa Bay Lightning

Brenden Morrow (* 16. Januar 1979 in Carlyle, Saskatchewan) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler. Der linke Flügelstürmer absolvierte über 1000 Spiele in der National Hockey League, einen Großteil davon für die Dallas Stars, die er zudem sieben Jahre als Mannschaftskapitän anführte. Mit der kanadischen Nationalmannschaft gewann er Goldmedaillen bei der Weltmeisterschaft 2004, beim World Cup of Hockey 2004 sowie bei den Olympischen Spielen 2010.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brenden Morrow begann seine Karriere in der Western Hockey League bei den Portland Winter Hawks. Dort spielte er vier Jahre und wurde im NHL Entry Draft 1997 von den Dallas Stars in der ersten Runde an 25. Stelle ausgewählt. 1998 gewann er mit den Winter Hawks den Memorial Cup und ging direkt nach seinem letzten Jahr bei den Junioren in die NHL.

Brenden Morrow.png

Gleich in seiner ersten Saison in Dallas erreichte er 33 Punkte, eine Marke die er erst in der Saison 2006/07 mit 31 Punkten unterschritt, da er aufgrund schwerer Verletzungen lediglich 40 Spiele in der Regular Season bestreiten konnte. Diese Statistiken zeigen, dass Morrow immer ein konstanter und wertvoller Punktelieferant für die Stars war. Speziell in der sogenannten „neuen“ NHL wird es kleineren, aber schnellen und robusten Spielern wie Morrow leichter gemacht, Punkte zu sammeln. Die maximale Punktzahl erreichte er in der Saison 2005/06 mit 65 Punkten. Für diese Leistung und seine Führungsqualitäten wurde er im Sommer 2006 mit einem neuen Sechs-Jahres-Vertrag ausgestattet und am 29. September 2006 zum neuen Kapitän der Dallas Stars ernannt und löste damit Mike Modano im Amt ab. Er war damit der fünfte Kapitän in der jungen Geschichte der Texaner.

Am 26. Dezember 2006 durchtrennte Morrow sich zwei Sehnen, als ein Spieler der Chicago Blackhawks mit dem Schlittschuh auf sein Handgelenk trat. Nach erfolgreicher Operation in Chicago dauerte es bis zum 18. März 2007, bis er wieder für die Stars auflaufen konnte. Am 24. März 2013 wurde er zu den Pittsburgh Penguins transferiert. Als Free Agent unterzeichnete er im September 2013 einen Einjahresvertrag bei den St. Louis Blues; ebenso wie ein Jahr später bei den Tampa Bay Lightning, mit denen er das Finale um den Stanley Cup erreichte, dort allerdings den Chicago Blackhawks unterlag und die Aufnahme in den Triple Gold Club verpasste.

Nach dem Vertragsende in Tampa schloss sich Morrow keinem neuen Team an und verkündete im März 2016 offiziell das Ende seiner aktiven Karriere.[1]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morrow vertrat sein Heimatland bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 1999, den Weltmeisterschaften 2001, 2002, 2004 und 2005, dem World Cup of Hockey 2004 sowie den Olympischen Winterspielen 2010. Bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 1999 erzielte er ein Tor und sieben Torvorlagen. Im Finalspiel unterlag er mit Kanada gegen Russland und gewann die Silbermedaille. Bei der Weltmeisterschaft 2004 steuerte der Flügelstürmer vier Punkte für Kanada zum Gewinn der Weltmeisterschaft bei.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1995/96 Portland Winter Hawks WHL 65 13 12 25 61 7 0 0 0 8
1996/97 Portland Winter Hawks WHL 71 39 49 88 178 6 2 1 3 4
1997/98 Portland Winter Hawks WHL 68 34 52 86 184 16 10 8 18 65
1998/99 Portland Winter Hawks WHL 61 41 44 85 248 4 0 4 4 18
1999/00 Michigan K-Wings IHL 9 2 0 2 18
Dallas Stars NHL 64 14 19 33 81 21 2 4 6 22
2000/01 Dallas Stars NHL 82 20 24 44 128 10 0 3 3 12
2001/02 Dallas Stars NHL 72 17 18 35 109
2002/03 Dallas Stars NHL 71 21 22 43 134 12 3 5 8 16
2003/04 Dallas Stars NHL 81 24 24 49 121 5 0 1 1 4
2004/05 Oklahoma City Blazers CHL 19 8 14 22 31
2005/06 Dallas Stars NHL 81 23 42 65 183 5 1 5 6 6
2006/07 Dallas Stars NHL 40 16 15 31 33 7 2 1 3 18
2007/08 Dallas Stars NHL 82 32 42 74 105 18 9 6 15 22
2008/09 Dallas Stars NHL 18 5 10 15 49
2009/10 Dallas Stars NHL 76 20 26 46 69
2010/11 Dallas Stars NHL 82 33 23 56 76
2011/12 Dallas Stars NHL 57 11 15 26 97
2012/13 Dallas Stars NHL 29 6 5 11 18
Pittsburgh Penguins NHL 15 6 8 14 19 14 2 2 4 8
2013/14 St. Louis Blues NHL 71 13 12 25 76 2 0 0 0 0
2014/15 Tampa Bay Lightning NHL 70 3 5 8 64 24 0 0 0 22
WHL gesamt 265 127 157 284 671 33 12 13 25 95
NHL gesamt 991 265 310 575 1362 118 19 27 46 130

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
1999 Kanada U20-WM 7 1 7 8 4
2001 Kanada WM 1 0 0 0 0
2002 Kanada WM 7 0 1 1 2
2004 Kanada WM 9 0 3 3 12
2004 Kanada World Cup 1 0 0 0 4
2005 Kanada WM 9 0 1 1 6
2010 Kanada Olympia 7 2 1 3 2
Junioren gesamt 7 1 7 8 4
Herren gesamt 34 2 6 8 26

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morrow ist seit 2002 mit der Tochter von Guy Carbonneau verheiratet, mit dem er für kurze Zeit bei den Dallas Stars spielte.[2] Gemeinsam hat das Paar zwei Töchter und einen Sohn.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brenden Morrow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Scott Burnside: Retiring Brenden Morrow: 'I didn't leave much out there'. espn.go.com, 17. März 2016, abgerufen am 17. März 2016 (englisch).
  2. Christina Patracuolla: Anne Marie Morrow, Brenden’s Wife: 5 Fast Facts You Need to Know. heavy.com, 3. Juni 2015, abgerufen am 17. März 2016 (englisch).