Brezelbäckerei Ditsch

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Brezelbäckerei Ditsch GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 1919
Sitz Mainz-Hechtsheim
Leitung Thomas Eisele
Mitarbeiterzahl 730 (2018)
Umsatz ca. 100 Mio. Euro (2009)
Branche Backwaren
Website www.ditsch.de

Die Brezelbäckerei Ditsch ist eine Bäckereikette aus Mainz, die deutschlandweit über 200 Filialen betreibt.[1] Ein Tochterunternehmen von Ditsch betreibt in England mehrere Standorte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bäckerei Ditsch wurde 1919 vom Bäckermeister Wilhelm Ditsch und seiner Frau Christine als Bäckerei für Brezel und Laugengebäck in Mainz gegründet.

Sein Sohn Heinz Ditsch führte das Unternehmen ab 1952 weiter und begann mit dem mobilen Brezelverkauf bei Volksfesten. Peter Ditsch, Enkel des Firmengründers, rationalisierte die Herstellung der Brezelrohlinge, die bis dahin noch per Hand geschlungen worden waren und entwickelte in Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen die Brezelschlingmaschine. In den 1980er Jahren begann die Bäckerei Ditsch mit dem Aufbau eines Netzes von festen Verkaufsständen und Filialen.[2] In dieser Zeit wurde auch der erste Brezelbackautomat in Mainz in Betrieb genommen. 1991 wurde das heutige Betriebsgelände in der Robert-Bosch-Straße in Mainz-Hechtsheim gekauft und der Firmensitz dorthin verlegt.

Neben Mainz gibt es auch noch eine Produktionsstätte in Oranienbaum, Sachsen-Anhalt. Beide Produktionsstätten sind zertifiziert nach dem International Food Standard IFS sowie dem British Retail Consortium (BRC).[3]

Im Jahr 2009 wurde das 90-jährige Firmenbestehen gefeiert.[4] Bis 2012 befand sich das Familienunternehmen in der dritten Generation und war auf über 400 Mitarbeiter angewachsen. Im September 2012 wurde das Unternehmen an die Schweizer Valora-Gruppe gegen ein Aktienpaket der Valora Holding AG im Wert von über 80 Millionen Euro veräußert. Der Produktionsstandort Mainz soll erhalten bleiben.[5]

2018 wurden 635 Millionen Gebäckstücke produziert, 44 Prozent davon waren Brezeln.[6]

Filialen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ditsch-Zentrale in Mainz-Hechtsheim
Ditsch-Filiale im Wiesbadener Hauptbahnhof
Eine Laugenbrezel von Ditsch

In ganz Deutschland findet man vor allem an Bahnhöfen, Einkaufszentren und in Fußgängerzonen Verkaufsfilialen der Brezelbäckerei.

Eine Zeitlang gab es eine Filiale in New York City. Im Jahr 2000 erwarb Ditsch den Schweizer Filialisten Brezelkönig vom Gründer Stephan Bosshard.

Das Unternehmen lag 2014 auf Rang 43 der größten Unternehmen der Systemgastronomie in Deutschland[7].

Weitere Absatzwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Filialgeschäft ist Ditsch auch im (Fach-)Handelsbereich tätig. Hier werden die Laugenprodukte, Croissants und Pizza an Großhändler verkauft, die diese Produkte dann weiter vertreiben. Abnehmer sind in ganz Europa bzw. weltweit zu finden[8]. Ein weiterer Absatzweg der Brezelbäckerei ist seit 2006 der Lebensmitteleinzelhandel. Speziell für diesen Bereich werden diverse Laugenprodukte (Brezeln, Stangen, Brötchen) aber auch Croissants und Pizzen als TK-Teiglinge in Faltschachtel-Kartons und Plastikbeuteln bei diversen Super- und Großverbrauchermärkten deutschlandweit angeboten. Darüber hinaus beinhaltet das Sortiment auch tiefgefrorene, fertig gebackene Produkte, die entweder aufgetaut oder nur noch kurz im Backofen erwärmt werden müssen[9].

Mitarbeiter- und Umsatzentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: 5 Mitarbeiter, Umsatz 300.000 DM
  • 1991: 69 Mitarbeiter 32 Mio. DM
  • 1994: 95 Mitarbeiter, 50 Mio. DM
  • 2004: 250 Mitarbeiter, 70 Mio. Euro
  • 2009: 450 Mitarbeiter, 100 Mio Euro

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: Marktkieker, für richtungsweisende Leistungen, die im Backgewerbe vorbildlich sind, verliehen vom Fachmagazin „Back Journal“[10]
  • 1996: Hamburger Preis, Ehrenpreis für Systemgastronomie der Zeitschrift „food service“
  • 2004: Gesamtsieger des Unternehmerpreises „Innovativer Mittelstand“ der Volks- und Raiffeisenbanken
  • 2006: Wirtschaftsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für Peter Ditsch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 57′ 28,6″ N, 8° 15′ 12,7″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Shops | Ditsch. Abgerufen am 14. August 2019.
  2. Webseite der Brezelbäckerei Ditsch (Memento des Originals vom 25. März 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ditsch.de Historie
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 26. August 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ditsch.de
  4. Archivlink (Memento des Originals vom 25. März 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ditsch.de
  5. Ditsch/Brezelkönig: Verkauf des Unternehmens an die Schweizer Valora Gruppe. (Memento vom 28. September 2012 im Internet Archive) von Stefanie Widmann und Monika Nellessen auf allgemeine-Zeitung.de (Rhein-Main-Presse) vom 25. September 2012
  6. Bäcker Ditsch backt noch mehr Brezeln. Abgerufen am 17. September 2019.
  7. Statista, abgerufen am 20. Juli 2015
  8. Archivlink (Memento des Originals vom 25. März 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ditsch.de
  9. Archivlink (Memento des Originals vom 4. April 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ditsch.de
  10. Marktkieker