Breslauer Zwerge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Zwerge sind häufig im Stadtbild von Breslau anzutreffen
Breslauer Zwerg in Dresden

Die Breslauer Zwerge (poln. krasnale) sind eine Touristenattraktion in Breslau (Wrocław), der Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien. Die politische Oppositionsbewegung „Orange Alternative“ hatte in den 1980er Jahren mit spontanen Aktionen (zum Beispiel Demonstrationen im Zwergenkostüm) Kritik am kommunistischen Regime in Polen geübt und einen gusseisernen Zwerg („Papa Zwerg“) in der Breslauer Altstadt aufgestellt.

Grössenvergleich mit einer Taube

Im Sommer 2001 tauchten die ersten Zwerge, als Projekt von Studenten der Kunsthochschule, in der Stadt auf. Seit 2004 der Künstler Tomasz Moczek beauftragt wurde, zwölf Zwerge zu fertigen[1], gibt es die Figuren in verschiedenen Varianten in der ganzen Stadt. Anfang 2009 gab es bereits 95 Exemplare,[2] im August 2014 wurde der 300. Zwerg in Breslau aufgestellt. Die Figuren werden aus Bronze gegossen und haben eine Größe von etwa 30 cm.

Anlässlich der 55-jährigen Städtepartnerschaft von Breslau und Dresden 2014 wurde der sächsischen Stadt durch den Breslauer Stadtpräsidenten ein solcher Zwerg, der die Wappen beider Städte trägt, überreicht. Am 5. Februar 2015 wurde dieser an seinem Standort am Hietzigbrunnen eingeweiht.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Breslauer Zwerge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besuch in Breslau: Stadt der versteckten Zwerge Bernd Ellerbrock in Spiegel Online, Artikel vom 28. Mai 2012
  2. Schlesisches Museum zu Görlitz: Breslauer Zwerge. Ein Stadtrundgang durch die niederschlesische Metropole mit deutschen und polnischen Schülern des Augustum-Annen-Gymnasiums (Memento vom 2. Dezember 2008 im Internet Archive), Original; 3. Januar 2009, Archiv; abgerufen am 12. Dezember 2013
  3. Oberbürgermeisterin weiht Infotafel zu Partnerstädten und „Breslauer Zwerg“ ein. In: dresden.de. Landeshauptstadt Dresden, 5. Februar 2015, archiviert vom Original am 17. August 2015, abgerufen am 17. August 2015.