Brigitte Horn

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Brigitte Horn

Brigitte Horn (* 5. Dezember 1948 in München) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Eltern stammen aus Prag. Brigitte Horn schloss 1970 eine Ausbildung zur Chemotechnikerin ab, bevor sie 1973 in München nach privatem Schauspielunterricht an das Bayerische Staatsschauspiel unter der Intendanz von Kurt Meisel u.a. für die Rolle der Maria Concetta in der Uraufführung des Theaterstückes Familienbande von Thomas Valentin unter der Regie von Bernd Fischerauer engagiert wurde. In diese Zeit fiel auch ihre Zusammenarbeit mit Ulrich Edel, in dessen Abschlussfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München sie die Rolle der Klara in "Tommis Heimkehr" übernahm.

Es folgten Auftritte in klassischen Rollen im Fach jugendliche Liebhaberin an verschiedenen Stadttheatern. 1979 trat sie ein Engagement am Staatstheater Stuttgart an. Ihre erste Rolle dort war die Eboli aus Don Carlos unter der Regie von Hansgünther Heyme. 1980 spielte sie hier u.a. unter der Regie von Günter Krämer in der Uraufführung des Stückes Die Villa von Tankred Dorst den Part der Fränzchen. Weiter übernahm sie die Rolle des Narren aus Was ihr wollt und 1981 die der Lulu im gleichnamigen Theaterstück von Frank Wedekind.

1985 folgte sie dem als Intendanten berufenen Heyme an das Grillo-Theater in Essen. Dort spielte sie unter Heymes Regie 1987 die Polly aus Bertolt Brechts Dreigroschenoper[1], 1989 die Yerma aus Yerma von Federico García Lorca[2] und den Chevalier in Die falsche Zofe [3]. Ab 1990 trat sie erneut am Bayerischen Staatsschauspiel in mehreren Rollen auf, so in der Uraufführung des 2-Personen-Stücks Vom Umtausch ausgeschlossen unter der künstlerischen Leitung von P. Politz sowie der Uraufführung des Theaterstückes Memmingen von Bettina Fless unter der Regie von Amélie Niermeyer. 1997 spielte sie die Rolle der Klytaimnestra in Elektra von Sophokles am Théâtre Vidy-Lausanne und trat unter Heymes Regie in mehreren Rollen u.a. 2001 als Smeraldina in Der Diener zweier Herren im Theatre National du Luxembourg, 2005 im Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen, sowie in den Uraufführungen von Pessach von Laura Forti in der Rolle Nora und 2008 in Heiliges Land von M. Kacimi, Rolle: Alia, auf.

2000 führte sie Regie bei dem Stück Pit-Bull [4] Lionel Spycher Echtzeithalle, Kulturreferat München. Es handelte sich um ein Sozialprojekt, in eine Aufführung mit Schauspielern wurden Jugendliche mit Drogenproblemen eingebunden, mit anschließender Diskussion. Ab 2010 unterrichtet Brigitte Horn Schauspiel in München. Brigitte Horn hat einen Sohn und lebt in München.

Deutsche Uraufführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974 – Maria Concetta in Familienbande Thomas Valentin, Residenztheater München [5]
  • 1980 – Fränzchen in Die Villa Tankred Dorst, Staatstheater Stuttgart[6]
  • 1990 – Die Frau im Zweipersonenstück Vom Umtausch ausgeschlossen von Eugen Ruge, Bayerisches Staatsschauspiel [7]
  • 1991 – Memmingen von Bettina Fless, Residenztheater München [8]
  • 2005 – Nora in Pessach von Laura Forti, Théâtre national du Luxembourg [9]
  • 2008 – deutsche Erstaufführung: Alia in Heiliges Land von Mohamed Kacimi, Theater im Pfalzbau Ludwigshafen [10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hanns-Dietrich Schmidt: Die Spielzeiten unter der Direktion von Hansgünther Heyme. Schauspiel Essen 1985 - 1992 Schauspiel Essen (Theater und Philharmonie) (Hrsg.), Essen 1992, S. 14
  2. Hanns-Dietrich Schmidt: Die Spielzeiten unter der Direktion von Hansgünther Heyme. Schauspiel Essen 1985 - 1992 Schauspiel Essen (Theater und Philharmonie) (Hrsg.), Essen 1992, S. 30-31
  3. Hanns-Dietrich Schmidt: Die Spielzeiten unter der Direktion von Hansgünther Heyme. Schauspiel Essen 1985 - 1992 Schauspiel Essen (Theater und Philharmonie) (Hrsg.), Essen 1992, S. 18
  4. Siehe Theaterbiografie. Wikipedia-Eintrag Markus Anton. Abgerufen am 28. September 2013.
  5. Familienbande Uraufführung am Residenz-Theater München Webseite der Thomas Valentin Stiftung. Abgerufen am 28. September 2013.
  6. siehe Spielplan: Württembergisches Staatstheater Stuttgart 1980/81-3, Die Generalintendanz der Württembergischen Staatstheater (Hrsg.), Redaktion: Jürgen Fabritius
  7. siehe Programmheft: Vom Umtausch ausgeschlossen, München Bayer. Staatsschauspiel (Hrsg.), Spielzeit 92/93, Nr. 94, Verfasser/in: Eugen Ruge; Pierre W Politz
  8. siehe Spielplan: Bayerisches Staatsschauspiel 1990/91, München Bayer. Staatsschauspiel (Hrsg.), Spielzeit 90/91, Verfasser/in: Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit
  9. siehe Programmheft: Pessach, Theater im Pfalzbau Ludwigshafen (Hrsg.) Theater im Pfalzbau Ludwigshafen; Redaktion: Carolin Grein
  10. Gastspiel im St. Pauli Theater: Das „Heilige Land“. Kritik DIE WELT. Abgerufen am 28. September 2013.