Brentanopark

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Lageplan des Brentanoparks aus dem Jahr 1895
Unterrichtspavillon des ehemaligen Schulgartens im Park. Architekt: Eugen Kaufmann
Brentanosches Gartenhaus am westlichen Rand des Parks

Der Brentanopark ist neben dem Solmspark einer der beiden großen Parks im Frankfurter Stadtteil Rödelheim. Er ist etwa vier Hektar groß.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Frankfurter Geschäftsmann Georg Brentano erwarb das Gelände 1808 von dem preußischen Hofrat Basse, der den Garten im Jahr 1770 am Ufer des Flusses Nidda anlegen ließ. Der Park wurde bis 1823 weiter ausgebaut, unter anderem gehörte das Petrihaus auf der anderen Seite der Nidda dazu, das heute außerhalb des eigentlichen Parkgeländes steht. Im Jahr 1926 erwarb die Stadt Frankfurt den Park und wandelte ihn in den folgenden beiden Jahren um in einen Park für die Bürger der Stadt mit Spazierwegen, Wiesen und einem Schülerarbeitsgarten.[1] Im Zuge der Niddaregulierung in den Jahren 1927–1930 wurde der nördliche Teil des Parks abgetrennt und in das öffentliche Freibad Brentanobad umgestaltet.

Der Pavillon mit dem Rosengarten, heute ein markanter Punkt des Parks, wurde 1931 nach Plänen von Eugen Kaufmann (1892–1984) als Teil des Projekts Neues Frankfurt errichtet.[2] Weitere bemerkenswerte Orte im Park sind das Kriegsopferdenkmal und das Denkmal für die 1938 zerstörte Rödelheimer Synagoge. Heute ist der Park mit seinem alten Baumbestand ein Erholungsort. Eine Besonderheit ist der etwa 260 Jahre alte Ginkgo in Rödelheim, der auch „Goethe-Ginkgo“ genannt wird, weil der Dichter Johann Wolfgang von Goethe den Baum besonders geschätzt haben soll.[3] Im Jahr 2007 wurde mit der Sanierung des Parks begonnen, bei der einige Bereiche umgestaltet wurden, um die ursprüngliche Bepflanzung und Wegführung wiederherzustellen. Im Park steht eine Stieleiche mit einem Brusthöhenumfang von 6,84 m (2015).[4]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dem Brentanopark nächstgelegene Bushaltestelle der Frankfurter Verkehrsgesellschaft VgF ist die von den Linien 34 und 72 bediente Haltestelle Alt-Rödelheim in wenigen Metern westlicher Entfernung vom Park. Der nächstgelege Haltepunkt der Linien S3–S5 der S-Bahn Rhein-Main ist der Bahnhof Frankfurt-Rödelheim, rund 500 Meter westlich des Brentanoparks gelegen.[5][6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sonja Thelen: Grünes Frankfurt. Ein Führer zu mehr als 70 Parks und Anlagen im Stadtgebiet. B3 Verlag, Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-938783-19-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Heinzberger, Petra Meyer, Tomas Meyer: Entwicklung der Gärten und Grünflächen in Frankfurt am Main. Kleine Schriften des Historischen Museums Frankfurt am Main Bd. 38. AIG Verlag, Frankfurt 1988, S. 102
  2. Pavillon von Eugen Kaufmann (1931) im Brentanopark bei frankfurt.de
  3. Ginkgo in Rödelheim bei frankfurt.de
  4. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017
  5. Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): Die GrünGürtel Freizeitkarte. 7. Auflage, 2011
  6. Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV): Gesamtlinienplan Frankfurt am Main, Ausgabe 2012

Koordinaten: 50° 7′ 26,4″ N, 8° 36′ 57,6″ O