Brette

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Brette
Brette (Frankreich)
Brette
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Drôme
Arrondissement Die
Kanton Le Diois
Gemeindeverband Diois
Koordinaten 44° 35′ N, 5° 19′ OKoordinaten: 44° 35′ N, 5° 19′ O
Höhe 514–1.605 m
Fläche 15,50 km2
Einwohner 41 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 3 Einw./km2
Postleitzahl 26340
INSEE-Code

Blick auf Brette

Brette ist eine französische Gemeinde mit 41 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Süden des Départements Drôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört zum Kanton Le Diois und zum Kommunalverband Pays Diois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brette liegt auf einer mittleren Höhe von 1060 Metern über dem Meeresspiegel 45 Kilometer nordöstlich von Montélimar, umgeben von den Nachbargemeinden sind Pradelle, Saint-Nazaire-le-Désert und Volvent. Die Roanne fließt am westlichen Rand durch das Gemeindegebiet, das eine Fläche von 15,5 Quadratkilometern hat.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1793 erhielt Brette im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Die höchste Einwohnerzahl (254) hatte die Gemeinde 1851. Danach sank die Einwohnerzahl bis 1990, als die Gemeinde nur noch 27 Einwohner hatte.[2]

Jahr 1793 1851 1886 1906 1926 1954 1975 1990 2008
Einwohner[2] 237 254 174 153 97 63 31 27 31

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Friedhofsmauer befindet sich eine Tafel, die an eine Übereinkunft erinnert, die zwischen den Katholiken und den Protestanten von Brette 1636 getroffen wurde. Sie benutzten den Friedhof gemeinsam, betraten ihn jedoch durch unterschiedliche Tore, um Konflikte zu vermeiden.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweig in Brette ist der Lavendelanbau. Der Lavendel wird destilliert, und das Öl lokal verkauft. Ein weiterer Erwerbszweig ist der Tourismus, es gibt einen Wanderweg durch die Lavendelfelder und eine alte Destillerie. Es gibt zwei Ferienhäuser in Brette und eine Herberge, die in den Bergen liegt. Sie wurde ursprünglich von den Arbeitern einer Kupfermine genutzt, diente dann als Bauernhof und beherbergte später Waldarbeiter.[4][5]

Lavendelfeld

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Picodon sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Lammfleisch (Agneau de Sisteron), Geflügel (Volailles de la Drôme), Honig (Miel de Provence), Einkorn und Einkornmehl (Farine de Petit épeautre beziehungsweise Petit épeautre de haute Provence), Lavendelöl (Huile essentielle de lavande de Haute-Provence) und Weiß-, Rosé- und Rotwein mit der Bezeichnung (Drôme und Méditerranée).[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Le village de Brette. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 16. September 2011 (französisch).
  2. a b Brette - notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 16. September 2011 (französisch).
  3. 26 - Le patrimoine funéraire de la Drôme : état des lieux. In: landrucimetieres.fr. Cimetières de France et d’ailleurs, abgerufen am 16. September 2011 (französisch).
  4. aux Sources de la Drôme. In: diois-tourisme.com. Office de tourisme de Pays Diois, abgerufen am 22. August 2012 (französisch).
  5. GAEC de Brette Vieille. In: gaec-brettevieille.com. Abgerufen am 22. August 2012 (französisch).