Brey

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Brey (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Brey
Brey
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Brey hervorgehoben
50.2736111111117.632222222222298Koordinaten: 50° 16′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Rhens
Höhe: 98 m ü. NHN
Fläche: 6,42 km²
Einwohner: 1561 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 243 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56321
Vorwahl: 02628
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 204
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Viehtor 2
56321 Rhens
Webpräsenz: www.brey-am-rhein.de
Ortsbürgermeister: Hans-Dieter Gassen (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Brey im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte
Brey (links) und Rhens am Rhein

Brey ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhens an. Brey ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Brey liegt in der Nähe von Koblenz am Rhein gegenüber von Braubach, wo sich die Marksburg befindet. Nachbarorte sind Spay (stromaufwärts) und die Stadt Rhens (abwärts). Zu Brey gehört der Ortsteil Siebenborn.

Geschichte[Bearbeiten]

Brey wurde schon in der Steinzeit besiedelt, wie verschiedene Bodenfunde, darunter Silexartefakte zeigen. Aus der Römerzeit stammt eine aufwendige unterirdische Wasserleitung in Qanatbauweise, was auf eine größere römische Präsenz schließen lässt. Tatsächlich ist in Ortsrandlage von Brey ein römisches Landgut (Villa rustica) nachgewiesen und an der Tauberbach wird der Standort eines römischen Kastells vermutet. Brey lag auf halber Strecke zwischen den Römerkastellen in Koblenz (Confluentes) und Boppard (Kastell Boppard), nahe einem weiteren Gutshof bei Spay. Es liegt nahe, dass hier eine Station zur Versorgung errichtet wurde, für die allerdings Nachweise fehlen.

Die erste urkundliche Erwähnung Breys (Bruone) stammt aus dem Jahr 821, als es zusammen mit Spay (Speyen) in einer Schenkungsurkunde auftaucht. Der Ort war im Besitz verschiedener Grundherren, darunter den Herren von Eppstein und dem Bischof von Worms, gehörte aber als Teil des Kirchspiels Niederspay verwaltungstechnisch zunächst zum Bopparder Reich, dessen Nordgrenze bei Brey verlief, und nach dessen Verpfändung an Erzbischof Balduin zu Kurtrier.

Wie die übrigen linksrheinischen Gebiete wurde Brey 1792 von französischen Revolutionstruppen besetzt und später Frankreich angegliedert. In dieser Zeit wurde es Teil der Mairie Rhens im Kanton Boppard. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde das Rheinland preußisch und Brey Teil der neuen Bürgermeisterei Boppard im Kreis Sankt Goar. Dort verbleib der Ort bis zur Verwaltungsreform 1969, als der Kreis St. Goar aufgelöst wurde und Brey zusammen mit Spay aus Boppard ausgegliedert wurde. Nachdem es zunächst direkt dem Landkreis Koblenz angeschlossen wurde, wurde es 1970 Teil der neuen Verbandsgemeinde Rhens im Kreis Mayen-Koblenz.

Seit Juni 2005 sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf Breyer Gebiet im Rahmen der Wiedereröffnung des Kulturweges Brey-Spay-Jakobsberg mit Informationsplaketten versehen worden. Neben eisenzeitlichen Hügelgräbern wird auch die römische Wasserleitung eingebunden, die bereits im 19.Jahrhundert geortet, aber erst nach 1963 wissenschaftlich aufbereitet wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brey, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 271
1835 376
1871 410
1905 569
1939 627
1950 810
Jahr Einwohner
1961 890
1970 1.009
1987 1.245
1997 1.295
2005 1.605
2012 1.561

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Brey besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 3 6 16 Sitze7
2009 4 3 9 16 Sitze
2004 4 4 8 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Brey e.V.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Brey

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Dokumente

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brey – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen